Herzlich willkommen an diesem frühlingshaft sonnigen Montagnachmittag bei einer weiteren Ausgabe der Senderei der Stachel im Fleisch hier aus dem Studio von DorfTV in der Kunstuniversität Linz. Ja, die oberösterreichische Sozialdemokratie steckt seit Jahren in einem Tief. Konnte im Jahr 2003 bei der Landtagswahl noch ein beachtliches Ergebnis von 38,3 Prozent erzielt werden, sieht es knapp zwei Jahrzehnte später ganz anders aus, durchaus düster, die SPÖ Oberösterreich erzielte bei der Landtagswahl im vergangenen Jahr wieder nur 18,6 Prozent. Damit kann man natürlich nicht zufrieden sein und aus diesem Grunde auch hat die Parteispitze der oberösterreichischen SPÖ immer wieder gewechselt und auch die Landesgeschäftsführung hat immer mal wieder das Türschild abgeschraubt und ein neues angebracht. Dabei wäre die Ausgangssituation mal gar nicht so schlecht für die SPÖ hierzulande, denn mit der doch jetzt zweiten Legislaturperiode der Koalition von ÖVP und FPÖ wäre eigentlich jede Menge Angriffsfläche geboten, sich klar zu positionieren und auch eventuell dafür bei den Wählerinnen und Wählern Zustimmung zu finden. Woran hapert es? Was sind die Schwierigkeiten beziehungsweise welche Schlüsse will man denn jetzt daraus ziehen, bei diesem Neustart nach den vielen schon geschehenen Neustarts tatsächlich durchzustarten? Das ist jetzt Thema meiner kommenden 60 Minuten der Politikgespräche mit Vorwärtsdrang, wo ich mich freue, sehr berufene Gäste, nämlich aus dem Inneren der oberösterreichischen SPÖ, bei mir willkommen zu heißen. Das ist gleich mal neben mir. Er war vor wenigen Monaten ebenfalls schon im Studio, damals in einer anderen Funktion. Michael Lindner, er war damals bis oder bis vor kurzem Klubobmann der SPÖ. Er war damals bis oder bis vor kurzem Klubobmann der SPÖ. Mittlerweile hat er Birgit Gerstorfer an der Parteispitze abgelöst und ist designierter Landesparteivorsitzender. Und neben ihm sitzt Eva-Maria Holzleitner. Sie ist auch seit etwa einem Jahr Vorsitzende der SPÖ Frauen auf der Bundesebene und sie ist auch Mitglied der SPÖ im Landesparteivorstand hierzulande, kommt aus Wales und kennt sich natürlich auch mit der oberösterreichischen Sozialdemokratie sehr gut aus. Ja, ich will gar keine Zeit verlieren, Herr Lindner, ich darf mit Ihnen beginnen. Ich denke, wir alle stehen noch ein bisschen unter dem Eindruck einer groß dargebotenen Inszenierung gestern am Sonntag. Da ist ihre Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner tatsächlich groß aufgetreten. Viele bezeichnen das als eine Kanzlerinnenrede, wo sie quasi sich in Stellung bringen will, sich als Kanzlerin positionieren will, sich an die Öffentlichkeit wendet und quasi damit auch Zustimmung finden will. Jetzt, wenn wir das mal übertragen auf unsere Situation hier in Oberösterreich, frage ich Sie ganz konkret, wann werden Sie denn eine solche Inszenierung unternehmen? Wann werden Sie sich denn in einer so groß angelegten Rede an die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher wenden? Und vor allem, wenn Sie dann auch den Anspruch auf den Landeshauptmann stellen, was werden Sie den Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher wenden und vor allem, wenn sie dann auch den Anspruch auf den Landeshauptmann stellen, was werden Sie den Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher dabei sagen? Jetzt erst danke ich mal für die Einladung und auch für die Möglichkeit, dass wir sozusagen über aktuelle politische Fragen, die natürlich uns als Sozialdemokratie vor allem betreffen, reden können. Mein nächstes