Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich möchte Sie sehr herzlich hier im Stifterhaus begrüßen. Ich möchte Sie sehr herzlich hier im Stifterhaus begrüßen. Endlich kann der Abend stattfinden, der schon für April 2020 geplant war, der auf Februar 2021 und weil er auch da nicht stattfinden konnte, auf heute verschoben werden musste. Gewidmet ist der Abend dem Autor Hans Eichhorn und ich begrüße sehr herzlich für die gesamte Familie Eichhorn die Witwe Elisabeth Eichhorn und den Sohn Andreas Eichhorn. Mit der Familie haben wir uns all die Jahre, die Hans Eichhorn bei uns gelesen hat, sehr verbunden gefühlt und fühlen uns weiter sehr verbunden. Herzlich willkommen! Initiator und Organisator der Veranstaltung war schon 2020 Mag. Alfred Bieteczacsa. Für den heutigen Abend hat er sein Konzept ein wenig abgewandelt. Ich begrüße auch ihn sehr herzlich. Herzlich willkommen. Danke für die Zusammenarbeit. Applaus Es ist schön und berührend, dass so viele Freundinnen und Freunde, Autorenkolleginnen, Autorenkollegen heute zu uns gekommen sind und aus dem letzten Gedichtband, Nur mehr das Blühen, das 2020 erschienen ist, oder aus anderen ausgewählten Texten Hans Eichhörns lesen werden. oder aus anderen ausgewählten Texten Hans Eichhans lesen werden. Auch, dass sich gleich fünf Veranstalter zu diesem Abend zusammengefunden haben. Die Grazer Autorinnen-Autoren-Versammlung, Regionalgruppe Oberösterreich, der Verlag Bibliothek der Provinz, die Edition Sommerfrische, das Attertheater Lesesee und das Stifterhaus. Ich begrüße alle Mitveranstalter sehr herzlich, auch alle, die heute bei uns lesen werden. Namentlich sind das Erwin Einzinger, Klaus Kostadedoy, René Freund, Ludwig Hartinger, Florian Huber wird ein wenig verspätet kommen, aber er kommt, Till Meyerhofer, Dominika Meindl, Mitglieder des Ensembles Atte Theater Lesesee, David Bröderbauer, Waltraud Seidelhofer und Richard Wall. Herzlich willkommen alle Autorinnen und Autoren. Eingeleitet und moderiert wird der Abend von der Literaturwissenschaftlerin, Literaturkritikerin und Dramaturgin Alexandra Milner. Sie setzt sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Werk Hans Eichhorns auseinander. So hat sie unter anderem 2011 das Porträtheft unserer Literaturzeitschrift Die Rampe über Hans Eichhorn herausgegeben. Sie hat viele Lesungen Hans Eichhorns bei uns im Stifthaus moderiert. Herzlich willkommen. Hans Eichhorn wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Georg-Drackel-Preis für Lyrik, mit dem Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Literatur und zuletzt mit dem Heinrich-Gleisner-Preis. Wir freuen uns sehr, dass die Landtagspräsidentin Außerdienst Angela Ortner heute zu uns gekommen ist. Danke fürs Kommen. Ich habe in unserer Dokumentation nachgesehen, Hans Eichhorn hat in einem Zeitraum von 25 Jahren 32 Mal bei uns gelesen. Er hat bereits ein Jahr nach der Eröffnung des Stifterhauses, also 1994 begonnen, ganz regelmäßig seine Bücher bei uns zu präsentieren. Er hat zwei Ausstellungen mit bildkünstlerischen Arbeiten bei uns gezeigt. 2010 hat er uns in sein wunderbares Bildwortprojekt Pariser Bildpostpassagen einbezogen, in dessen Rahmen er uns von einem vierwöchigen Parisaufenthalt 117 Bildpostkarten per Post geschickt hat. Ab kommenden Juli werden wir diese Bildpostkarten hier in diesem Raum in einer Ausstellung zeigen und wir freuen uns schon sehr darauf, die Ausstellung wird bis 15. November zu sehen sein. große Zuneigung zum Stifterhaus, so hat er unserem Literaturarchiv auch seinen Vorlass anvertraut, immer sehr dankbar. Sie war uns gerade auch in der Anfangszeit immer Rückenstärkung und Ermutigung. Und wir freuen uns, dass heute so viele Freundinnen und Freunde lesen werden, die all die Jahre mit ihm gemeinsam hier bei uns gelesen und ihre Bücher präsentiert oder bildkünstlerische Projekte realisiert haben. Ich bedanke mich auch im Namen des Stifterhauses sehr herzlich bei allen für ihr Kommen und übergebe das Wort zunächst an Alexandra Milner und Alfred Bittertschorcher. Ich freue mich, dass so viele Interessierte gekommen sind. Ich begrüße die Familienangehörigen, die Freundinnen und Freunde und Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter von Hans Eichhorn und Alfred Peter Tschatscher. Und ich habe uns vorgenommen, dass wir diesen Abend nicht wehmütig begehen wollen. Das ist uns ein großes Anliegen. Und allein die Tatsache, dass es schon im Juli eine Ausstellung geben wird zu seinem Pariser Postkartenprojekt, das ist schon ein gutes Zeichen. Denn der Nachlass von Hans Eichhorn, der literarische und Bildnachlass, der hier im Stifterhaus archiviert ist, der gibt, glaube ich, noch Anlass in Zukunft für viele interessante Arbeiten und Auseinandersetzungen, auch von literaturwissenschaftlicher Seite, sicher auch von kunsthistorischer Seite und auch vielleicht Weiterschreibungen. Jedenfalls sollten wir vielleicht auch im Anschluss an diesen Abend auch überlegen, was man mit diesem Schatz, der hier geborgen ist, auch in Zukunft anfangen kann. sein Werk und ich werde einfach dort fortsetzen, wo ich vor zwei Jahren ungefähr aufgehört habe, als Hans Eichhörn nämlich Ende Jänner 2020 in den Linzer Redutenseelen den Heinrich-Gleisner-Preis bekam. Damals versuchte ich eine Bilanz seines Schreibens zu ziehen und kam auf ein über 26 Jahre lang angewachsenes Textkontinuum, bestehend aus zwölf Prosa, elf Lyrik, vier Tramolett und fünf Textbildbänden. Und ich glaube, ich habe sogar ein paar Bände übersehen damals. Ich habe es einmal nochmal nachgerechnet, aber ich belasse es dabei. Nur einen Monat später verstarb Hans nach langer, schwerer Krankheit. Langer, schwerer Krankheit, wie es so heißt. nach langer, schwerer Krankheit, langer, schwerer Krankheit, wie es so heißt. Einer Krankheit, der zuerst mit Schock, dann mit Gesundungs-Ehrgeiz, schließlich mit einer Mischung aus Demut und Verwunderung gegenüberstand. Fast das große Haus war der letzte Text, der noch zu Lebzeiten und zwar in der Bibliothek der Provinz erschien, aber bei weitem nicht seine letzte Publikation. In dieser letzten großen Prosa, die er im Untertitel Wiederholungen nennt, zieht Hans Eichhorn noch einmal all die für ihn typischen literarischen Register. Dabei verbindet er ein groteskes Handlungsstrang, der weder Fahrt aufnehmen noch zu Ende kommen will, die auseinanderstrebenden Textelemente. Eine Clara und ein Engelbert wollen ein Haus zu einem kulturellen Multiplex-Komplex umgestalten und scheitern sowohl als Paar als auch an dem Projekt. Wie auch die Figuren und die Erzählinstanz immer mehr verschwimmen, um sich in viele wild durcheinander argumentierende Stimmen wieder aufzufächern. Sie treten miteinander in einen inneren, mitunter auch sehr skurrilen Dialog und reflektieren gemeinsam oder besser im Widerspruch zueinander den Schreibvorgang, die Sprachfindung der Erzählinstanz. Der Lyrikband »Nur mehr das Blühen« erschien bereits posthum in der Edition »Sommerfrische«. Für den Schriftzug des Titels und das Vorsatzpapier des orangefarben eingebundenen Buches, Sie finden es am Büchertisch, hatte Klaus Kostadedoy, der gemeinsam mit Hans Eichhorn die Edition »Sommerfrische« betrieben hatte, monochromes Schwarz gewählt. In den Gedichten werden wieder die entlegensten Requisiten wie etwa Grieß und Blankverse oder Blankahle in einem Atemzug aufgerufen, ermöglicht das Nebeneinander inhaltlich nicht zusammenhängender Sätze den doppelten Brückenschlag zur Metapher. Immer heftiger durchdringt dabei jedoch die Beschreibung körperlicher Zustände die Textoberfläche und gibt Einblick in die Verunsicherung und Einsamkeit eines zu Tode Erkrankten, dessen Geist im buchstäblichen Sinn fassungslos den Gang des körperlichen Verfalls wahrnimmt. Es wäre allerdings nicht Hans Eichhorn, würde er das Bedrohliche dieser Erfahrung nicht durch scheinbar banale Beobachtungen, radikale Gedankensprünge oder sinnliche Gelüste, ich verweise nur auf das von ihm so gerne herbeizitierte Frühstückssämmerl, unterminieren, das Apokalyptische in ein flottes Zitat münden lassen. Ich gebe ein Beispiel. In dem Gedicht, warum versteifen die Gelenke aus dem Band nur mehr das Blühen, werden Schmerztropfen als metallen und glühend beschrieben. Und mit den Begriffen auseinanderdriften, Kadaver, schwach, zerplatzen, vermodern, allerhand Verbindungen zu Fähr- und Zerfallserscheinungen in der Natur hergestellt. Am Ende löst Hans Eichhorn dieses düstere Szenario wie folgt auf, ich zitiere, die Mäuse fressen das Kleeblatt kahl, hier wächst nichts mehr, hier wird eingeackert. Hier wird neuer Samen gesät. Machtvoll erheben sich die Sumpfgeister und aus der Nebelwand ertönt der Schlachtgesang You'll Never Walk Alone. Mit You'll Never Walk Alone zitiert Hans Eichhorn nicht nur einen der vielen berühmten Liedtexte von Oskar, dem Zweiten, der auch für The Sound of Music die Textbasis geschrieben hat, sondern auch einen der größten Hits der Liverpooler Beatband Gary and the Pacemakers aus dem Jahr 1963, der sogleich zur Stadionhymne des FC Liverpool und in der Folge zur berühmtesten Fußballhymne der Fußballgeschichte wurde. und in der Folge zur berühmtesten Fußballhymne der Fußballgeschichte wurde. Der Liedtext versucht mit seinen Aufmunterungsphrasen Don't be afraid of the dark oder Walk on with hope in your heart and you'll never walk alone die düsteren Zeiten des Lebens erträglicher zu machen. Das Lied verweist aber auch auf die Errettung vor zu viel Lebensschwere durch leichtere Gefilde wie etwa die Welt des Fußballs, als deren ergebener Fan wir Hans Eichhorn eben auch kannten. Ungeboren lautet der Titel des darauf folgenden Proserbandes, wiederum in der Bibliothek der Provinz erschienen und dieses Mal nicht, wie in dem Roman fast, mit Bildern des Autors ausgestattet, sondern mit den manieristisch verspielten, seriellen Bildbändern aus der Hand der Tochter Rosa. Ungeboren, in dem Titel steckt die Wucht existenzieller Ratlosigkeit, die den Boden für diesen vom Ton her so stillen, wie von den Fragestellungen her so heftigen Text bereiten. Hier fließen Fragen der Darstellung und Darstellbarkeit durch Sprach- und Bildzeichen ineinander. Das Schaffen von Wirklichkeit wird über die Geburtsmetapher inszeniert. Das Ungeborensein bedeutet das Eingespanntsein zwischen zwei gleichzeitig auseinanderstrebenden Kräften, die, Zitat, mit ganzer Energie vorwärts wollen und mit ganzer Energie wieder zurück. Über Hans Eichhorns letzte Publikationen zu sprechen, heißt zu den letzten Dingen zu kommen, den Texturen aus seiner letzten Zeit, dem äußersten Finale. letzten Zeit dem äußersten Finale. Kaum irgendwo sonst wird es so deutlich, dass der Schriftsteller aus der Tiefe des Selbst schöpft, sowohl was seine Außenwahrnehmung betrifft, als auch seine Wahrnehmung des Inneren, durch das dieses Außen ja hindurch muss, dass also alles, was als Schriftzeichen zur Äußerung kommt, eine Entinnerlichung ist und weit entfernt von einem vermeintlich sach- und faktenbezogenen Abschreiben einer äußeren Wirklichkeit. Wie ein sensibles Echolot vermisst der Schriftsteller, lotet er die Echoräume des Bewusstseins aus und mehr noch versucht auch diese Begrenzung zu durchbrechen über das Traumhafte, die Schwelle des Halbbewussten, die blauen Morgenstunden, deren Kälte einen dazu zwingt, die eigene Körperwärme, das stete Vergehen der Zeit am eigenen Pulsschlag zu vergegenwärtigen. setzen will, an seinen Platz zu verweisen, durch innere Bilder, Sinneswahrnehmungen, Traummonster und Skepsis-Dialoge aus dem Fokus der Wahrnehmung zu rücken. Nein, du kannst noch warten, du sollst es. Da ist noch so viel zu tun, einzufangen von des Lebens Geheimnis, von überzeitigem Wissen, gespeichert in Bildern und Bewegungen, in Farben und Geräuschen, in endlosen Verknüpfungen. Hans Eichhorn starb am 29. Februar 2020. Wenn einer am Schalttag geht, dann will er nicht, dass wir uns seines Abgangs erinnern. Wenn dieser eine noch dazu bis zuletzt schreibt, dann will er, dass wir uns seines Schaffens erinnern. In diesem Sinne wurde der heutige Abend im Andenken an Hans Eichhorn von Alfred Peter Tschatscher konzipiert und organisiert, ohne dessen unermüdlichen und hochenergetischen Einsatz dieser Abend nicht zustande gekommen wäre. Dankeschön. Takk for at du så med. Jetzt hat es mich doch erwischt. Mit zwei Gurkengläser voller Milchreis und einer ziemlich abgenutzten Zahnbürste. Es war ein seltsames Spiel, das wir damals spielten. Es wollte auch niemand wahrhaben, dass es ein Spiel war. Im Gegenteil. Die Vorbeigehenden schüttelten die Köpfe und sagten sich, was, das soll ein Spiel sein? sagten