Ziel ist der Landesparteitag am 1. Oktober. Wir haben da sehr viel vor. Wir haben uns vorgenommen, die SPÖ Österreich für die Zukunft aufzustellen. Das heißt für uns auch eine inhaltliche Erweiterung. Ich glaube, dass wir uns den großen Zukunftsthemen stärker widmen müssen. Was heißt sozial gerechter Klimaschutz an einem Industriestandort wie Oberösterreich? Wie können wir sozusagen diese Arbeitsplätze für die Zukunft absichern und neue schaffen? Da geht es ja darum, was hat Digitalisierung in unserem Bundesland für Auswirkungen, welche Chancen, aber auch welche Risiken bieten sich, wie verändert sich unsere Arbeitswelt. Und ich glaube, da muss die Sozialdemokratie Antworten für das neue Jahrzehnt und für die neuen Jahrzehnte finden. Und das ist mein politischer Impetus, da die Sozialdemokratie für die Zukunft zu übersetzen. Und das werden wir mit dem Landesparteitag auch beginnen. Und unser nächstes großes Projekt ist eine verstärkte Mitgliederbeteiligung. Ich glaube, es ist an der Zeit, dass wir die Sozialdemokratie öffnen, Menschen zu mitmachen, zu bewegen. Und da fragen sich natürlich viele Menschen, was habe ich davon, Mitglied bei der SPÖ zu sein? Und mein und unser Angebot ist einfach Mitsprache. Das heißt, ich werde mich von den Mitgliedern der SPÖ Österreich zum Vorsitzenden wählen lassen und den Mitgliedern und den Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern dann am 1. Oktober am Landesparteitag ein politisches Angebot machen. politikprogramms ich darf es gestehen schon eine ganze menge tv talks diskussionen geführt zu wohl und wehe der sozialdemokratie und ich muss gestehen ich bin bis zum heutigen tag eigentlich noch nicht so richtig schlau daraus geworden vielfach dreht sich die diskussion natürlich um inhalte aber natürlich auch und das ist schon auch sehr wesentlich, um Persönlichkeiten, die eine Erneuerung der Sozialdemokratie, der SPÖ, auch hier in Oberösterreich, verkörpern sollen, die damit auch Glaubwürdigkeit erzielen sollen und die letztendlich auch begeistern und Stimmen gewinnen sollen. Jetzt, wenn ich mir vor Augen führe, die gestrige Inszenierung ihrer Parteivorsitzenden, die ja quasi im Saal der Akademie der Wissenschaften erschienen ist, mit fünf alten Männern hinter sich, fünf ehemaligen SPÖ-Bundeskanzlern, wobei einer dabei war, der hat sich als Bundeskanzler nie wählen lassen, und vier andere, wo man natürlich ganz klar weiß, die haben nachweislich die österreichische Sozialdemokratie an die Wand gefahren. War das eine kluge Entscheidung, beziehungsweise was sollte man da eigentlich anders oder besser machen? Ich glaube, es war trotzdem geschichtlich einmalig, dass wirklich alle fünf SPÖ-Bundeskanzler, und ja, die waren bis jetzt leider nur Männer, zusammenholt. Eine Frau hat das geschafft, eine Bundesparteivorsitzende, nämlich Pamela Rendi-Wagner. Und sie kann ja auch die nächste Bundeskanzlerin werden. Das ist unser Ziel auf jeden Fall als SPÖ, auch auf Bundesebene. Und somit hätten wir dann quasi auch eine Kanzlerin, die durch Wahlen in den Wahlhausplatz einzieht. Das ist, wie gesagt, unser Ziel, unser Anspruch. Nichts Geringeres wollen wir bei der nächsten Nationalratswahl auch erreichen, alle gemeinsam. Und wie gesagt, von dem her glaube ich, war es ein gutes, wichtiges Zeichen und was mir als Bundesfrauenvorsitzende natürlich schon auch gefallen hat, war, dass schon viele Frauen auch im Raum waren. Die höchste Frau im Staat, Doris Burres als zweite Nationalratspräsidentin, Evelyn Regner, die Vizepräsidentin des Europaparlaments, viele ehemalige