sich, was, das soll ein Spiel sein? Wir saßen mitten auf dem Trottoir. Unsere Schätze lagen vor uns. Einer von uns, der ziemlich gewalttätig war, hatte sich angewöhnt, immer nur leicht zu grunzen. Das kam gut an. Wir selbst wussten ja zumeist nichts von unserem Spiel. Einmal hackten wir kleine Löcher in den Asphalt, dann pflasterten wir ihn mit Klebstoffen zu. Wir waren jung und übermütig. Es war auch ziemlich unbequem und ich wehrte mich gegen das ungute Gefühl, ein schlechtes Spiel zu spielen, indem ich mich umso mehr anstrengte, gut zu spielen. Kommt, besorgen wir uns wieder Filzweckkleber, sagte ich zu den anderen. gut zu spielen. Kommt, besorgen wir uns wieder Filzwegkleber, sagte ich zu den anderen. Kübelweise schmuggelten wir ihn an den Supermarktkassen vorbei. Kleber und Schlaggeräte aller Art. Was treibt ihr denn da? fragte ein Erwachsener. Wir bauen eine Burg, sagte ich. Doch nicht auf dem Asphalt, sagte der Erwachsene. Es wird eine modernere Burg, sagte ich. Das sehe ich, sagte der Erwachsene. Was macht ihr denn da für Löcher, sagt ein anderer. Für unsere Burg, sagten wir. Könnt ihr nicht etwas anderes machen, sagte er noch, bevor er eilend verschwand. Und irgendwann hatten wir es satt, immerzu auf dem Asphalt herum zuuroppen und ihn dort aufzureißen, wo etwas weicher zu sein schien. Wir hatten so etwas wie einen Kreidestrich um unsere Spielstätte gezogen. Die vorübergehenden Passanten mussten, um vorbeizukommen, direkt vor die Autos springen oder die Mauer hochklettern, was allerdings keiner tat. Die Autos waren ihnen lieber. was allerdings keiner tat. Die Autos waren ihnen lieber. Es gibt bestimmt bessere Spiele und auch bessere Spielgeräte, nur wir wussten nichts davon und freuten uns, wenn wieder jemand vom Trottoir auf die Straße sprang, umschimpfend und den huppenden Autofahrern die Faust zeigend, seinen Weg fortzusetzen. Und einmal erwischte es mich. Ich hatte gerade einen richtigen Haufen Klebstoff in ein Schlagloch gefüllt, als ich aufsprang und zur Überraschung meiner Kameraden so tat, als würde ich auf die Straße springen. Der betroffene Autofahrer trat auf die Bremse, dass die Reifen quietschten, sprang aus seinem Wagen und schenkte mir zwei Gurkengläser mit Milchreis und eine ziemlich abgenutzte Zahnbürste. Ich habe sie heute noch, für alle Fälle. I'm sorry. Thank you. Das war aus Berge aus Gelatine, gelesen von Hans Eicher 1991. Am Ende wird es noch eine Hörprobe geben, elf Jahre später. Das ist interessant, die Art, wie er liest, zu vergleichen. Der Abend hatte ja schon viermal stattfinden sollen, also heute ist es das vierte Mal. Und es ist immer wieder eine neue Situation entstanden, ihn anders zu gestalten. Es war jeder Abend unmittelbar nach dem Begräbnis geplant, hätte anders ausgeschaut wie heute. Und das Schöne war, dass zum Beispiel, jetzt bin ich manchmal ein bisschen blickaut, dass der Ludwig Hartinger gestern mich angerufen hat, spontan, und wir haben ein bisschen telefoniert, und er hat gemeint, diese Doppelsituation von Lesungen von Freunden passt genau zum Hans, weil er immer so dialogisch gearbeitet hat in seinen Prosa-Texten und in der Literatur. Und da sind sehr viele Unterschiede und Zufälle entstanden. Dieses Bild beispielsweise hat Richard Wall mir auch gestern geschickt und ursprünglich wollten wir keine Leinwand haben. geschickt und ursprünglich wollten wir keine Leinwand haben. Zufällig hat der Techniker die Idee gehabt, die Leinwand aufzustellen und hat gesagt, wir scannen dieses Bild und haben jetzt den Hans im optischen Bereich. Es hätten sehr viele gerne auch was sagen können, aber es ist eine gewisse Begrenzung notwendig. Und da steht zum Beispiel heute im Programm Barbara Barbara Fink liest statt Peter Waterhouse. Peter Waterhouse wollte kommen, hat aber entschieden, aufgrund der steigenden Omikron-Zahlen alle Reisen abzusagen. Ich habe das akzeptiert. Jetzt muss ich aber kurz im Programm die Barbara Fink jetzt schon auf die Bühne bitten, weil sie nämlich ein Kind zu Hause hat, das wartet auf sie. Und ich würde nur kurz bitten, zu mir zu kommen. Sie hat sehr umfangreich, wenn Sie es nicht daher setzen, bitte, sehr umfangreich lektoriert im Verlag Bibliothek der Provinz. Dieser Büchertisch ist nicht nur zum Anschauen da, sondern auch zum Nachher zu benutzen. Können Sie irgendeine persönliche Anekdote zwischen Hans und Ihnen bei dieser Arbeit, bei diesem Lektorat erzählen? Also richtig, so richtig spannende Anekdote ist mir leider keine eingefallen. Das, was mich wahnsinnig beeindruckt hat, er ist einer der angenehmsten Autoren gewesen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte und seine Manuskripte waren immer perfekt in Ordnung, alles wunderbar, wunderschön und wenn man dann irgendwas korrigiert hat, dann hat er das sofort akzeptiert und darauf reagiert, nicht immer umgesetzt und so, aber es war, nein beeindruckend. Und eben auch menschlich ist dadurch, durch diese Zusammenarbeit, irgendwo eine Vertrautheit entstanden. Obwohl ich ihn, glaube ich, erst nach vier Jahren Lektorieren einmal dann wirklich länger geplaudert habe mit ihm. Sonst habe ich ihn bei Lesungen kurz getroffen oder so. Aber es ist durch diese Zusammenarbeit einfach wirklich eine Vertrautheit entstanden, weil er so offen ist, auf alles offen zugeht und eben auch zulässt, dass jemand vielleicht einmal ein Fragezeichen wohin meilt und sich nicht auf den Schlips getreten fühlt. Und war das von Ihrer Seite, wie Sie ihn noch nicht gekannt haben, leichter ihn zu lektorieren, beziehungsweise war es anders zu lektorieren, als Sie ihn dann gekannt haben? Schwierige Frage. Ist eine schwierige Frage. In dem Fall würde ich sagen, es hat keinen großen Unterschied gemacht, weil er eben so, es ist sein Schlagwort, ein authentischer Mensch war. Also das war jetzt nicht, dass er in den Texten wahnsinnig anders rüberkommt, als er persönlich war. Und ich glaube, deswegen hat das jetzt keinen großen... Es war mir dadurch noch leichter, weil ich gewusst habe, wer dahinter steht. Aber sonst, weil wir sonst haben eigentlich nur schriftlich kommuniziert. Danke, Barbara Fink, für die nächste Tochter. Wer ich ausrichten. Und, Dankeschön. Schönen Abend. Bitte Waltraud Seidelhofer und David Bröderbauer. Waltraud Seidelhofer und David Bröderbauer. Waltraud Seidelhofer und Gregor Lebkow waren eigentlich immer wieder Wegbegleiter von Hans Eichhorn. Wie sie überhaupt jungen Autoren immer nahe waren. Also Gregor und Waltraud haben immer die Arbeit von jungen Autoren geschätzt und sie auch bestätigt und gewürdigt. Und deswegen ist die Waltraud Seidelhofer heute da. Außerdem ist sie quasi, das ist ja nicht despektierlich gemeint, doch ein bisschen, ein Jahr älter als ich zum Beispiel und du bist sozusagen die Älteste, also das würde ich jetzt nur so behaupten, oder die Junggebliebenste, das kann man dann euphemistisch sehen. Und der David Brüderbauer kennt den Hans Eichhorn eigentlich nur seit dem Heinrich-Gleisner-Preis, seit dem Heinrich-Gleisner-Preis. Er ist der Förderpreisträger gewesen. Und eine Verbindung zwischen dem Brüderbauer David und Hans Eichhorn ist auch die Nähe zur Natur. Er ist Biologe. Literarisch haben sie verschiedene Stile. Aber beide sind heute da und erzählen unter anderem eine kurze Anekdote. Und dann lesen sie jeweils einen ausgewählten Text. Die Maske darfst du runter tun. Ich habe sie abgeholt in Dallheim und wir waren im Auto vorbildlich maskiert, jetzt kurz einmal unmaskiert. Ja, ich lese zuerst ein Gedicht aus dem Band Nur mehr das Blühen. Gib mir deine Hand, den löchrigen Socken, die stolz im Katzenmaul herumgetragene Maus, die hochpiepsenden Töne, fast ein Jenseits des Gehörs und Teil einer Diamantenmine in schwadronierender Satzgebung. Jedem seinen Diamanten, sein Lippengeschwader, das Fallschirmgewimmel über Zentralafrika. Die Transportmaschine entzweigebrochen, doch das Reden geht weiter. Das Erspähen der Giraffen, Löwen und Antilopen wird fortgesetzt. Jedes Steppengras hat seine eigene Form und Würde. Die tote Maus bleibt in der Mansarde liegen und landet im Abfallkübel. Regen pocht zuerst an die Dachflächenfenster. Ein paar Tropfen Nahrungsbrei rutschen in den Dünndarm. Du wirst in Eiweiß und Proteine aufgespalten. Stärkungsmittel für die Restnacht. Einige Erinnerungen an Hans. Ich habe Hans schon um ca. 1985, 86 kennengelernt, also zur Zeit seiner ersten Veröffentlichungen. Und es sind eigentlich sehr viele Erinnerungen, die ich von Anfang an an ihn habe, an seine Gespräche, an Lesungen, die Feste, die Zeit, die Gregor und ich bei Hans und Elisabeth bei seiner Familie am Attersee verbracht haben. Ich erinnere mich da immer an seine ruhige Art, an seine Umsicht und Fürsorge und natürlich vor allem an seine Bilder und Bücher. Von den Büchern ist mir ganz besonders eines wichtig geworden, nämlich der Zirkus Wolls, in dem Hans Eichhorn sein Schreiben und das Beschreiben seines Alltags, die Suche nach Wolls, mit der Biografie dieses tragischen Künstlers verknüpft, wie er das ja vielfach sein Leben in seine Texte verwebt. Und das scheint mir in Wolls ganz besonders kunstvoll geschehen zu sein. Gregor und ich, wir hatten uns damals, das war so 1997, 1998, als Hans Wolls schrieb, auch auf die Suche in Wolls gemacht. Hans hatte uns darum gefragt, aber wir waren leider nicht sehr erfolgreich. Es hat nicht sehr viel über Wolls gegeben. Ich habe dann 2011 meinen Beitrag zum Rampeporträt Hans Eichhorn über den Zirkus Wolls geschrieben. Und Hans hat in seinem Text zu meinem Rampeporträt 2000 Passagen über seine Arbeit an Wolls eingeschoben. Er hatte das Manuskript damals gerade beendet. Es gibt also einige Verbindungen und wenn ich heute noch den Namen Wolls lese oder höre, denke ich auch sofort an Hans Eichhorn. Von unseren Besuchen am Attersee fällt mir besonders ein schöner Nachmittag ein, ein besonders nachdrückliches Beispiel. hinter dem Haus, gegenüber dem Hang, auf dem Schafe weideten, auch eine Katze war da. Und ich erinnere mich an unsere Gespräche, es waren Gespräche damals vorwiegend über das Reisen. Wir sprachen über Alltag und Träume, über Schreiben und Malen, über nahe und ferne Welten. Und später saßen wir im Wohnzimmer an dem großen Familientisch. Fischkunden kamen und Freunde, Hans ging in die Küche, er briet Fische. Vielleicht kochte er auch eine Fischsuppe. Er ging einmal weg zum See hinunter, er hatte dort noch zu tun. Das Erstaunliche war, dass unsere Gespräche immer weiter liefen, wo wir sie unterbrochen haben, so als hätten wir einfach immer weiter gesprochen und gesprochen dort, wo wir vorher aufgehört hatten. Und erst als es dann dunkel wurde und wir auf den Balkon gingen, sprachen wir dann noch lange und ungestört weiter miteinander. Das waren soweit einige Erinnerungen an Hans. Ich lese ein paar Notate aus dem Werk Verlockung von Hans Eichhorn, bevor ich etwas noch dazu sagen möchte. Üppig stellt sich der Frühling ein. Ich ignoriere alle bösen Anzeichen und schaue dem Hummelflug zu und spaziere im leisen Nieselregen durch die gierig tränkende Landschaft. Die Farben steigen hoch, das zarte, frische Grün wird von weißen Spritzbögen der Heckensträucher überstrahlt. Lass dich nicht von der schmerzhaften Empfindlichkeit deiner Nervenzellen beeindrucken und schleppe deine Schweinehälfte konzentriert bis zum Hackstock. Du hast ja nichts, keine zündete Idee, nicht das entsprechende Kleingeld, um einen Prozess in Gang zu setzen, der vieles verändern und viele beschäftigen würde. Aber du hast dich in diesem Moment und mit diesem sturen Blick auf die verbleibenden Birnbäume geworfen und lasst ihr gesagt sein. In jedem Kellerloch, auf jeder Polstermöbelbank ist die Wunde samt dem Wunder möglich. Die Farbe Grau wird zum Lichtträger. Das frische, fette Gras, die Fülle der blühenden Bäume, die Gärten, die Blumen, das sind jedenfalls feierliche Momente des Aufbruchs. Die hellgrünen Birkenwipfel, die austreibenden Buchen, das spiegelt sich so jugendlich und frisch und neu an der Wasseroberfläche. Und das Boot gleitet von gemächlichen Ruderschlägen angetrieben durch diesen Aufbruch. Wir sind beeindruckt von dieser Fülle. Wir sagen uns, wir wollen von uns absehen und nur mehr diese Fülle sein. Wir sagen uns, wie hohl und konsternierend solche Sätze klingen und dass wir nicht mehr von Fülle, Hohlsein und Aufnahmebereitschaft hören wollen. Und der Frühling zum Teufel gehen soll und das Konstruieren der Sätze gleich mit. Und dass die Akazienblüten süßlich riechen und dass der Bandscheibenvorfall kein Problem mehr ist. Es gibt keine Lösungen, weil es keine Probleme gibt. So konsequent hat den Altvorderer gedacht. Aber selbst das Denken solltest du nicht so tierisch ernst nehmen, wie du meinst. Wie lange noch wirst du sitzen, um die Schafskälte, die abgefrorene Marillenblüte, den bitteren Gallentee wahrzunehmen und in der Wahrnehmung in die Zeichensetzung zu übertragen. Hier schafft sie Augenreize, die wiederum Nervenzellen in Schwingungen versetzen, bis schließlich ganze Ensembles im Gehirn zu feuern beginnen. Was sich da alles abspielt, du glaubst es kaum. Der Möglichkeit zumindest die Chance einräumen, neben dem Efeu, den Zierbirnbäumen oder der Schachtelarchitektur des Schulgebäudes seine Sinne in Stellung zu bringen und ins Allgegenwärtige hineinzulauschen. Eingerahmt von der Schulgebäudearchitektur ein Landschaftsausschnitt. Felsschründe hinten, Kirchlein auf dem Berg davor und darunter die Industriefassade. Das hast du schön skizziert. Mehr wollte ich auch nicht. Und das ist wahr? Ja, das ist wahr. Höchstens, dass in diesem Augenblick noch eine Amsel quer durch das Bild fliegt. Also noch eine Amsel. Und das Bild ist jetzt fertig? Nein, es ist nicht fertig. Ich habe es nur beendet. Das ist alles, was dir dazu einfällt? Nein, das ist nicht alles. Aber es ist Zeit, das Bild zu beenden und diese Begrenzung anzuerkennen. Nein, diese Grenzziehung kann ich nicht anerkennen. Sie hat nichts Zwingendes oder Notwendiges. Dann sag mir, was noch fehlt oder welche Grenzüberschreitung du noch vorschlägst, du Klugscheißer. So einen Ton muss ich mir nicht gefallen lassen. Auf Wiedersehen. Auf Nimmerwiedersehen. Zwischen den Birnbaumblättern bl blitz das sommerliche licht beruhigend die erinnerung an den jahreszeitenzyklus so oft schon erlebt und vertraut diese wiederkehren und was für ein zukunftsversprechen eine kleine ewigkeit das geht doch nie aus. Da sitzen, schauen, hören, vereinnahmen. Ja, ein paar Auszüge aus Verlockung. Wie der Alfred schon gesagt hat, ich kannte den Hans Eichhorn persönlich nur von einem Treffen bei der Verleihung des Gleisnerpreises. Der Hans war sehr nahbar, also es war gleich eine Wärme und eine Offenheit zu spüren. Gleichzeitig war auch für mich unnahbar, weil gerade erst kennengelernt die Preisverleihung und dann auch eben die Erkrankung, die natürlich nicht mehr zu übersehen war zu dem Zeitpunkt. Ich habe mir überlegt, was kann ich viel zum Hans sagen? Und dann habe ich mir die Verlockung nochmal durchgelesen. Und beim Hans entdeckt diese genaue, aufmerksame und auch sehr leidenschaftliche Naturbeobachtung. Und ich denke mir, dass ich mich darüber sehr gut mit ihm hätte unterhalten können. So, als nächstes werden Richard Wall und Erwin Einzinger zu uns sprechen. Richard Wall wird aus Nurmehr das Blühen lesen. Mit Richard Wall tauschte Hans sowohl literarische als auch bildkünstlerische Werke aus, also Stichwort Postkartenprojekte. Bitte kommt nur heraus. Und mit Erwin Einzinger, den er bereits Anfang der 80er Jahre kennengelernt hat, hat er auch ein bildnerisches Projekt gemacht, aber vor allem auch ein Langgedicht veröffentlicht. Und Erwin Einzinger wird aus dem letzten Prosedext, der in den Manuskripten erschienen ist, lesen. Achso, da bin ich schon dran, okay. Ja, ich möchte es umgekehrt machen. Zuerst einige Worte zu Hans sagen. Und zwar, ich habe ihn relativ lange gekannt. Ich habe ihn relativ lange gekannt. Das erste Mal, glaube ich, oder bin mir ziemlich sicher, auf der Kunstuni ihn kennengelernt zu haben. Und Anlass war ein Statement von Franz Kain über die Bedeutung der Literatur. Und ich bin aus Zufall oder ich weiß es nicht mehr, auf jenem Tisch zu sitzen gekommen, wo auch Hans saß. Und wir haben uns auf Anhieb verstanden und er hat mir eben erzählt vom Fischen und so weiter. Ich hatte da auch einige Erfahrungen von Angeln und Fischen in Irland und so hatten wir sogleich ein Gesprächsthema. Jetzt ein Schnitt, also angeführt wurde ja schon, dass wir ab 1996 eine Korrespondenz hatten bis zu seinem Tod. Herbst 1996 hat diese Bilderpost- und Schriftverkehrsaktion begonnen. Und zuletzt gesehen habe ich ihn am 22. Oktober 2019. Ich habe ihn besucht und er schlug vor, dass wir einen Spaziergang unternehmen auf den Buchberg hinauf. Und da sind wir so hinten herum gefahren. Vorne ist ja ganz steil. Und da sind wir zweieinhalb Stunden unterwegs gewesen. Oben ist dann auch dieses Bild entstanden, wo man schon zum Höllengebirge hinübersieht und über den See blicken kann. Und dann hat er noch die Energie, mit mir in den Haus zu fahren, mit dem Traunerl. Und wir haben noch zwei Netze eingeholt. Eines war leer. Dem anderen waren ungefähr 50 Stichlinge. Die haben wir noch anschließend ausgenommen und geputzt. Stichlinge, Nomen est Omen. Unsere Hände haben dann entsprechend ausgesehen. Und dann sind wir ins Haus hinein und dann ist auch die Elisabeth gekommen. Ich weiß nicht, gemeinsam oder so haben sie noch ein Essen bereitet. Und Hans hat dann auch noch dazu ein 16. Velteliner getrunken. Dann hat er sich auf die Ofenbank zurückgezogen und der Kater Tim ist zu ihm gekommen. Das war das letzte Bild. Ja und im Nachhinein, das war dann beim Geburtstagsfest von der Walter Seidelhofe im März, da war er auch noch gekommen und da hat er mir erzählt, dass das die letzte Ausfahrt gewesen sei. Ich lese jetzt zwei Gedichte aus dem Band Nur mehr das Blühen. Wieder zieht Maria Theresia durch den Fernsehreigen und der Graf von Monte Cristo folgt auf dem Fuß. Er mag von diesen Kristallwelten nicht einen Börsengang überlegen. Viele Börsengänge, viele Fernsehkameras, viele leben unterwegs zu einem hungernden Körper, der trotzdem, dennoch oder gerade deswegen seinen Appetit eingestellt hat. Das kann ja heiter werden. Heiter und beschwingt und die Hosentaschen voller Weihnachtskeks. Sie fressen den Magen in Stücke. Sie machen sich in einem fortlustig Scherzkeks und die Zentralheizungsfeuerung brodelt in der Nachtstille einem weiteren Stolperstein entgegen. Atmen mit allen Defekten, das ist Brotkunst. Die krallende Katze in den Knien, während die Schlepper ihr Geschäft besorgen und uns gerne die Argumente liefern. Was aber, wenn sich keine Buchstabenfolge mehr ausgeht und das Atmen zurückfließt in den Kopf, bis er zerspringt vor Luftdruck? Ein Verpuffen, ein wie niemals gewesen, so wird jede Grenze gesprengt, jede Selbstermächtigung zur Farce. Staub wirst du sein und das Bibelwort bläst dir den Sahara-Sand ins Gesicht. Anstelle einer Anekdote ist mir eine Erinnerung in den letzten Tagen mehrmals aufgetaucht. Und zwar, wenn wir sehr jung waren, es dürfte vor 36, 37 Jahren gewesen sein, haben wir uns eine seltsame Gewohnheit angewohnt, der Hans und ich. Und zwar haben wir versucht, zumindest einmal im Sommer mit Anlauf parallel auf dem Steg zu einem Simultansprung möglichst weit in die Luft hinaus anzusetzen. Das haben wir über etliche Jahre beibehalten. Ich weiß nicht, irgendwann kennen gelernt haben wir uns vor 38 Jahren, in einem Monat ist es genau 38 Jahre her, bei den Rausen-Literturtagen. Jahre her bei den Rausen Literaturtagen. Kurioserweise hätten wir beide, reiner Zufall war das, ich habe mir erkundigt, es war zum 50-Jahr-Jubiläum vor zwei Jahren, wären wir wieder beide vorgesehen gewesen. Und im Jänner habe ich dann angerufen in Hans und gesagt, er kann es eigentlich nicht vorstellen. Und warum wir uns dann so eng aneinander, die Freundschaft hat in Rauris begonnen, ich habe ihn dann gleich einmal besucht, dann war er nicht daheim, dann ist er mit dem Bus zu mir gekommen nach Micheldorf, Ich habe ihn dann gleich einmal besucht, dann war er nicht daheim, dann ist er mit dem Bus zu mir gekommen nach Micheldorf. Aber durch den Zufall, dass die Lisi an der Kirchdorfer Schule eingestiegen ist und bis zu ihrer Pensionierung da geblieben ist, ist der eigentliche Lebensmittelpunkt, kann man fast sagen, außer der Ferienzeit der Familie Kirchdorf, gleich gegenüber der Schule, das kommt auch in den Texten immer wieder vor. Dadurch haben wir uns jahrelang, eigentlich wöchentlich, zu einem Spaziergang getroffen. Ich lese Ihnen jetzt aus, die Regina hat hingewiesen, dass er 32, das habe ich auch nicht gewusst, dass er 32 Mal hier aufgetreten ist. Das ist sehr schön. Und jetzt war für mich auch die Chance, jedes Mal, wenn von mir ein neues Buch erschienen ist, war es ganz klar, dass der Hans auch wieder da lesen wird. Und die Regina hat uns immer wieder zusammengekoppelt. Also nirgendwo haben wir gemeinsam so oft gelesen wie in diesem schönen Haus. Nahe herankommt Graz, da gibt es von uns beiden eine ganz enge Beziehung, die lang zurückgeht zu den Manuskripten und zum Alfred Kolleritsch. Kolleritsch ist fast zufällig drei Monate nach dem Hans, am selben Tag, also genau drei Monate nach dem Hans verstorben und nach dieser Lesung, das war unsere letzte gemeinsame Lesung im Schauspielhaus in Graz, haben wir den Alfred im Krankenhaus noch besucht und ich glaube, es war vom Hans der letzte Besuch bei ihm. Ja, das reicht, sonst wird es zu lang. Das ist ein Prosa-Text, in dem im Juni 2019 haben wir daraus vorgelesen. Die Manuskripte haben sich angewöhnt, jede neue Nummer wird im Schauspielhaus präsentiert und da werden zwei, meistens waren es zwei Autorinnen oder Autoren, eingeladen und eine Schauspielerin, die Texte aus dem Heft liest. Und da sind wir beide, das ist ähnlich wie im Stifthaus gewesen, wir haben uns unheimlich oft, weil das zufälligerweise so oft zu ergeben hat, dass wir wirklich beide was drin gehabt haben in den Zeitschriften, haben sie uns eingeladen. Und wie gesagt, das war das letzte Mal. Und in dem Text kann man auch erkennen, dass Farben und Wörter beim Hans immer mit Hoffnung verbunden waren. Und der letzte Satz, der mir jetzt dazu noch einfällt, drei Tage vor dem Sterben war man im Völklerbrucker Krankenhaus. Und da hat er eigentlich noch ein bisschen stabiler gewirkt. Er hat gesagt, am Abend schauen wir uns im Fernsehen den Lask noch an. Und das letzte zu Lebzeiten erschienene, was eh schon vorgestellt war, das Ungeborene hat er uns mitgegeben. Aber ich lese einen Absatz jetzt, dass es nicht zu lange wird. Nebel. Der Umschlag ist Hans Eichhorn übrigens., darum habe ich das Heftext mitgenommen. Der hat die schönsten Umschläge der Zeitschriftmanuskripte, die stammen von Hans. Nebel hat sich riesig als sang- und klangloses Monstrum ausgebreitet, hat Fensterglas und Sonnenbrille und Bleistiftspitzer und Lackdosen so ins Ungefähre gestellt, dass dieser Funke Hoffnung, der selbst in den Farbspachteln und in den Wörterbüchern bereit war, aufzuklimmen, wie endgültig ausgelöscht zu sein schien. die endgültig ausgelöscht zu sein schien. Was nutzte da der Duft einer Leberkässemmel oder Track Nummer 5 der Auto-CD? Sie werden sich nicht als Blumenknospen durch die ölfusselige Nebelschicht zu fressen bemühen. Sie sind längst eingesunken in den Dauerbetrieb dieses Tiefdruckgebiets. Und die Namen haben nicht mehr die Kraft, etwas auferstehen zu lassen. Keins Ursprung, Traglweg, die Voralpenkreuzung. Wer sich da noch an die Namen der Örtlichkeiten klammert, der hat sich vergangen. Nebel, Moor, Müdigkeit in den Knochen und im Gehirn. Mit matschigen Schuhen wanderst du durch diese begrenzten Muster, das Nein auf den Lippen. Dich will ich nicht und dich auch nicht, weder das Rispengras noch den Mistkäfer, weder den Spitzwegerich noch die Krüppelbirken, weder die Wasserschlangen noch den Treibsandgedanken. Gibt es nicht einen Weg aus dieser einförmigen Masse, die keine Vegetation aufkommen lassen will? Gibt es nicht den in der abgestützten Hand ruhenden Kopf? Ist es nicht mehr möglich, über die Mülltonnen hinweg eine Requisitensammlung durchzuführen und jeden Gegenstand abzuklopfen, ob er nicht doch an seinen Verästelungen einen Wassertropfen als Glasperle hängen hat. Vielen Dank. Schön auch die Dekoration hier, der Winterjasmin, der Herz hinten von der Boa. Das korrespondiert mit deinem Foto, ohne dass wir es ausgemacht haben. Okay. Rene Freund und Dominika Meindl, bitte auf das Podest. Rene Freund hat, so meines Wissens, mit Hans Eichhorn ab einem Beitrag für die Wiener Zeitung Kontakt gehabt. Eine Erinnerung wird ihm sicher auch ein Fisch fangen, weil das Thema angesprochen wurde, wo er mal das Pech oder Glück hatte, mit Hans auszufahren. Und da habt ihr, glaube ich, wie viel, 120? 182. 