Ministerinnen, Hilde Havlicek, Gabi Heinisch-Hossek zum Beispiel auch, also da haben wir schon auch viele, viele tolle Frauen innerhalb der SPÖ, Pionierinnen, weil die Frauenpolitik, die wir bis heute erreicht haben, war maßgeblich natürlich von SPÖ-Frauen auch gestaltet, beziehungsweise auch erkämpft worden, muss man dazu sagen. Wie gesagt, und die waren auch dabei. Das, glaube ich, war gut und richtig. Und wie gesagt, bisher haben wir nur männliche Kanzler gehabt als SPÖ, aber das heißt nicht, dass es in Zukunft nicht anders auch sein kann. Und wie gesagt, das wollen wir mit Pamela Renni-Wagner auf jeden Fall bei der nächsten Nationalratswahl auch erreichen. Ganz kurz nachgefragt, wie sehr bedauern Sie es, dass hier in Oberösterreich in der SPÖ die erste Landesparteivorsitzende als Frau wieder einem Mann weichen musste? Ich habe damals den Umgang mit Birgit Gerstorfer recht klar auch klargestellt, dass mir das als Frauenvorsitzende natürlich nicht gefallen hat, wie hier mit Menschen umgegangen worden ist. Aber dasselbe hätte ich auch bei einer Ortsparteivorsitzenden, also wie gesagt, egal wer es ist in der Partei, auch geäußert. Und ich glaube, es war einfach menschlich nicht in Ordnung. Jetzt gilt es aber noch vorzuschauen, den Michi Lindner kenne ich jetzt mittlerweile auch schon seit ein paar Jahren und ich schätze ihn sehr. Ich habe mich damals auch wirklich sehr gefreut, dass er uns als Klubobmann im Landtag auch zur Seite gesprungen ist, der SPÖ Oberösterreich. Und ich halte sehr viel von dem Weg, den er jetzt einschlägt, bis zum 1. Oktober beim Landesparteitag und natürlich darüber hinaus. Und wie gesagt, da bin ich genauso zuversichtlich. Das Parteitag und natürlich darüber hinaus. Und wie gesagt, da bin ich genauso zuversichtlich. Und was mir da auch sehr gut gefallen hat, war, wie Michi Lindner bei der ersten Pressekonferenz auch gleich die Frauen angesprochen hat. Und die Problemlagen der Frauen auch in Oberösterreich, weil die sind groß im Bereich des Gewaltschutzes, im Bereich der Kinderbetreuung und Co. Da haben wir noch sehr viel Aufholbedarf, beziehungsweise Dinge, die einfach die ÖVP in ihrer sehr langen Regierungszeit in Oberösterreich, einfach Probleme, die sie nicht gelöst haben. Und wie gesagt, auch da braucht es eine starke sozialdemokratische Handschrift. Und ich glaube, dass die Michael Lindner durchaus in Oberösterreich auch machen kann. Sie sitzen hier jetzt auf dem Prüfstand. Wir werden Punkt für Punkt der Sache auf den Grund gehen, wie zukunftsfit die neue SPÖ in Oberösterreich tatsächlich ist. Herr Lindner, Sie haben am Anfang des Jahres als SPÖ Oberösterreich eigentlich eine ganze Menge Beachtung gefunden, weil Sie ein Papier vorgelegt haben, ein Studienergebnis, das von Ihnen beauftragt wurde, wo Sie sich selbst zum Untersuchungsgegenstand gemacht haben, ausgehend von der Wahlschlappe, Niederlage so gesehen ist es ja nicht, aber der Wahlschlappe oder den verfehlten Zielen bei der Landtagswahl 2021, das mal auch genauer unter die Lupe zu nehmen und im Sinne einer Selbstreflexion das Ganze einmal kritisch zu erörtern. Das Papier liegt vor seit einigen Wochen, das ist auch öffentlich zugänglich, trägt den Titel Klarheit Zukunft Team und da gibt es eine ganze Menge Ansagen darin. Eine der ersten, die mir gleich aufgefallen ist, ist auch auf Seite 2, dass die SPÖ hier in Oberösterreich davon spricht, dass sie für alle da sein will. Im Sinne eines Bekenntnisses tatsächlich Volkspartei zu sein. Interessanterweise gibt es eine ganze Menge Analysen, nicht nur hier in