182 Reinanken und mit entsprechenden Ausnehmen und Schneiden etc. keine Details. Dominika Meindl ist auch relativ spät mit Hans Eichhorn in Kontakt gekommen hat, aber kann man sagen, in einer Weise geschätzt. Ja, was eigentlich sehr selbstverständlich war. Hans konnte man nur schätzen. Aber sie ist auch als Graz Autorenversammlung Mitveranstalter hier. Drum, man muss mich überladen. Und auch Präsidentin. Aber ich glaube, du hast dich auch mit ihm sehr gut verstanden. Ich weiß nicht, ob du beim Richard Wills damals bei diesem Fest warst, wo er so gut getanzt hat. Da ist auch so legendäre Tanzeinlagen von Hans Eichhorn. Nicht? Na schade. Das hast du versäumt. Bitteschön. Wie sie gehen. Ladies first. Rene Voll sagt Ladies first. Oder soll ich emanzipiert sein? Im Sinne des Matriarchats? Nein, rechtsmacht. Lassen wir uns nicht verzetteln. Dann schließe ich aber mit der Anekdote gleich, oder der anekdotischen Zugang zum Hans, muss man auf jeden Fall sagen, angesichts der Qualität seines Överes, muss man sagen, hätte er es gar nicht notwendig gehabt, dass er so liebenswürdig ist. Ich habe vor zwei oder drei Jahren, hat es der liebe Mitterndorfer Kurt geschafft, mir dieses Amt aufzuschwatzen, endgültig. Und ich habe mir gedacht, damit ich nicht als die Hochstaplerin entlarvt werde, die ich ja bin, und damit mich alle sehr gerne mögen, habe ich groß angekündigt, ich besuche euch alle daheim. Und ich mache eine Schamoffensive, also eine aufsuchende Gaf-Fürsorge. Ich bin für euch da als Präsidentin. Und jetzt muss ich zugeben, es war ein total schlauchiges Spiel, das ich getrieben habe, weil ich habe nur die besucht, am Almsee, die anderen beiden, wo ich am Hallstättersee. Und euch, und da möchte ich mich jetzt bei der Familie wirklich entschuldigen, dass wir sie so einen Hans herangewanzt haben. Nein, es war wirklich schön. Und ich habe jetzt auch nämlich an so einen glücklichen Sommertag gedacht, weil der Erwin gesagt hat, das ist ins Wasser eine Springer. Wir haben versucht, dass wir uns echt zumindest unterhalten durch eine besonders bescheuerte Arschbomben-Show. Ich möchte mich jetzt auch entschuldigen dafür. Jederzeit wieder, im Juli und im August. Ja, also ansonsten, wenn ich etwas übersehen habe von unseren Mitgliedern, die an Seen wohnen, abbewegen. Nein, so jetzt kommt der ernsthafte Teil. Ich werde nur einige Gedichte lesen, dass ich mich nicht verzettel. Über den Niederungen. Hans hat mir die Ehre zuteil werden lassen bei einer Gaff-Lesung im Theater Phoenix, dass er mich bittet, mit ihm zu lesen und hat mir das liebevoll aufgezeichnet, was ich zu lesen habe. Er wird jetzt dann selbstverständlich fehlen, weil es er einfach auch so schön gelesen hat. Die Hummel bepackt mit Blütenstaub, erntet die roten Stempelgräser ab, Blütenstaub. Erntet die roten Stempelgräser ab. Die Blätter der Kiwipflanze fächern im Morgenwind. Bist du's oder bist du's nicht? Als sei die Identität eine Frage des Selbstvertrauens. Ist die einzige Ortskenntnis ein heftig übers Papier wischender kleiner Finger, der die ausgefallenen Wimpern auf den Fliesen sichtet? Die nackten Füße strecken die Fühler aus, suchen Beruhigung im feinen Sand ein Hahnkret. Der Lärm des Durchzugsverkehrs macht die Räume dicht. Ein Sirenenton setzt den Farbtupfen. Leichen werden über den weißen Rand gekehrt, wohl nur um Rhythmus und Ton mehr oder weniger komplett zu machen. Wohlgemut verhungerst du mit deinem Rucksack-Schreibgerät, die abendfarbenen Wolkenhaufen suchen sich den ihnen gemäßen Blick, der auf und davon will und doch sitzen bleibt mit einem Vollmond, der mir nichts, dir nichts über den Püren hochsteigt. Was tun mit den Schläuchen, Zylindern, Nerostatürmen und Grautonensembles im Landschaftsweichbild. Ein Nachtfalter macht sich aus dem Staub, genau so, genau so und dann ab. Dankeschön. Ja, schönen guten Abend. Ich lese als erstes zwei Seiten aus Der Ruf, Die Reise, Das Wasser. Das ist erschienen im Jahr 1995, also ein ordentliches Frühwerk, kann man sagen. Ihnen rückt näher ein Warten in kurzen Hosen aus Glaswolle. Man hat sich auf etwas gefasst zu machen. Man hatte auf Türklinken, Luftballons, Eisenbahnzüge, Renaissance-Bauten und Sicherheitssirenen zu achten. Das Auseinanderstrebende sollte schlicht und einfach dastehen. Die Reise ist geplant, die Arbeit kann begonnen werden. Höchstens, dass eine Krankheit dazwischen kommt. Höchstens ein ungeschickter Tod. Davon weiß man nichts. Die Bücher sind aufgeschlagen. Die Tage sind lang. Die Kühlschränke geben den Takt an. Es muss ganz klare Anhaltspunkte geben. Etwa, dass die älteren Männer des Dorfes gerne Eisstock schießen. Ungefähr so müsste es weitergehen. Es ist eine Form zu finden, ein strukturelles Element, ein Gefäß, sodass einfach abgefüllt werden kann. Das ist alles. Ist es genug? Ist das Gefäß der Kontrapunkt, die Musikgeburt? Dinge herumzuwerfen, ihnen kleine Segel zu verpassen? Flitzen sie da mit den kleinen Segeln auf kleinen Landschaften herum? Das Ungeheuerliche der Landschaft und die eigenen kleinen Klumpfüße. Ausschreiten mit stinkenden Gummistiefeln, ehrwürdigen Baukulturblick, ein Gefäß herbeischaffen, in das einfach geschöpft wird. Hinabtauchen, ausschöpfen, das ist der Ausweg. Da genügt schon die Fahrkarte. Da kann man sich freuen. Das ist ein riesiges Renaissance-Mauerwerk mit unterschiedlichen Farben und Verwesungszuständen. Aber es ist ein Werkzeug. Es ist eine Schaufel. Es ist ein Krampen. Es wird umgegraben. Es wird aufgeworfen. Besteht ja bloß im Wegstecken, im Einpacken, im Verschwindenlassen. Jeder Eindruck, ein Abhandengekommenes, ein mitten im Blick Verlorengegangenes. Es soll nichts davon bleiben, so war es immer. Die Leugnung schlechthin, ein Augenschließen, ein die Sinne verkehrt herum machen, damit nichts aufkommt, damit es zu keiner wie immer gearteten Klarstellung kommt. Es darf nichts aufscheinen, nicht der geringste Anhaltspunkt sichtbar werden. Alles funktioniert nur auf Bankoscheck. Das heißt der Lebenskredit schlechthin. Jemand erklärt die parteipolitischen Zusammenhänge, jemand erörtert architektonische Konzepte, jemand spricht über Reformen, das Krankenanstaltengesetz betreffend. Weg damit! Unseglich auch das aufkeimende schlechte Gewissen, aber auch der hochfahrende Trotz. Eindrücke, Zustände, Tatsachen, ja, aber von selbst und wie unter fremdem Diktat und nie in taktischem Zusammenhang. Regelungen unter Umständen, Gedankenarbeit vielleicht, doch die Zuwächse ereignen sich außerhalb und betreffen womöglich ein verwittertes, altes Gartentor. Beim Öffnen quietscht es, beim Schließen ebenfalls. Ja, ich habe diesen Text ausgesucht, weil ich fand ihn sehr vital und auch ein bisschen wütend. Das hat man ja nicht so oft beim Hans Eichhorn und das hat mir gefallen daran. Ich habe ja seine Sachen und ich habe jetzt in meinem Regal neun Bücher gefunden, die übrigens alle, die das auch haben, werden es kennen, werden es kennen, mit Unterschriften, Widmungen, die auch beim besten Willen absolut unlesbar sind, aber es sind kleine Zeichnungen, so muss man es sehen irgendwie. Und ich habe immer wieder lachen müssen beim Lesen seiner Dinge und dann habe ich einmal gefragt, ob meine Heiterkeit normal ist angesichts seiner Werke. Und ich weiß noch den Satz, den er damals geantwortet hat, ich finde es eigentlich manchmal auch ganz lustig, hat er gesagt. Ja, es gab aber schon auch, muss man sagen, einen Hans Eichhorn ohne Humor, nämlich in einer Ausnahmesituation. Das war, wie er der Moor war. Der Moor, nämlich eine Moorschaft beim Eisstockschießen. Und ich kann mich daran erinnern, dass ich da wirklich plötzlich einen vor Ehrgeiz angespannten Mann gesehen habe, der schreiend auf dem Eis herumgelaufen ist und Anweisungen gegeben hat, der den Eisstock noch angeschrien hat, wenn der irgendwas Falsches gemacht hat. Also das war eine sehr außergewöhnliche Seite, die ich da auch miterleben durfte. Ja, und zum Anfang, du hast die Fische erwähnt, ich sage auch noch die Fische am Ende, also das war einer doch der legendärsten Fänge, wie ich im Nachhinein erfahren habe. 182 Rheinanken, es war Laichfischen, es war Dezember, es hatte minus drei Grad und Nebel am Attersee. Und wir ziehen an den Netzen und einen Fisch nach dem anderen und der Hans beginnt zuerst zu jammern und dann zu fluchen und dann sich richtig leid zu sehen und ich habe immer gesagt, was hast du denn, so ein toller Fang und so. Dann haben wir diese 182 Fische in der Fischerhaus bei Dezember Temperaturen bis Mitternacht geschubbt und ausgenommen und versorgt. Und wie ich heimgefahren bin, weiß ich noch, sind meine Hände so ballonartig angeschwollen und ich habe dann verstanden, dass er recht hatte, dass man ein bisschen jammern auch darf. Dankeschön. Nun sollte eigentlich Hans Höller, der inzwischen emeritierte Literaturprofessor aus Salzburg, lesen. Er ist leider verhindert, er konnte nicht kommen, aber Alfred Peter Tschatscha hat seinen schönen Text bekommen und wird ihn vortragen. Und Florian Huber wird aus dem Petruskomplex lesen. Ich weiß nicht, ob Florian Huber jetzt schon da ist. Ja, dann bitte ich dich herauszukommen. Er kennt Hans Eichhorn einmal von der Lektüre her, hat mit der Ruf Die Reise, das Wasser, aus dem gerade gelesen wurde, begonnen und hat ihn dann wiederholte Male hier im Stifterhaus bei Lesungen getroffen und in der Alten Schmiede in Wien und gemeinsam mit Hans und Christian Steinbacher hatte die Veranstaltungsreihe Werden Gedichte wie Häuser gebaut konzipiert und auch durchgeführt. Also zuerst. Ja, guten Abend. Ich habe mir gedacht, ich lese was aus Petrus Komplex, weil ich damit eine besondere Erinnerung mit Hans verbinde. weil ich damit eine besondere Erinnerung mit Hans verbinde. Ich habe ihn hier lesen gehört aus diesem Band 1998 und im Anschluss an viele Lesungen von Hans Eichhorn gab es hier immer etwas zu essen, nämlich Fisch aus der eigenen Fischerei. Und das klingt jetzt vielleicht trivial, aber das war für mich ein wichtiger Moment im Umgang mit Literatur und auch in der Begegnung mit dem Hans, dass Literatur nämlich immer auch eine soziale Dimension hat. Und das ist, glaube ich, etwas, das sich durch die Literatur vom Hans gezogen hat, dass Literatur auch ein Kommunikationsmittel ist. Und das ist vor allen Dingen nach diesen Lesungen in den Gesprächen auch immer spürbar geworden. Und durch den Umstand, dass der Hans über die Literatur hinaus sein Publikum noch beschenkt hat mit diesem Fisch. Da wird das, glaube ich, besonders eindrücklich. In Petrus' Komplex spielt der Fisch durchaus auch eine Rolle. Das steckt ja schon im Titel, vor allen Dingen auch das Wasser. Und in diesem Text, den ich lese, der stammt aus dem Abschnitt Lebendköder, schießen, glaube ich, auch die Motive zusammen, die das Werk von Hans insgesamt geprägt haben. Was mich vor allen Dingen immer beeindruckt hat an diesem Werk, ist dieser Zug ins Synesthetische. Und das Schöne an diesen Synesthesien ist, dass die nicht nur beschrieben werden, sondern dass die auf eine gewisse Weise, finde ich, auch verlebendigt werden in der Lektüre der Texte. Dass diese Texte tatsächlich auch etwas mit einem tun, dass sie tatsächlich auch körperlich spürbar werden, dass sie auch einen bestimmten Klang entfalten, der, glaube ich, auch jenseits der Stimme von Hans sich mitteilt, wenn man diese Texte liest. Insofern hoffe ich auch, dass ich den richtigen Atem finde für diesen Text. Die Texte haben, glaube ich, auch etwas sehr Atemloses und das ist vielleicht auch der Widerspruch, der mich am meisten begeistert hat im Umgang mit dem Hans, dass der Hans selbst eine große Ruhe ausgestrahlt hat, dass er immer sehr präzise und sehr abwägend über Literatur gesprochen hat, die Literatur aber umgekehrt wenigstens seiner eigene immer auch so einen Zug entfaltet hat, so ein unglaubliches Tempo vorgelegt hat. Das abgelaufene Leben darf nicht, sage es umgekehrt und hinein durch, diese eichenfornierte Tür, diese Wut, Anklage, dieser Tropenhimmel, rote Zungenspitze, diese Haut und hingekrümmt, Haut und hingekrümmt, sagt den verkrochenen Blick die vielen nie gezeigten Zuneigungen, wir da hingestreckt und ein feingezeichnetes Gesicht, endlich gewusst warum, Anblick, endlich erfahren, sag es, ganz weit weg unter den Frühlingsblumen, dem grün und dem neu gemachten Dottergelb dieses Leben. Kriegsjugend, sofortiger Tod des einzig Geliebten, sagt diese Faust die Tränen, hier schon umgedreht, dass da kein Urteil, sondern ein Beginnen, auch am Ende, sag es verkehrt herum, weil sonst die Lüge das Metermaß, dabei der Rhythmus hier, die eingefallenen Wangen, hohlkreuz das Stirn, die dunklen Augenbäuche, Masse, das Stocken, dann die härteste Arbeit, Lastvieh, schlaflos, krumm und gepeitscht. dieser Mühsal, alles so verkehrt herum und eine Enttäuschung nach der anderen. Geballte Faust, so weit weg und niedergehockt, selbst die Sprache aufgezogen als Lack, Schutzmittel, Verwandlungsinstrument, darunter alles erstickt. Sage es mit dunstigem Nebel über dem Wasser, den verschlissenen Arbeitshandschuhen, den verkniffenen Augenschlitzen. War nicht immer so. Kein Urteil, vielleicht auch die Wut aufgesetzt, will es sagen, so weit weg ohne Schrecken, mit keinem Mund, sondern mit den Wimpern, den Fingernägeln. Das gemähte Gras am Hang, das Heu, der Sonnenaufgang, die Sommermorgen, der Schweiß, die Kälte, dieses Zu-viel, dann offensichtliche Ruhestellung erzwungen, mit jeder sich zusammengrallenden Körperzelle und genau da noch das Sagen als einem abgelebten Hinterhereilendes, zusammengenommen für diese Tafel, das leiser werdende Schmerzstöhnen und die Krähe zum überlauten Weckergehacke, Zeitfluss, das dauernd unterdrückte, doch herauskommen auf dich hin, hier gelöst in der gegriffenen Hand, dem ergriffenen Körper, die alles jetzt berührende, herumgeisternde Leichtigkeitsseele. Mit dem Einkaufskorb daneben, das Weitergehende, das Darüber-Hinaus-Wissen und schon darauf zugehen, auf das eigene Hiergesehen, zu Ende gebracht. und schon darauf zugehen, auf das eigene hier gesehen, zu Ende gebracht. Vereinzelt, möglichst weit weg, dieses Abgleiten in die Lufttaubheit, schon Unberührbarkeit bis hin zur Hand, auf der Bettkante liegend, die Glaswand blitzschnell hochgezogen, sodass du als Beschauer sitzen bleibst, das Letzte im Atmen, im Geflüster, vielleicht die List, doch noch etwas zu behalten vom Lebendigen und einzuspannen als den Stein, aus dem das Wasser geschlagen wird, das Heraussprudelnde, zuletzt also das Wasser, das Zurückkommen, ein Auswässern, wie weiter, die Schweißnaht des Sagens, umgekehrt von weit weg als List über die Schnittstelle, abgelebt, beginnen, darauf, dadurch, da weiter. Hans Höller hat mir vorgestern ein Mail geschickt, er ist erkrankt, er hat geschrieben, er ist wieder einmal erkrankt, er hat sehr große Schwierigkeiten mit dem Rückgrat und hat sehr große Schmerzen und hat mich gebeten, seinen Beitrag vorzulesen. Ich hätte gern ein paar einleitende Worte zu dem gewählten Schlussgedicht aus dem Band Logenplatz Sommerseegedichte 2010 gesagt. Der Logenplatz ist der Platz des Dichters unter dem Dachgiebel. Das Haus liegt an der stark befahrenen Uferstraße des Attersees. Stark befahren ist sie zwischen fünf und sechs Uhr in der Früh, weil um sechs sie in der Lenzinger Fabrik Schichtwechsel ist und hunderte Arbeiterinnen und Arbeiter aus der weiteren Umgebung zur Arbeit unterwegs sind. Im Gedicht geht es also nicht nur um ein touristisches Sommeridyll. Vom Logenplatz unter dem Dach sieht der Dichter im Osten den fernen Schlot der Fabrik. Im aufsteigenden Qualm bricht sich das Licht der aufgehenden Sonne. Das Gedicht erweckt mit den sprachlichen Zeichen für die Lichteffekte und für Geräusche und Tierlaute und für die Farbenlehre eines beginnenden Sommertages die Vorstellung einer Opernaufführung. Aber es ist auch zugleich eine aufmerksame Sozialstudie, in der eine feine Ironie mitspielt, wenn man an die alten eichendorfschen Bilder des am Fenster stehenden Dichters denkt denkt das posthorn gehört der vergangenheit an und an die stelle der postkutsche sind die schichtarbeiterbusse getreten im ausgewählten letzten gedicht haben die tiere und der natur laut noch immer ihren morgendlichen auftritt hans eichhorn Enten melden sich zu Wort und schwärmen aus. Mordsgezetter, warum nur? Wo bleibt die Krähe? Das Orange ist verschwunden, die Weite des Horizonts noch weiter. Ein Grau-Violett legt sich als Schleier über den östlichen Landgürtel. Der Lenzing-Rauch bildet plötzlich Blaugrün. Helle Wolkensplitter weisen den Sonnenaufgang. Venus, ein Winzling, Grähe fehlt. Schicht, Arbeiterbus fährt um die Kurve, ein Autokneifen ins Licht, ein Augenkneifen ins Licht. Das Fischerboot zieht ab. Die Soufflöse flüstert, Auftritt Grähe. Endlich ist sie da. Der Nebelvorhang fällt, der Logenplatz wird geräumt. Das letzte Mal habe ich Hans bei Kurt Palm getroffen in Litzlberg, da war auch die Elisabeth dabei. Wir sind lange am Tisch auf der Terrasse beisammengesessen. Dieser Nachmittag erscheint mir in der Erinnerung wie ein einziges stilles Beisammensitzen. Wahrscheinlicher aber ist, dass Hans und Kurt von Fischen erzählt haben, er von Fischen in See, Kurt von den Flüssen der Vöckler vor allem. Und weil die Vöckler mein Kindheitsfluss ist, blieb mir in Erinnerung, dass von Adalbert Stifter die Rede war, der die Vöcklerforelle auf seiner inneren Speisekarte einen besonderen ehrenvollen Platz zugewiesen hatte. Die wirklichen, auch nur imaginären Begegnungen mit Hans fanden in der allen Attersee-Landschaft statt. Wenn ich mit dem Auto von Vöcklerbruck nach Salzburg fuhr, nehme ich auch heute noch fast nie die Autobahnauffahrt in Seewalchen, sondern fahre den See entlang bis in den Ort Attersee, dann erst nach Norden. Früher, als meine Kinder noch jünger waren, sagte ich vor dem Vorbeigehen an seinem Haus, jetzt fahren wir bei einem Dichter vorbei, vielleicht seht ihr ihn. Es ist ein großes Haus, das nicht am Attersee-Tourismus Anteil nimmt. Wenn ich jetzt nach dem Tod des Schriftstellers am Haus vorbeikomme, sieht es aus, als wäre es selber traurig. Die Fischerhütte sieht man nicht gut wegen des lebenden Zauns, der sie von der Straße trennt. Aber einmal bin ich dort vor der Fischerhütte dem Hans begegnet. Es war in der wirklicheren Welt der Literatur, es war in der wirklicheren Wirklichkeit der Literatur, als ich Richard Walsh, die Errarium des Jahres 2020, las. Es ist mir dieses Erinnerungsbild zu Herzen gegangen, wie es eben nur die Literatur zu Wege bringt. Unter dem Datum Mittwoch, 2. September 2020, fand ich eine Fotografie von ihm, Bildunterschrift Hans Eichhorn am See 2002. Ich weiß nicht, ob das ein Vertipp ist oder 2020 heißen muss. Ja, 2002. Der See, an dem sich die Erinnerung an Hans einstellte, ist der Hallstätter See. Der Tagebucheintrag dazu ist einer der Texte in Walls Buch, die mit kleinen persönlichen Hinweisen Menschen würdigen oder Dinge und Ereignisse vergegenwärtigen, um sie vor dem Vergessen zu retten. Zitat. du zählst zu riechen, das leise Klicken der Kiesel am Ufer, das Plätschern von Wellen unter den von Polen getragenen Pfosten eines Landungsstegs zu hören, lässt stets unwillkürlich Bilder von dir, oh Hans, entstehen, wie du zum Bootshaus gehst, in Stiefeln, die Schultern etwas hochgezogen und den Oberkörper leicht nach vorne gebeugt, so als hättest du Gegenwind. Bitte Ludwig Hartinger, der mich gestern freundlicherweise noch angerufen hat. Und jetzt improvisiere ich die Magi-China, meine Frau kommt nicht. Und zwar, sie ist relativ labil derzeit gesundheitlich und hätte aus Ungeboren gelesen. Und ich nehme die Gelegenheit, war dann kurz zwei Anekdoten zu erzählen an ihrer Stelle. Aber Ludwig, jetzt bist du halt allein, es tut mir leid. Der Peter Rotterhaus hat sich entschuldigt, weil er aus prinzipiellen steigenden Omikron-Zahlen gesagt hat, er macht grundsätzlich jetzt keine Reisen mehr und das akzeptiere ich natürlich, das akzeptieren wir auch als Pistoleit alleine. Ich bin ganz und gar nicht alleine. Als Wortladenstreicher ist man in Hans Eichhörns Werk schon über Jahre so tief eingegangen und eingetaucht. Ich habe eine sehr rührende Empfindung des heutigen Abends. Es ist ein so feines Umkreisen um die Orte, die Gesten und den Sinn eines Dichters. Und ich kann einfach nur sagen, die Empfindung ist, es ist ein feinsinnig Subvers für Vers, seine Serenität, die aufstrahlt, die man hier spüren kann, die einen ganzen Raum füllt. Und in dem einfach auch ganz und gar keine Geschichterln aufgehen, sondern eben die Geschichte dieses Dichters. Und ich kenne ihn seit seiner ersten Bücher und uns hat ganz gleich am Anfang seine unglaubliche Neugierde für Orte, für orfische Orte, Orte, in denen die Dinge aufgehen, in denen die Worte aufgehen. Und ich habe ihm erzählt von meiner orfischen Landschaft im slowenischen Garst. Das hat ihn so interessiert, so fasziniert. Er hat diese Landschaft dann auch besucht, auch meine Übersetzung in das slowenische Dichtestretschko Kosovo. Und so macht es mich auch. Also wir haben uns dann bei fast allen Lesungen, wenn er im Umkreis von 700 Kilometern gelesen hat, bin ich anwesend gewesen. Ob es da unter den Hängen der Worte in Rauris ist oder auch hier in diesem Haus, oder auch die Ehre, die ich ein paar Mal hatte, ihn am See zu sehen. Es hat mich gefreut, dass er dann einmal ein Gedicht geschrieben hat, das mich sofort an meinen Cast erinnert hat. Wächst zwischen den Steinen den Hügel hinauf, je karger der boden desto trotziger behauptet er sich die losen scheppenden steine rotbraune erde bohrer fegt die gräser flach die kappe fliegt auf und davon katzen scheu und hungrig der delfin ste, rollt den Rücken, die flinke Flosse lacht. Faucht der Wind im Eschen- und Weidengezweig, scheppern die Jalousien und die Fichte am Ende des Friedhofs vollführt ihren Tanz. Ist es ein Winken, ist es ein Liebeugeln mit der unentschuldbaren Metaphorik des Winkens? Ist es die wilde, die letzten Herbstblätter hochwirbelnde Luft, die im Reagenzglas des Blicks sich austobt bis weit hinein ins Gebirgstal, wo der Schnee das Auge begrenzt und rundet, während die graufetzigen Wolken darüber hinweg zischen. Vielleicht aus dem Buch, in dem wunderbare Bilder, eben eines dieser Orte von ihm ist dieses Bootshaus, diese Bretterplanken, wie gar immer seine nassen Sohlen aufgetrocknet sind, bevor er dann in das Boot gestiegen ist. Und wenn es vielleicht so ist, dass in den Lichthof der Worte der Dichter eigentlich nur barfuß am leichtesten und leisesten geht, dann habe ich einmal erlebt, wie der Wortefischer, ich durfte einmal mit ihm auch eben ausfahren, und habe den Lichtdanz der Füße eines Fischers beobachten können im Boot. Das war ein Fischershuffle, dieses genau hin und her Tanzen der Füße und dieses Netz in der Hand und dann noch die Worte, da schau, dieses kurze Innehalten, bevor er das Netz ganz herausgezogen hat, da sagt er, da schau, siehst du es, siehst du das Schimmern. Und dann sagt er aber auch manchmal, ja, er ist davon. Also so mancher ist durch die Maschen geschlüpft. Und da hat er auch wieder dieses, zu dieser subversiven Serenität hat er auch immer diese Allegria des Scheiterns, auch bei diesen Fischen. Das konnte ich dort erleben einmal und aus diesem Buch, wo eben diese schönen Bilder auch drinnen sind. Erst als der Geistesmarkt sich öffnet, Mehl und Grieß und Blankferse und Blankaale zu den Requisiten gezählt werden, erst dann knöpfst du dir die Schuhbänder auf und tirillierst aus heiterem Himmel. Auf dem Bildschirm steht eine ganze Welt zur Verfügung, die nicht satt macht, ist die billige Ausrede. Dass sie dich auszehrt, ist die noch billigere Erkenntnis. Nichts kann dir etwas anhaben. Du nimmst die Autobahn und legst einen Zahn zu. Du schenkst dir ein Glas Bordolino ein und redest davon noch Jahre danach. Der Camembert riecht nach männlichem Samen. Auch das will gelernt sein. Das Kettensäge-Benzin-Gemisch ist in der Garage gelagert. Auch damit ist etwas anzufangen. Schiefergestein wird am Hausberg herausgebrochen und darauf setzt du deine Schrift. Ein Querfeld ein hellster Umtriebe. Lieber Hans, ich weiß nicht, ob wir noch einmal ausfahren können, aber wir werden noch weiter eintauchen in deinen Wörtersee und in deine Bilder mehr. Adieu. Jetzt kommt Magi Scheiner, die vertrete ich jetzt und der Klaus Kostadetoi, bitte. Klaus Kostadeteu hat mit Hans in der Edition Sommerfrische, die im Verlagskomplex von Richard Pils, Bibliothek der Provinz, auch untergebracht ist und immer auch vertreten ist in den Prospekten, viele Bücher gemacht. Er ist bei mir berufsbedingt ein bisschen gefürchtet, weil er einer der wenigen ist, wenn man sich was fragt, nichts sagt. Ich kann mich dann eine Buchpräsentation in Erdersee, da war die Sage ja, nein, das war das Maximum an Worthülse, aber es ist passt schon. Ich würde jetzt trotzdem bitten, dass du deinen Beitrag darbietest. Gerne. Ich lese noch ein ganz kurzes Gedicht und dann erzähle ich vielleicht ein bisschen was. Die Mücken schwirren in der Februarsonne auf und nieder. Die Wiese beginnt zu dampfen. Die Katze langgestreckt auf dem gewärmten Stein. Zu euch gesprochen, ihr Sportjournalisten, die Körpersprache stimmt. Jo. Ich habe mit Hans einige Bücher gemacht. einige Bücher gemacht. Vielleicht dieses, wie wir da gearbeitet haben oder wie er da gearbeitet hat. Grundsätzlich, wenn man zum Beispiel da in dem Treibgut, das wir gemeinsam gemacht haben, ist er im Boot gesessen und hat notiert. Er hat immer so A5- Notizbücher gehabt, die hat er querformatig dann