Österreich, auch darüber hinaus in Deutschland und anderswo, die besagen, dass die Sozialdemokratie generell auch deshalb so sehr in die Krise geraten ist, weil sie immer Everybody's Darling sein wollte, immer für alle da sein wollte und letztendlich die Ecken und Kanten völlig abgeschwemmt wurden. Kaum mehr erkennbar, ein großer Profilverlust. Warum wollen Sie eine Erfolgspartei sein? Also zuallererst ist das ein Text, der von den Politikwissenschaftlerinnen stammt und ist jetzt nicht unser Positionspapier. Es ist für uns eine Grundlage, mit der wir uns beschäftigen und mit der wir uns auch weiterentwickeln wollen. Und ich werde dieses Projekt nicht kübeln, sondern ganz in jedem Teil. Es ist für mich eine wichtige Grundlage, dafür weiterzuarbeiten und als SPÖ Oberösterreich besser und stärker zu werden. Und ich gebe Ihnen ein Recht, dass natürlich die SPÖ Oberösterreich oder die SPÖ insgesamt als Sozialdemokratie es nicht allen Recht machen kann und Recht machen wird. Das ist nicht unsere politische Aufgabe, nicht unsere politische Verantwortung, sondern wir stehen auf der Seite derer, die es sich nicht selbst richten können und die auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Und da, glaube ich, haben wir in Oberösterreich schon die Möglichkeit, eine gute Breite zu erreichen. Weil es sind auf der einen Seite die Frauen in Oberösterreich, die nicht die gleichen Chancen und Lebensbedingungen haben wie in anderen Bundesländern. Ich darf erinnern, bei uns ist die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern im Bundesländervergleich am höchsten. Die Kinderbildungseinrichtungen, Kinderbetreuungseinrichtungen sind nicht in diesem Ausmaß ausgebaut, damit Beruf und Familie vereinbar ist und, und, und. Das könnte ich fortsetzen. Ich glaube, es sind auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unseren Betrieben am Industriestandort Oberösterreich, die es sich verdient haben, dass sie auch eine Antwort kriegen, wie schaut ein Industriestandort im 21. Jahrhundert aus, der sozusagen auch klimaneutral machbar ist. Also was heißt das für die Sicherheit der Arbeitsplätze? Was heißt das auch für die Weiterqualifizierung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer? Da braucht es Zukunftsansagen und auch eine öffentliche Hand, die hier Verantwortung übernimmt und investiert. Ich sage aber auch im Bereich der Jungen, wir brauchen mehr Bildungschancen in Oberösterreich. Es kann ja nicht sein, dass wir ein so wichtiger Wirtschaftsstandort sind und es nach wie vor nicht geschafft haben, eine Volluniversität anzubieten. Wir schaffen nicht einmal die Lehrerinnenausbildung gesamt in Oberösterreich abzuhandeln. Also sehr, sehr viele Themenbereiche, die aus meiner Sicht klar in die Breite gingen. Wir stehen aber sicher nicht zur Verfügung, Politik für das reichste Prozent oder für die reichsten 5% in dieser Gesellschaft zu machen. Insofern sind wir nicht für alle da, sondern für jene, die es notwendig haben. Und das sind die 95% derer, die es sich nicht selbst richten können. Frau Holz-Leitner, ich weiß, das ist eine große Kiste, aber dennoch, was sind denn Ihrer Meinung nach die ganz, ganz großen Themen, Problemstellungen, Herausforderungen unserer Zeit, im Bundesland eigentlich annehmen sollte und da tatsächlich auch so pointiert und klar verständlich und tatsächlich auch mit alternativen Politikkonzepten und Antworten, dass sie entsprechende Zustimmung etwa bei den nächsten Landtagswahlen schon finden könnte? Also ich glaube, aktuell muss man unterscheiden zwischen den ganz unmittelbaren Problemen und jenen, die halt wirklich schon länger brisant sind. Bei den längerfristigen ist das Bildungsthema, das Michael Lindner gerade angesprochen hat, sicher eines. Also die Bildungsungleichheit in Oberösterreich ist schon auch präsent. Wir haben an den Fachhochschulen leider wieder Studiengebühren, was ich auch sehr, sehr schade finde, weil die Fachhochschule Oberösterreich hat ein super Studienangebot und ist wirklich eine tolle Hochschule. Aber Studiengebühren machen es trotzdem für einige junge Menschen nicht gerade leicht, eben studieren gehen zu können. Auch die JKU hat wirklich ein super Angebot, aber da ist einfach die Bildungsungleichheit oder werden halt einfach verschärft mit eben zum Beispiel Studiengebühren. Oder es fängt bei den Kleinsten an, wie schaut es aus mit dem Angebot an Krabbelstuben, an wirklich auch ganztägigen, ganzjährigen Kindergartenplätzen. Das sind schon Themen, die junge Menschen, junge Familien dann später auch irgendwie beschäftigen und die einfach Thema sind. Ganz unmittelbar, glaube ich, ist aktuell etwas, was viele, viele Menschen beschäftigt. Natürlich die Kostenexplosion, die Teuerung in vielen, vielen Lebensbereichen, beim Wohnen, beim Essen, also ganz, ganz grundlegende Dinge, die die Menschen im tagtäglichen Leben einfach wirklich auch treffen. Wie teuer ist die Miete ab 1. April? Wie teuer ist der nächste Einkauf im Supermarkt, egal ob es der Discounter ist oder ein anderer Supermarkt? Wie teuer ist das Brot, die Butter, die Milch, der Käse? Dinge, die ich zum tagtäglichen Leben einfach zum Überleben brauche. die Milch, der Käse, Dinge, die ich zum tagtäglichen Leben, einfach zum Überleben brauche. Und da, wie gesagt, glaube ich, braucht es klare Antworten von der SPÖ, auch von der SPÖ Oberösterreich natürlich, war auch in der letzten Landtagssitzung bereits schon Thema. Also da ist man ja auch dran, da thematisiert man das. Und da braucht es Rettungspakete, nicht nur auf Bundesregierungsebene, wo wir ja als SPÖ eigentlich und eben auch unsere Bundesparteivorsitzende wirklich schon sehr lange dran ist an dem Thema Teuerung, sondern natürlich auch von den Landesregierungen. Wien hat da zum Beispiel sehr, sehr rasch gehandelt und hat auch vielen Menschen eine Entlastung einfach auch ausgeschüttet oder schüttet es aus und wie gesagt, sowas braucht es in Oberösterreich auch, weil wie gesagt, da geht es ums Überleben, ums Essen, ums Wohnen, damit ich mein Dach nicht über den Kopf verliere. Herr Lindner, aktuell kann sich ja die SPÖ glücklich schätzen, denn aktuelle Umfragen auf Bundesebene sehen ihre Partei mittlerweile deutlich vor der ÖVP, ich glaube mit 29 zu 22 Prozent. Das ist aber jetzt nicht darauf zurückzuführen, dass die Menschen sich neuerdings für Pamela Rendi-Wagner und ihre Partei so begeistern, sondern weil einfach die ÖVP in der Post-Sebastian-Kurz-Zeit einfach massiv eingebüßt hat. Viele Skandale, viele Unannehmlichkeiten. Jetzt frage ich mich, wie sieht das denn hier in Oberösterreich aus, wenn man diese Fragestellung mal hierher überträgt, ist die Performance und die politische Lösungsfähigkeit eines Landeshauptmanns Thomas Stelzer von der ÖVP einfach noch so toll und so überzeugend, dass die SPÖ da nicht so einfach vor der Stelle kommt? Also ich glaube, dass es für uns als Sozialdemokratie darum gehen muss, dass wir als klare politische Alternative erkennbar werden. Sozialdemokratie darum gehen muss, dass wir als klare politische Alternative erkennbar werden. Und da sind wir mit den Wahlergebnissen nicht zufrieden und