beschriftet und hat da notiert, wer jemals eine Handschrift von Hans versucht hat zu entziffern, weiß, wovon ich spreche. Und ich habe ihm dann immer dazugeschaut und dann sage ich, irgendwann sage ich zum Hans, und du kannst es lesen. Na ja, hat er dann gesagt, meistens bringe ich es zusammen. Er hat die dann reingeschrieben im Computer und ich habe dann die Lehrart gemacht. und ich habe dann die Lehre gemacht und da hat er bei diesen Reinschriften, die waren eigentlich sehr konkret und sehr formatiert, aber ganz eigenwillig formatiert, er hat unterschiedlich, manchmal waren Leerzeilen dazwischen, dann waren keine Leerzeilen dazwischen, dann waren sie in Blöcke gefasst, obwohl es eigentlich nicht unbedingt notwendig gewesen wäre, man hätte so ein ganzes. Und dann habe ich das besprochen, wo denn da sein System wäre, wie er das jetzt sieht. Und er hat dann eigentlich nur gesagt, das Wichtigste ist, es schaut gefällig aus. das schaut gefällig aus. Und ich habe dann eben versucht, das zu verändern und bin dann zu dem Schluss gekommen, das wird genauso gelassen, wie er das vorgesehen hat. Das war so mein Zugang zu seiner Arbeit. Ja, die Margit wollte eben lesen aus Ungeboren, ist ein bisschen indisponiert gewesen. Ich erzähle kurz zwei Anekdoten, ich bin Lehrer in Anekdoten erzählen, sehr schlecht, weil meine Bekannten immer sagen, wo die Pointe ist, weiß ich jetzt nicht, ich hoffe, es gelingt mir. Zwei Erlebnisse. Ich war mal bei den Eichhörns, eines der schönsten Erlebnisse, immer bei den Eichhörns im Haus zu sein und bin dann mit dem Auto weggefahren. Sie mussten auch wegfahren und offensichtlich haben wir uns dann wieder getroffen auf einer Tankstelle in Sivalchen. Und zwar kurz, ich bin zwar vorher weggefahren, habe aber dann vor der Autobahnauffahrt auf die Autobahn gemerkt, dass der Benzinstand doch ein bisschen gering ist und bin wieder zurückgefahren. Und Elisabeth und Hans sind mit ihrem Auto bei der Zapfsäule gestanden und haben gerade die Zapfhahn vom Auto in die Zapfsäule zurückgesteckt. Also sie haben offensichtlich gedankt. Und ich von hinten, hallo, wir sehen uns dann noch einmal. Und der Hahn sagt, entschuldige, ich wollte dir noch etwas geben, habe vergessen. Und hat den Kofferraum hinten aufgemacht und hat einen Seezwetschgen-Schnaps, Seezwetschge hat er mir gegeben. Offensichtlich hat er vergessen gehabt, mir diese Seezwetschge zu geben. Ein wunderbarer Schnaps. Leider habe ich ihn schon ausgetrunken. Und jetzt kommt die Pointe. Ich hoffe, ich kriege sie hin. Bin ganz aufgeregt. Er gibt mir diesen Schnaps. Ich sage, das ist ja nicht notwendig. Ich bin ja nicht entschuldigt, weil ich dem immer was zahlen will. Natürlich nicht. Und irgendwie sind sie halt gefahren. Und ich habe den Schnaps in der Hand gehabt, habe gedankt und habe mir gedacht, komisch, die haben da jetzt nicht zahlt. Die haben nicht zahlt. Die haben nicht zahlt. Dann habe ich sie angerufen mit dem Handy. Ich habe gesagt, ich muss nur sagen, ihr habt es zum Zollen vergessen. Das war ein Erlebnis. Und sie sind natürlich zurückgekommen und haben mir nachher erzählt, die Tankwartin hat das gar nicht gemerkt. Es war ein klassischer Feuer, nicht notwendig. Und das zweite Erlebnis ist ein biblisches. Das ist wirklich unglaublich, das ist nur schwieriger zu erzählen. Ich könnte es jetzt von hinten auf, ja, ich ziehe es von hinten auf. Nein, das ist blöd. Ich ziehe es von vorne auf. Ich habe mit dem Hubert Havel, das ist der technische Leiter vom ORF, der ist mit mir mal Segeln gewesen am Attersee und ich habe mein Boot auch bei den Eichhörns gehabt. Wir wollten ursprünglich ein Segelboot von der Segelschule Attersee mieten. Der Segelschullehrer hat gesagt, jetzt kommt ein Sturm, wir vermieten heute keine Segelboote. Jetzt sind wir aber schon am Attersee gewesen, der Hubert und ich, und haben dann mit der Jolle, die beim Hans nach wie vor im Fischerhäusl, das Problem müssen wir irgendwie regeln, das geht dann nicht so weiter, jedenfalls oben hängt es seit 30 Jahren oder weiß nicht wie lange, jedenfalls sind wir mit der Jolle gesegelt. Es war wenig Wind, aber es war Wind. Und beim Aufkreuzen von Seewalchen haben wir den Steg, wie soll ich sagen, um eine Viertellänge nicht erwischt. Haben aber gewusst, irgendwann kommt ein Sturm, aber das war so im Raum stehend. Und haben nochmal aufgekreuzt und jetzt kommt der Wahnsinn. Wir sehen, ich weiß nicht, wie viele Minuten das war, wir sehen von unter Acht kommend, also das ist jetzt nicht erfunden, einen Vorhang, wahrscheinlich 800 Meter hoch, mit Regen von unterach kommend und mit einer streuselnden, mit einer kreuselnden Wasseroberfläche, so wie ein Tsunami nur nicht vom Wasser unten, sondern vom Himmel runter. Wir haben hingestarrt, die Wand ist immer näher gekommen, also das hast du gesehen, da im Wasser, immer näher, immer näher gekommen, also das hast du gesehen, da im Wasser, immer näher, immer näher, diese Wasserfontänen sind da runtergekommen, die Gräusel immer näher, wir waren ziemlich am Ufer schon, aber es hat einen Duscher gemacht, es hat uns das vorgesegelt, da war so ein Karabiner drin, das hat es zerfetzt, das hat den Haus ausgekaut, das segelt, also Puff, kennt man es immerfetzt, den hat es ausgekaut, das segelt, also puff, kennt er es immer glücklicherweise nicht und stell dir vor, in diesem Unwetter plötzlich eine Jolle mit einem Mann, einem Hut, Mantel, ganz ruhig, mit einem Motor, der muss uns, der Hans muss uns schon beobachtet haben, also der hat sich gesehen, da kommt was Schierstes auf. Wie in der Bibel, hat uns der gerettet und hat uns abgeschleppt. Aber das war so ein ungeheures Erlebnis, das musste ich jetzt unterbringen. Danke. So, als letztes Lesepaar darf ich Till Mayrhofer und Richard Pils auf die Bühne bitten. Till Meyerhofer schätzt Hans außerordentlich und er behauptet, dass er einer derjenigen sei, die fast zur Gänze gelesen haben. Ich glaube, inzwischen kann man, werden es mehr sein. werden es mehr sein. Und Richard Pils ist Hans Eichhorns Verleger der ersten und letzten Stunde sozusagen. Er hat ihn über viele Jahrzehnte als Verleger begleitet. Wie meinen Beitrag zum heutigen Abend für Hans zu beenden, ist mir von Hans vorgegeben. Wie aber und womit die der Gebotenen Kürze beginnen. Denn das Glück ist ein chronischer Schmerz, lautete ein über zwei Jahre von 1996 bis 1998 Hans begleitender Essay von mir, vor allem zur Lektüre von der Ruf, die Reise, das Wasser, aus dem heute schon gelesen wurde. Noch mehrere Jahre danach, Hans hatte bei Residenz Fuß gefasst und in der Bibliothek der Provinz seinen treuersten Verleger, der jetzt neben mir sitzt, gefunden, meinte er in unseren Gesprächen oft, was du schon alles geschrieben hast, Till, auf deine Seitenzahl gesammelter Werke werde ich nie kommen. Und dann auf meinen Blick hin, er war ja auch Zeichner bzw. bildender Künstler, weil ich vermutlich so geschaut habe, wie man das nur österreichischen Humoristen nachsagt, in schallendes Gelächter auszubrechen. Ich habe Hans nur mit mir und wenn wir zu zweit waren, jeweils so herzhaft lachen gesehen. Jetzt, am 29.02.2020, an einem Schalttag, ist Hans tot. Und etwa zwei Monate später notiere ich, sein Opus Magnum fasst das große Haus in Händen. Wie schafft er es, dass ich plötzlich mit wachsender Spannung seine Prosa lese? A. Er stirbt. B. Er baut als Narrativ bzw. einen roten Faden ein junges Paar, auch davon haben wir schon gehört, Clara und Engelbert, wie ein Versatzstück ein und übt sich ähnlich auch häufiger als jemals in Selbstironie. Etwas, das diese Prose so lesenswert macht wie Hans' Liebenswertzeitlebens. Denn diese neue Prose bietet viel kreativen Raum. Mehr als frühere Texte, darin doch ein bis in die materiellen Details, selbst wenn in der sich dafür legitimierenden Mundart dominierender Ernst oft überwog. Auch wenn das vermutlich nicht immer unbedingt der Absicht des Autors entsprach. So komme ich jetzt zu meiner Leseprobe. sprach. So komme ich jetzt zu meiner Leseprobe. Der Home-Trainer hebt die Arme beschwörend über den Kopf. Anstatt sich tatsächlich ins Arbeitsleben zu stürzen, immer bloß die Idee von Arbeit, immer bloß die Vorstellung von einem arbeitsreichen Leben. Der Bau eines Hauses bedarf ja nicht nur einer sehr genauen, konzeptionellen, strukturellen und finanztechnischen Planung. Er muss auch die Verwaltung und die Nachhaltigkeit des Baus klären. Hier stimmt nichts. Hier wird ein Hohntrainer mit beschwörenden, erhobenen Händen, Plastikgriffen als Momentaufnahme präsentiert. Der zündende Funke ist keiner, ist nur das Wort vom zündenden Funken, ist nicht nur das Wort vom zündenden Funken, ist nicht einmal das Wort vom zündenden Funken, ist nur der Abklatsch vom Wort vom zündenden Funken. Die Gräber wollen der Reihe nach besucht werden, hast du einmal gesagt, Engelbert, aber das war ganz und gar unbedacht gesagt, so der Bruder schriftlich, denn um welche Gräber handelt es sich? Ich weiß, du hast die Eltern gemeint, aber auch den Onkel, ferner Bekannte, der Familie etc. etc. Was soll das heißen? Die Gräber als unsere Vergangenheit, als unsere Zukunft sollen besucht werden. Was heißt das schon anderes als? Ich kann es nicht besser sagen, ich wage es nicht, es besser zu sagen. Ich will durch eine wortwörtliche Aufforderung zum Besuch der Gräber als unserer Vergangenheit, unserer Zukunft, das Todeswissen einmahnen? Was für eine Unbedachtheit, Unbedarftheit, was für eine Zeitverschwendung und künstliche Melancholie und was für ein Schlendern des Wegsehens und Nichtsehens und lauwarmer Verzehr des Schweinebratens, den die Wirtin des Ausflugsgasthauses zubereitet hat. Nein, du wirst niemals einen Neubau oder Umbau verwirklichen. Du wirst auch nicht den Neu- oder Umbau mit deiner ganzen Kraft und Energie bis ins Detail planen und die Pläne ausführen lassen, sondern du wirst es wieder nur bei ein paar Stichwörtern belassen. Du kennst diesen und jenen, du kennst diese und jene. Du bist spontan. Endlich sprudelst du über vor Worten. Du bringst die Worte zur Sprache. Du verstehst die zur Sprache gebrachten Worte als dein Selbstbewusstsein, an dem es dir gemangelt hat. Jetzt höre ich auch noch ein Du, obwohl ich ein Ich bin, das als Er gemeint ist und das sich bemüßigt fühlt, Engelbert und Carla herbeizuzitieren, wann immer es ihm beliebt. Ein Ich als ein Er oder ein Du und mündet in Engelbert und Carla. So könnten die meisten sich das vorstellen, während einige vielleicht skeptisch bleiben und sich fragen, warum versteckt er sich hinter mehreren Personalpronomen und verschiedenen Namen? Nachdem diese Frage schon unzählige Male abgehandelt wurde, sowohl von der Grammatik her als auch von der Psychologie, darf auch eine Resignation keine Überraschung sein. Ich ist freilich ein Hilfskonstrukt und alles, was dieses Hilfskonstrukt in die Welt setzt, ist nichts weiter als eine Folge von Hilfskonstrukten. Und so lässt sich das Vorhaben ohne weiteres bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag fortsetzen. Trotzdem belassen wir es lieber bei diesen Unsicherheiten und nehmen wir lieber an, es könnte sich tatsächlich einmal jemand in naher oder sehr ferner Zukunft mit diesem Ich oder Du oder Er oder Carla, Clara bzw. Engelbert identifizieren und sei es zum Schein, spielerisch sozusagen, und wächst dann immer mehr in diese Rolle hinein, bis er, du, es, wir, Onkel Bert, Carla oder Clara plötzlich ein Eigenleben anmelden und wie von sich selbst zu erzählen und zu berichten beginnen. Diese Hoffnung, diese Möglichkeit, auch wenn noch so vieles dagegen spricht, wollen wir aufrechterhalten. Und ich sagte schon, wir haben gute Gründe dafür. Das All muss voll sein, dank der schon unzählbar vielen Verstorbenen, auch voller Geist oder Geisteswesen, darin eine Vielzahl auch begeisterte Leserinnen und Leser sind. Und darunter vielleicht auch du, auf mich wartend, Hans. Gemäß deiner Widmung, die ich glücklicherweise lesen konnte, die Ansichtskarten verwesen, sehr herzlich für Till. Aus diesem Gedicht, Sonnengesicht, aus dem Band Morgenoper, möchte ich Ihnen den betreffenden Text als Abschluss vorlesen. Sonnengesicht. Die bestellte Hochsommerwärme, die dahinfliegenden Luftballone, Fleischfliegen brauchen nicht nach dem Weg zu fragen, die Wespen hüpfen, die Ansichtskarten verwesen. Der Seespiegel sinkt, am anderen Ufer springen die Athleten ins Wasser und schwimmen um die Wette. Dankeschön. Jetzt zwei Kleinigkeiten, dass ich nur nicht vergesse. Die Technik möge bitte während wir da jetzt arbeiten, mir den zweiten Cut einstellen, vorbereiten für die nachträglich eingespielte zweiten Cut. Da