das ist für uns die Riesenchallenge, das in den nächsten Jahren auch klar zu machen, weil wir, mir ehrlich, die Zukunftsansagen von Landeshauptmann Stelzer auch fehlen. Also es weiß aus meiner Sicht kein Mensch, wohin Landeshauptmann Stelzer dieses Land entwickeln will und diese Antworten gibt er auch nicht. Diese Koalition aus ÖVP und FPÖ hat alleine den Sinn, Macht und Einfluss abzusichern und nicht dieses Land zu gestalten. Und das muss aus Sozialdemokratie unser Anspruch sein, dieses Land positiv weiterzuentwickeln im Sinne der vielen, im Sinne der Menschen, die sich sozusagen ein gutes Leben verdient haben. Und da sind wir sicher nicht auf dem Niveau, wo wir hingehören und daran werden wir arbeiten und das wird unser gemeinsamer Beitrag werden, hier für die Männer und Frauen in diesem Land die klare politische Alternative zu sein. Natürlich ist die ÖVP auf Bundesebene derzeit alles andere als vertrauenswürdig. Also die haben unser gesamtes politisches und demokratisches System ramponiert. Das hat ja eine Auswirkung auf alle Parteien. Die Menschen haben auf Bundesebene das Vertrauen in die Politik verloren. Und das ist aus meiner Sicht ein demokratiepolitisches Problem, ein Riesenschaden in Wahrheit für unser Land. Und das hat Sebastian Kurz mit seiner Regierungsriege angerichtet. Und Nehammer führt offenbar diese Dinge auch so weiter. Also wir müssen ja auch wieder Vertrauen in die Politik insgesamt zurückgewinnen. Das gesamte Corona-Krisenmanagement hat das Vertrauen der Menschen verspielt, weil man, und das meine ich auch mit Klarheit, nie klar kommuniziert hat. Es war ein Schlingerkurs, ein Zickzackkurs, den man hier in der Pandemiebekämpfung gesehen hat. Und das spüren die Menschen relativ schnell. Können sie Regierenden vertrauen oder nicht vertrauen? Und es ist jetzt eine Riesenchance für uns auf Bundesebene und auch auf Landesebene, dieses Vertrauen zurückzugewinnen. Weil ich glaube schon, dass sich die Menschen erwarten, dass es sozusagen eine Regierung gibt, die die Interessen der vielen vertritt und auch das Gefühl haben, dass die Lebensverhältnisse und die Problemlagen erkannt werden. Und das haben sie derzeit bei dieser Bundesregierung offensichtlich nicht. Und ich glaube auch, dass mittlerweile auch auf Landesebene die Stimmung eine andere wird und das Gefühl entsteht, dass diese ÖVP-FPÖ-Retro-Koalition in Wahrheit diese Zukunftsherausforderungen nicht angeht. Und da sehe ich eine Riesenchance für uns, aber das geht nur mit beständiger, geradliniger und klarer Arbeit. Ich freue mich über positive Umfragen, aber vielmehr freue ich mich dann über positive Wahlergebnisse. Und das fällt nicht von heute auf morgen vom Himmel, sondern das hat mit harter Arbeit zu tun und das bin ich bereit zu machen. Und ich glaube, wenn ich da noch ganz kurz einhaken darf, wirklich auch sagen kann, dass die ÖVP, egal auf welcher Ebene, in den letzten zwei Jahren etwas nicht verstanden hat, dann ist das Pandemie. Also, dass wir heute so schlechte Zustimmungswerte auch zu Corona-Maßnahmen haben, wie Maske tragen etc., ist schon wirklich diesem Schlingerkurs, dieser Zick-Zack-Kommunikation absolut verschuldet. Und ein Thomas Stelzer, der im Herbst, aufgrund der Landtagswahl muss man auch dazu sagen, gesagt hat, bitte alles öffnen. Und die Bundesregierung, der Sebastian Kurz damals, hat das dann auch entsprechend umgesetzt. Und die Zahlen wurden uns ja dann nach der Wahl quasi präsentiert. Die Infektionszahlen sind extrem in die Höhe geschnellt. Ich glaube, das war ein Problem. Und heute, vor einer Woche, geht Thomas Stelzer raus und sagt, und heute vor einer Woche geht Thomas Stelzer raus und sagt, naja, jetzt kritisiere ich aber eigentlich schon unseren eigenen ÖVP-Bildungsminister, weil er in den Schulen auf einmal nicht handelt bis Ostern. Also es kennt sich einfach niemand mehr aus, weil einerseits Schlingerkurs, auf der anderen Seite wollte man im Herbst alles öffnen, weil man will ja gute Zustimmungswerte für die Landtagswahl haben und Menschen finden die Einschränkungen bezüglich Corona nicht so super. Dann hat man extrem hohe Zahlen. Dann macht man irgendwie einen Tag, wo man grundsätzlich alle Corona-Maßnahmen jetzt im Frühjahr abschafft und dann beschwert man sich, naja, wäre vielleicht doch nicht so gescheit gewesen, wir wollen in den Schulen jetzt doch wieder strengere Maßnahmen. Wer soll sich da noch auskennen? Niemand. Und das, glaube ich, ist ein riesengroßes Problem und das ist zu einem Großteil der ÖVP wirklich auch zuzuschreiben. Da stellt sich natürlich die Frage, Herr Lindner, das Corona-Pandemie-Beispiel ist eh sehr anschaulich. Da ist ja unglaublich viel Frustration, Wut und Unmut entstanden. Aber wer kanalisiert das und wer profitiert davon im Augenblick, wenn wir uns die Zahlen anschauen und auch das Landtagswahlergebnis ist es ja in erster Linie eine skurrile Partei wie die MFG, eine Partei von Impfgegnerschaft und Corona-Schorbeleien. Aber dennoch, da gibt es Bedürfnis nach Protest. Die SPÖ in Oberösterreich ist offensichtlich nicht eine Partei, die diesen Protest sich aneignen kann und quasi in parteipolitische Arbeit ummünzen kann. Warum wird ihnen diese Oppositionsrolle nicht so abgenommen? Hat das auch was mit dem politischen System hierzulande zu tun? Also ich glaube, dass es Aufgabe der Sozialdemokratie sein muss, nicht nur alleine Oppositionskraft zu sein, sondern auch eine politische Alternative zu sein. Und die vergangenen Landtagswahlen waren natürlich unter dem Eindruck der Corona-Situation eine gänzlich andere Wahl. Und in Wahrheit hat die MFG nicht die SPÖ zu verantworten, sondern die ÖVP mit diesem Versagen im Kommunikations- und im Krisenmanagement zu Corona. Weil wenn Menschen das Vertrauen so dermaßen verlieren, das hat ja Auswirkungen auf das gesamte politische System, dann werden solche neuen Bewegungen und Sie haben es als skurril beschrieben, ich würde das nach einem halben Jahr Landtagserfahrung so bestätigen, dann suchen Sie sich solche neuen Bewegungen und Gruppierungen, die natürlich aus dem Stand heraus leichter haben, sozusagen die Verhältnisse von außen zu kritisieren. Ich glaube, wir haben in den letzten Jahren bewiesen, dass wir beides schaffen, nämlich eine gute Regierungspolitik, aber auch kantige Oppositionspolitik. Und ich glaube, es ist schon auch notwendig, auf Landesebene die Dinge so zu benennen, wie sie sind. Und das machen wir in der Landtagsarbeit mit guter Kontrollarbeit. Es ist unsere Aufgabe, die Landesregierung zu kontrollieren in ihrer Arbeit. zu kontrollieren in ihrer Arbeit. Und die Früchte werden wir noch ernten. Da sind wir nicht dort, wo wir hingehören, da gebe ich Ihnen absolut recht. Aber das ist, glaube ich, auch ein langfristiger Prozess hier als Konstruktiv, als Oppositionskraft, die aber eine politische Alternative auch darstellen kann und muss, wahrgenommen zu werden. Frau Holzleitner, ich habe es eingangs schon erwähnt, eine ganz entscheidende Frage ist auch für viele Menschen, die auf Politik blicken, wer verkörpert Politik, wer repräsentiert sie, wer agiert in Politik und beziehungsweise wer kann auch für