verdippe ich mich hundertprozentig. Das weiß ich jetzt schon drum. Sage ich der Technik das jetzt schon. Jetzt kommt das Attertheater Lesesee. Kurze Frage, wie seid ihr auf diese Idee gekommen, Hans Eichhorn so in einer Art opernhaften Dramaturgie öfter vortragen zu wollen? Die Idee kam von Hans. Hans, es ging um die Präsentation seines ersten Tramoulette-Bandes bei Ludwig Bichler in, ich weiß jetzt nicht, wie das heißt, in der Dickau, also am Ortsende von Attersee Richtung Nussdorf. haben sich dann Ursula Meyer-Rabler, Andrea Holz-Dahnstedt, damals der Fritz Göschl, der Hans Eichhorn und ich zusammengefunden. Und das Lustige war, weil ich bin ja eigentlich als Literaturwissenschaftlerin immer Dramaturgin in vielen Projekten. Und er wollte da aber die Dramaturgie machen und ich sollte die Regie machen, was jetzt nicht so auffällig war, weil eigentlich Andrea und Ursula und Fritz wirklich Lesertalente sind und Hans und ich sind dann irgendwie so ein bisschen mitgeschwommen. Und das Lustige war, dass der Hans immer aus seinen eigenen Texten rausgefallen ist. Also er hat mit den Farben vorhanden. Ich glaube, er hat während dem Lesen so viel darüber nachgedacht, hat auch Lachkrämpfe bekommen. Es war immer sehr, sehr lustig jedenfalls. Und ja, so ist das entstanden. Wir haben dann nicht nur seine Tramonette gelesen, sondern hier auch in dieser Veranstaltungsreihe sind Gedichte wie Häuser gebaut, haben wir immer von Hans ausgewählte Gedichte dreimal gelesen, einmal vom Auto der Autorin Pfalz anwesend und zweimal in Variationen mit verteilten Rollen, chorisch, von hinten nach vorne. Also wir haben da ganz viele verschiedene Zugänge gefunden und mich hat es immer gewundert, dass das Publikum wirklich bei dreimal variieren, ein und dasselbe Gedicht auch dabei geblieben ist. Und ja, wir haben dann auch begonnen, aus der Prosa seine inneren Dialoge herauszuholen und dialogisch zu lesen. Und heute, da eben leider, also Hans, das wissen wir, nicht mehr bei uns ist, aber leider auch Fritz Göschl nicht mehr und Erich Weidinger verhindert ist, Behindert ist Paul Weidenhofer, der eingesprungen ist und Andrea Holst-Dahnstedt leider in Quarantäne sich befinden, haben wir heute Alfred Peter Tschatscher in seiner unendlichen Spontanität dafür begeistern können, mit uns zu lesen. Danke. Was ich gerne mache. Eine Bitte noch, das ist jetzt organisatorisch. Danke. fährt mit dieser Person mit, es handelt sich um die Waltraud Seidelhofer, die ich gerne abgeholt habe heute und ich auch gerne wieder zurückbringen will. Aber sollte sich jemand in die Richtung bewegen, um die Waltraud wäre einverstanden, dann würde ich sie vorsichtig übergeben, aber wie gesagt, ich fahre sie auch gerne persönlich heim, weil das ist ein Prinzip von mir. Heimbringen, abholen, das wollen wir. Gut, also die Technik, glaube ich, habe ich Ihnen missverständlich ausgedrückt. Katz 2 bitte vorbereiten, nachdem wir da die Lesung beenden. Drücke ich nämlich sonst hundertprozentig falsch wohin. Also wir sind jetzt in fünft Besetzung, oder? Ja, nach der Fachtbesetzung. Aus Handlungsbedarf, aus dem Jahr 2011, über die Wahrheit. Es regnet. Es schneit. Es schneit seit Tagen die Sonne. Es scheint untertags seit Tagen die Sonne. Nachts scheint der Mond. Seit Tagen scheint nachts der Mond. Nachts scheint seit Tagen der Mond, auch wenn er nicht zu sehen ist. Der Mond scheint nicht. Nur die Sonne scheint. Nicht einmal die Sonne scheint. Es scheint alles nur so. Es regnet. Es ist kalt geworden. Es regnet seit Tagen. Ab und zu hört der Regen auf. Dann scheint die Sonne. Nicht immer scheint die Sonne, wenn der Regen aufhört. Es bleibt bewölkt. Es glänzen die Wasserperlen an den Kirschbaumblättern. Ich weiß, dass es nicht schneit. Es regnet. Warum hast du dann gesagt, dass es schneit? Ist mir herausgerutscht. Es scheint doch seit Tagen nicht die Sonne. Doch, seit Tagen scheint immer wieder einmal die Sonne. Immer wieder einmal, das ist aber ganz etwas anderes. Ist es meinetwegen etwas ganz anderes, aber es ist nicht falsch, was ich gesagt habe. Außerdem hat es keinen Sinn, jedes gesprochene Wort so auseinander zu nehmen, wozu und wieso. Wahrheit muss Wahrheit bleiben. Wahrheit ist Wahrheit. Mit der Wahrheit ist nicht gut Kirschen essen. Lieber mit der Wahrheit lügen, als selber schwimmen. Es ist genug. Die Sonne gelöscht. Der Regen gehört in den Feldweg getrampelt. Die Wahrheit gehört evaluiert. Auf! Die Wahrheit gehört evaluiert auf. Aus Ungeboren. Aus Ungeboren. Eine Nase zeichnen und malen. Und was hättest du gewonnen, wenn du die Technik beherrschtest? Du schaffst es, dich in die Nasenanschauung so einzufühlen und sie so in Auge, Hand und Finger umzusetzen, dass daraus die eine einzige mögliche Nase wird. Siehst du? Das ist unmöglich. Es wird eine einzige von unendlich vielen Nasen daraus. Niemals ist es also die einzig mögliche. Das ist Wortklauberei. Lass es ruhig Wortklauberei sein. Lass uns ruhig weiter glauben. Lass uns ruhig und schmerzfrei auf das Kinoleinwandbild Große Nasen schauen. Bitte schauen wir eben auf das Kinoleinwandbild Große Nase und danach? Danach wird uns eine andere Sensation in Band ziehen. So sprichst du von Sensationen, es geht doch bloß um ganz alltägliche Anschauungen. Schon allein das Wort Anschauung ist zu übertrieben für unseren anvisierten Begriff der Alltäglichkeit. Findest du nicht, dass du den Begriff Alltäglichkeit bereits so strapazierst, dass er gelinde gesagt einer Sensation durchaus nahe kommen könnte? Mit diesem Könnte sollten wir uns gar nicht abgeben. Eher schon mit der beginnenden Morgendämmerung, die bald zur Zubereitung des Frühstücks führen wird. Nicht die Dämmerung wird dazu führen, wenn ich dich korrigieren darf, sondern du wirst für die Zubereitung des Frühstücks sorgen. Sei doch kein Edipfelreiter. Jeder weiß doch, was gemeint ist. Möglicherweise weiß das jeder, aber wir sollten uns angewöhnen, die Dinge korrekt zu Ende zu denken. Wer die Dinge nicht korrekt zu Ende denkt, der hat auch nicht die korrekte Vorstellung von ihnen. Als ob mir das nicht scheißegal wäre. Bist du jetzt bereit, mit mir über diese alltäglichen Blödheiten zu reden oder nicht? Und wenn, dann lass mich sagen, was ich zu sagen habe. Das ist es ja gerade. Du hast nichts zu sagen, aber reden tust du ununterbrochen. Das will ich gar nicht gehört haben, denn ansonsten müsste ich dieses Gespräch glatt abbrechen. Tu es meinetwegen, ich habe nichts dagegen. Es ist ja sowieso nur deine vertragte Art, drei Notizheftzeiten zu bemühen, um sagen zu können, Gott sei Dank, wir sind wieder ein Stück weitergekommen. Wenn du das ohnehin so genau weißt, warum, wieso lässt du dich immer noch darauf ein? Wieso versuchst du es lächerlich zu machen und lässt dich immer noch darauf ein? Ich habe keine andere Wahl. Ich bin, und das habe ich schon unzählige Male angeführt, ich bin du. Und dieses Du, dieses Ich ist ernst zu nehmen. Diesen beiden ist die große Nase geschuldet. Mit dieser großen Nase sollte ein Dokument, eine Zukunftsperspektive, ein Zweckoptimismus zur Sprache kommen, der zwar den Eindruck erweckt, dass er eine kindliche Spielerei, in Wahrheit ist er viel mehr, er ist ein Markenzeichen. Und als solche Art Markenzeichen ist er verkäuflich ja sogar exportfähig. Und wir wissen es, unser Handelsbilanzüberschuss kommt alleine vom Export. Wir sind eine extrem exportorientierte Nation. Dieser großen Nase wegen bin ich unter Umständen imstande, mir eine große Wohnung, einen großen Kühlschrank und eine ganzjährige Erste-Klasse-Bahnkarte zu leisten. Dann leiste dir halt die große Wohnung, den Kühlschrank und die Bahnkarte. Ja, das werde ich. Und das eine sage ich dir, du brauchst gar nicht so zu grinsen. Ich grinse nicht. Du grinst nicht? Du lachst ja. Ja, dann lache ich halt. Dir wird das Lachen bald vergehen. Mir wird das Lachen bald vergehen? Mir ist das Lachen längst vergangen. Und deshalb lachst du. Ich lache, wenn ich will. Du glaubst wirklich, du hättest die Freiheit zu lachen, wenn du willst. Und das Frühstück? Gut, dass du mich ans Frühstück erinnerst und daran, dass die große Nase nur so eine Idee war. Die Untersuchungen gehen jedenfalls weiter. Und die Selbstmordattentate? Und die Pfeifkonzerte? Und die Hodentransplantationen? Und die Obstbaumplantage? Und der investigative Journalismus? Und die Überzeugungstäterschaft? Und der Sexuhrleuten? Frühstück vorbereiten. Und die Sonderungstätterschaft? Unter Sexuhrleuten. Frühstück vorbereiten. Und die Sonderermittlungen? Frühstück vorbereiten. Gut, machen wir. Das ist jetzt ein Gedicht aus Immer nur das Blühen. War es je anders, das Gezischel der Autoreifen, das Untergründe geborener Heizung, das Niederknien vor dem Dachgiebel, den Wolkenformationen, den moosbewachsenen, braunrötlichen Bootshausziegeln. Längst triffst du keine Entscheidungen mehr. Es ist entschieden worden. Was bleibt, ist, das Entschiedene anzuerkennen. Die letzten Blätter der Dornenstrauchblüten fallen. Kahl, leer ist der Übergang. Es wird eine Feier sein, wie du sie noch nie gesehen hast und nie mehr sehen wirst. All überall. War es je anders, das gezischelte Autoreifen, das untergründige Buren der Heizung, das Niederknien vor den Dachgiebeln, den Wolken, Formationen, den musbemachsenen Braun, rötlichen Bootshausziegeln. Längst triffst du keine Entscheidungen mehr. Es ist entschieden worden, was bleibt, ist das Entschiedene. Anzuerkennen, die letzten Blätter der Dornen, Strauchblüten fallen, kahl, leer ist Entschiedene. Hand zu erkennen, die letzten Blätter der Dornen. Strauchblüten fallen. Kahl. Leer ist der Übergang. Es wird eine Feier sein, wie du so noch nie gesehen hast und nie mehr sehen wirst. Allüberall. War es ihr anders? Das Gezischel der Autoreifen. Das untergründige Buren der Heizung. Das Niederknien vor dem Dachgiebel. Den Wolkenformationen. Den moosbewachsenen, braunrötlichen Bootshausziegeln. Längst triffst du keine Entscheidung mehr. Es ist entschieden worden. Was bleibt? Ist das Entschiedene anzuerkennen. Die letzten Blätter der Dornenstrauchblüten fallen. Kahl. Leer. Ist der Übergang. Es wird eine Feier sein. Wie du sie noch nie gesehen hast. Und nie mehr sehen wirst. All über All. Und alle lieben Leben An den Morgen Aufgewacht vor dem morgenhellen Himmel Über die noch dunklen Dächer treibt aus den Kaminen schon langsamer Rauch Die Vögel Sine fine dicentes Und alle lieben Leben Peter Handke Nachdem er in dieser Nacht unverhältnismäßig viel abgenommen hatte, sah er morgens sein Gesicht im Spiegel so, als sei es für immer um den richtigen Ausdruck gestorben. Nicht zu lange hinschauen, nicht zu vorschnell die Wörter in den klugen Verdauungsprozess einverleiben. Winterzeit ist, unter der Gummisohle kracht der gefrorene Schnee. Das Haus ist in seiner Stille ein Ort des Traums. Die Träume sind zuckende Mundwinkeln, sind zu kurz gekommene, für den Rest des Lebens eingeklemmte Leistenbrüche. Der Ort und das Haus eine einzige Nachdenklichkeit, außerhalb der Zeit, beliefert von Lebensmittelketten und Nahversorgungsbetrieben. Schau dir die Holzplafonverschalung an, flieg meinetwegen mit Polsterbank und abgebeiztem Nachtkastl zu den Hindu-Propheten. Dieses Haus verschluckt und dieses Haus verdaut. Hier, stillgelegt bei offenen Türen, brütend von einem Impuls zum nächsten, der aufstehen und schon auf halbem Wege kehrt machen lässt. Das will heraus, das will dem Haus einen Traum zum Besten geben, den ersten nach langen Frosttagen und durchzechten Nächten. Nichts davon ist zu hören, nichts davon ist zu sehen. Das Haus, eine Schnittstelle der Mütter und Väter, die mit Ausputzfetzen und Handwerkszeug herumgeistern. Er sitzt davor, er spielt ein Lied, er hat kaum geschlafen und ist kaum aufgestanden und verkompliziert die Sprache zu einem pompös aufgezäumten Drahtesel. ziert die Sprache zu einem pompös aufgezäumten Drahtesel. Und die Sprache schnappt sich ihren Teil, fuhrwerkt und tut, müht sich ab und lässt verschwinden als Haus, als Hausgeburt. Hier mit den beinweise aufblitzenden Glastürblicken, mit den zeitweise hochgehorkten Autovorbeifahrgeräuschen. Tut sich nichts, außer der Mangel an Bewegung. Bist eingestellt, eingesackt, im Haus verborgen, zu einer längst dem Frühling entgegenfiebernden Rebisselstaude, bist keine Rebisselstaude, bist Geldschein, der den Besitzer wechselt, bist der Kaffeesatz einer vergessenen Sommerkannenfüllung. Du breitest dich nicht aus, du bleibst auf der Stelle, es mangelt dir an nichts, du hast alle deine Lieben im Gepäck und packst sie der Reihe nach aus. Sind es Motivbildchen, die an einem Seitenaltar geopfert werden, Gott vergelt's, oder sind es Menschen aus Fleisch und Blut, wie gesagt wird, mit unübersehbaren Rossschwänzen und mit Granitköpfen, die abgenommen und wieder hinaufgehievt werden. Das Haus und die Nacht geben dir den Rhythmus vor. Du hast auf einmal Flügel, aber es fliegt nichts. Es wird nur leise getreten und das Glas Wasser gezapft und das Klosett aufgesucht. Das ist der Anfang. Unermüdlich rennt das Heizöl in den Heizkessel und die kleinen Explosionen verteilen sich bis unter den Dachboden. Abgenommen. Behauptest du, hättest du. dabei drückt dein Körper schwer auf die Polstercouch. Da steigt auf einmal der Traum vom Haus, da wird das Heizöl geliefert, werden Thermostate gewechselt, wird mit der flachen Hand über die Schweißperlen Stimmen gefahren. Gefahren. Es sind zwei Personen zu sehen, sie huschen oder lungern herum, der Gewalt des Hauses ausgesetzt, seinem Schweigen, seinem Horchen, seiner sehnsüchtig erhorchten oder erschwiegenen Keimlingsnatur, die bloß zu pflücken und sorgfältig in die das Haus umgebende Wiese einzupflanzen ist. umgebende Wiese einzupflanzen ist. Von diesen Keimlingen wird geträumt. Das Haus hat seinen eigenen Geist, ist rachsüchtig, hat einen eigenen Staat an diensthabenden Personen, die jedes Aufblitzen oder Aufkeimen ausspionieren und aufzeichnen und der Fruchtbarmachung den ganzen Saft entziehen. Ohnmächtig, ohne Hände, bloß mit einem Oberkörper klumpen, sitzt du dann, bist wehrlos, bist immer wehrlos gewesen, lebst von den Brosamen, die an dir vorbeiziehen. Und doch war es die Gegenwart schlechthin, Ein Händedrücken, ein Lächeln, ein Sich-Verkrächen in der Scham vieler Soap-Operas. Genauso musste es kommen, genauso wurden die Mülltonnen mit Hydraulikschub entleert, genauso stehen die Sätze staunend um ein Paar, das schnell fotografiert und schnell wieder alleingelassen wurde. Wir, das Kind und ich, sind vom Haus, vom Hausgehäuse wiederum ausgespuckt worden und wir haben Haus und Hausgehäuse ausgespuckt, weil wir noch nicht reif dafür sind, noch nicht reif dafür waren. Das Haus, das Hausgehäuse ausgespuckt, weil wir noch nicht reif dafür sind, noch nicht reif dafür waren. Das Haus, das Hausgehäuse ist das Horchen ins Innere der Muschel. Aufs Erste hört sich alles gleich an. Es ist der Lärmpegel des eigenen Betriebssystems, das hier in seiner Ununterscheidbarkeit dahin köchelt. Allmählich bist du imstande, die verschiedenen Melodien wahrzunehmen. Die Melodie der sieben Schläfer unter den Dachsparren, die Melodie der Kälte auf dem Ethanit oder die Melodie des Kachelofens, der in einem schönen Bogen seine Energie im Raum verströmt. Wir, das Kind und ich, sind auf und davon, und auf und davon mit uns ist das Rauschen und Flüstern des Hauses, des Hausgehäuses, was aber nicht heißt, dass dieses Haus und dieses Hausgehäuse, egal wo und egal wie, wieder hochgefahren werden kann, um deren Melodie nachzuspüren, um über hunderte kilometerlange Distanzen ihre Schwingungen zu registrieren und aufzuzeichnen. Und die Lieben? Es fehlt nicht leicht, den Abend zu beschließen, den Sie alle hier gemacht haben. Nicht nur die Mitwirkenden, sondern auch Sie als Gäste und Leser. Und Elisabeth Eichhorn wird ein Schlusswort sprechen. Und anschließend würde ich bitten, die Mitwirkenden auf die Bühne zu einem Gruppenbild mit Hans. Wir sichern ja bei Ihnen einen Fotoapparat dabei, dass wir so quasi ein Gruppenbild mit Hans noch einmal machen können. Elisabeth. Alle Lieben leben für mich nicht mehr. Und es ist ziemlich genau zwei Jahre her, aber ich brauche mich jetzt nicht fürchten. Warum? Es sind lauter Freunde da. Mir kann da jetzt nichts passieren. Und dem Hans hätte der Abend sehr gut gefallen. Er war so gesellig, er hat es so gern gehabt. Das heißt, einen Fehler hat dieser Abend. Das heißt, einen Fehler hat dieser Abend. So, ich beginne mit einem Zitat. Es ist schon sehr lustig geworden, es war jetzt sehr schwer. Ich habe seit zwei Jahren seine Stimme auch nicht mehr gehört. Der Prozess, also das ist jetzt ein Zitat. Der Prozess, in dem sich ein Schriftsteller tröstet, in dem er ein Blatt Papier mit Wörtern füllt, ist geheimnisvoll. Noch geheimnisvoller ist der Prozess, in dem er die Metaphern entwickelt, die es ihm ermöglichen, sein Leid auszudrücken. Möglichen sein Leid auszudrücken. Das Zitat habe ich gefunden in einem Buch, das mir eine meiner besten Freundinnen geschenkt hat und das Buch hat den Titel Über den Trost in dunklen Zeiten. Und dann habe ich mir gedacht, wunderbar, Hans hat den Trost gefunden. Für ihn war das Schreiben wirklich der Trost in seinem Leben. Es hat ihn aber nicht nur getröstet, es hat ihn glücklich gemacht. Und die Schriftsteller, Kolleginnen und Kollegen, die er dadurch kennengelernt hat, die ihm Freundinnen und Freunde geworden sind, die haben sein Leben ungeheuer bereichert. Heute haben ihm diese Freundinnen und Freunde noch einmal die Ehre erwiesen. Und sie haben uns den Menschen wieder vor Augen geführt. Und sie haben uns aber auch einen Einblick in den geheimnisvollen Schreibprozess des Poeten Hans Eichhorn gegeben. Ich danke allen, die Hans und mir und uns allen diesen Abend geschenkt haben. Und ich danke jetzt noch namentlich und da brauche ich auch jetzt ein bisschen Unterstützung. Ich habe nicht gewusst, dass ein gemeinsames Foto gemacht wird. Ich hätte jetzt sozusagen als kleine Geste von meinen Assistenten ein kleines Geschenk an die Mitwirkenden. Vielleicht meldet sich jeder, den ich dann erwähne und mein lieber Sohn Andreas und meine Freundin Vroni werden die Sachen dann übergeben, es ist eh nur eine Geste. Also in der Reihenfolge der Dramaturgie dieses Abends, ich danke Waltraud Seidelhofer. Wo ist sie? Mit ihr und ihrem Mann Gregor, nein, du kannst sitzen bleiben, Waltraud. Ihr kommt dann alle nach vorne, das geht auch. Ja, dann sind wir zum Foto vorhin, wie du willst, Alfred. Also mit ihrem Mann Gregor Lepka und mit ihr haben wir, und das haben wir heute auch gehört bei ihrem Text und bei ihrer Erzählung, schöne Sommertage am See und auch in Raabs erlebt. Und ich kann dazu nur sagen, ihre Literatur hat Hans wirklich sehr geschätzt. Da hat er sich sehr verbunden gefühlt mit deiner Art des Schreibens. Der nächste, bei dem ich mich heute bedanke, ist David Bröderbauer, den ich auch noch gar nicht sehr lange kenne, der mich aber immer von meinem Schreibtisch aus per Foto anschaut, weil da sitzt er in der ersten Reihe neben dem Hans bei der Gleisner Preisverleihung und da haben wir uns auch kennengelernt. Dann bedanke ich mich bei einem langjährigen Freund Richard Wall, ein Freund und Künstlerkollege und wir kennen uns schon seit unsere Kinder klein waren, Besuche am See von der Familie Wall, Besuche im Müllviertel von uns. Ich kann mich erinnern, dass wir am Boot beim Fischen mit unseren gemeinsamen kleinen Kindern Kinderbuchprojekte kreiert haben mit Susi Seibling und Renate Reinanke. Sie sind dann nicht verwirklicht worden. die dann nicht verwirklicht wurden. Ich danke dir, Richard, für deine Begleitung und für deine schöne Geschichte heute, dieses letzte Treffen, dieser letzte Spaziergang auf den Buchberg. Dann bedanke ich mich bei Erwin Einzinger. Das ist einer der engsten Freunde von Hans und es ist der Kirchdorfer Kollege. Mit seiner Familie sind wir aber durch viele Bande verbunden. Nicht zuletzt zum Beispiel eine langjährige Lehrerin meines Sohnes war die Sissi. Aber das ist nur am Rande. Für Kirchdorf war der Erwin unersetzlich unbezahlbar. Erwin unersetzlich unbezahlbar. Dann bedanke ich mich bei René Freund, dem ich jetzt noch einmal in aller Öffentlichkeit ganz herzlich zu seinem gestrigen Geburtstag gratuliere. Und hier gibt es auch schon eine jahrelange Familienfreundschaft. Wir kennen uns, die Kinder, die Schicksale. Ich bedanke mich bei Dominika Meindl und ich kann mich gut an ihre sportliche Figur und an ihre Sprünge in den See erinnern. Wir haben schöne Nachmittage am See verbracht und sie sind bei glühender Hitze ausgefahren zum Fischen in der Mittagszeit. Sie kamen aber alle zurück, ohne Sonnenstich. Ja, gut. Ich bedanke mich auch beim Hans Höller, der heute nicht da war, und in Vertretung bei dir, der du seinen Text vorgelesen hast. Hans Höller hat uns in seiner empathischen Art als Mensch und auch als Literaturwissenschaftler begleitet und war sehr wichtig auch für den Hans. Ich bedanke mich bei Florian Huber, mit dem ich kein Gesicht verbinden konnte. Und siehe da, ich war unglaublich beeindruckt von der Lesung dieses Textes heute. Und das war kongenial zum Hans. Der Hans hat seine Texte sehr gut gelesen und er hat sie am besten gelesen. Und am zweitbesten liest sie der Florian Huber. Ich danke dafür. Ich bedanke mich auch bei der Barbara Fink, die also stellvertretend für den Beta heute gelesen hat. Wenn sie schon weg ist, dann wird man ihr die kleine Geschenkesgäste nachbringen. Ich bedanke mich bei Ludwig Hartinger, einem Weggefährten seit der Salzburger Zeit des Hans. Mit dem Max Bleulich kann ich mich erinnern, gab es da Projekte und Gespräche. Ich bedanke mich beim Klaus, beim Klaus Kustadetoy, dem Atterseer Freund, mit dem Hans viele Projekte und eine eigene Edition verwirklichen konnte und das war für Hans eine ganz große Freude. Und viel hat er für uns getan, der Klaus. Ich bedanke mich bei Till Meyerhofer, einem Freund und Kollegen aus Steyr, mit dem der Hans auch sich gerne ausgetauscht hat und der auch heute sehr gut seine Texte gelesen hat. Danke dafür. Ich bedanke mich bei Richard Pilz, unserem langjährigen Verleger und Freund und ich denke voller Wehmut und Freude auch an die schönen Stunden, die wirig und fröhlich gehabt und das hat man heute noch einmal gut eigentlich mitempfinden können. Mit ihr und ihrem Mann Walter verbindet Hans und mich auch eine langjährige Freundschaft. Und mit diesem Dank, Regina, danke ich auch dem Stifterhaus. Du hast es gesagt, er war fast ein Auto in der ersten Stunde und es war ihm wirklich eine literarische Heimat bis zum Schluss, als er fast nicht mehr konnte. Du weißt es. Ich danke der Regisseurin des Abends, Alexandra, Alexandra Milner, die unserer Familie seit vielen Jahren eine Freundin ist, seit dem Rumaufenthalt kennen wir uns und die die Literatur von Hans als Literaturwissenschaftlerin großartig und treu begleitet. Danke. Und ich danke dir, Alfred, dem Alfred Peter Tschatscha. Die Freundschaft geht zurück in eine Zeit, als unsere Kinder geboren wurden. Und wir kennen uns wirklich in existenziellen Situationen unseres Lebens. Wir haben ihm vorbereitet, nur als Geste des Dankes, für alle Mitwirkenden ein Exemplar von Nur mehr das Blühen und auch die heute schon erwähnte Seezwetschke, mittlerweile destilliert von meinem Sohn Johannes, der im Moment im Krankenhaus aufgrund einer Knieoperation liegt und auch allen noch einmal dankt und alle grüßt und diese Zwetschke eigenhändig nächtelang destilliert hat. Ich denke, mit dieser Zwetschge kann man ja dann auch zu Hause in Zeiten wie diesen destillieren. Ist vielleicht gar nicht so verkehrt. Also noch einmal, ich küsse alle, mit denen ich in Kusssituation bin oder Verhältnis bin. Ich drücke allen die Hand, die hier mitgewirkt haben und danke. Aber ich ende auch noch mit einem Zitat, dass Hans ein guter Tänzer war. Das weiß ich, seit wir 17 sind. Wir haben uns mit 14 kennengelernt, haben gemeinsam die Handelsakademie in Vöcklerbruck gemacht und auf dem ersten Skikurs S, in Hinterklemm waren wir da, erlebte ich Hans mit 17 als hochmusikalischen Tänzer. Wir haben dann sogar noch Tanzkurse gemacht, um die Matura-Bälle unserer Kinder nicht zu verschandeln. Wir mussten das wieder aufgeben, denn an Regeln hat Hans sich nicht gerne halten wollen. Also wenn es geheißen, wir machen jetzt dreimal eine Drehung, dann machen wir diesen Schritt, dann machen wir die vierte Drehung. Ich sagte, Hans, jetzt müssen wir diesen Schritt machen. Also er wollte schon Freestyle auch beim Tanzen. Aber er war ganz groß musikbegeistert. Als Jugendliche fast haben wir uns verschämt gestanden, dass wir beide so gern Oper hören und ich glaube, wir waren kaum jemals in Wien, dass wir nicht, und das haben wir begonnen, als ganz Junge auf Stehplatz in die Staatsoper gegangen sind. Und ich ende jetzt auch mit dem Zitat aus einer Oper, ich kann eigentlich nicht Italienisch, ich werde Ihnen euch das jetzt Italienisch sagen und Deutsch, und wenn ich falsch ausspreche, ist es ja wurscht. Qui son? Qui son? Wer bin ich? Sono un poeta. Ich bin ein Dichter. Che cosa faccio? Was mache ich? Ich schreibe. Was mache ich? Ich schreibe. Ich komme vivo und wie lebe ich? Vivo. Ich lebe. Danke. Gracias.