Politik begeistern. Und damit sind wir auch sehr konsequent in der Frage von Personen, Persönlichkeiten. Damit sind wir auch sehr konsequent in der Frage von Personen, Persönlichkeiten. Das ist ja für mich im Zusammenhang mit der SPÖ doch auch immer sehr interessant, weil die SPÖ natürlich auch historisch gesehen immer von sehr starken Persönlichkeiten getragen war. Zugegeben in erster Linie Männer, aber dennoch. Und jetzt stellt sich die Frage, wo ja auch wir eine politische Landschaft haben, Wählerinnen und Wähler, die sehr volatil sind, die es sich aussuchen können, die nicht mehr einem traditionellen Wahlverhalten sich verpflichtet fühlen. Was ist denn das, was ein zeitgemäßes Angebot auch der SPÖ hier in Oberösterreich sein kann, tatsächlich junge Menschen zu gewinnen, zu interessieren, vielleicht auch Anreize zu bieten, mitzumachen, bis hin dann natürlich der einfachste Schritt, dann eventuell auch die SPÖ zu wählen? Ich glaube, es ist ein sehr gemischtes, also es muss ein gemischtes Angebot sein, auch auf den unterschiedlichen Ebenen, weil wir haben natürlich Arbeit im Wahlkreis, im Bezirk, digitale Arbeit, Social Media Arbeit, das ist ja heutzutage in der politischen Diskussion nicht wegzudenken. Es ist aber auch die Landesebene, die Bundesebene. Also ich glaube, man kann nicht das Bild der perfekten Politikerin oder des perfekten Politikers, der alle Personen ansprechen kann, zeichnen. Ich glaube, das ist ein bisschen eine Illusion, sondern es kommt immer auf die Zielgruppe drauf an. Und für junge Menschen braucht man natürlich ein Angebot an Politikerinnen und Politikern, die diese Themen auch ansprechen. Klimawandel, Forschung, Gefallen, aber natürlich auch ganz unmittelbare Sachen wie wie schaut die Möglichkeit meines Bildungswegs aus? Als junge Person habe ich die Möglichkeit einer günstigen Wohnung, die ich irgendwo mieten kann? Und alle diese Fragen muss man halt gut beantworten können. Und ich glaube, dass wir sehr viele gute Antworten eigentlich schon in der Schublade haben. Wir müssen es jetzt in einem weiteren Schritt, gerade im neuen Team von Michael Lindner auch verknüpfen. Das ist ja auch der Plan. Das wird ein Weg sein, den wir noch gehen müssen. Aber es wird möglich sein. Und ich glaube, dass wir das bis zur nächsten Landtagswahl, bis zu 2027 sicherlich auch schaffen können. Personen mit Themen verknüpfen, wir haben ja auch Bereichsprecherinnen, beispielsweise Bereichsprecher im Landtag, die einfach und nachdem der große Wechsel auch stattgefunden hat, die einfach noch besser mit ihren Themen zu verknüpfen, wie man das jetzt schon tut, wird sicher einfach in den nächsten Jahren noch Thema sein, wird kommen, aber das ist ja was, was in der laufenden politischen Arbeit auch einfach passiert. Man bringt einen Antrag ein, man thematisiert das, was man in dem Antrag irgendwie anspricht, an Forderungen oder mit einer Anfrage. Also wie gesagt, ich glaube, da passiert mit dem neuen Team des Landtagsklubs schon einiges, wird sicher noch mal kommen und einfach da Personen mit Themen verknüpfen und eben für die entsprechende Zielgruppe dann einfach aufzubereiten. Das passiert einfach in der laufenden politischen Arbeit. Aber wie gesagt, perfekte Politikerin, Politiker in dem Sinne, ist schwierig zu zeichnen, weil jede Zielgruppe was anderes verlangt und auch was anderes braucht. jungen Menschen eben viel wichtiger sein, dass ich auf Instagram, auf Facebook, TikTok, wo auch immer unterwegs bin, dort auch kommuniziere und das leicht kommuniziere mit Bild, kurze Sätze, kurze Sprache. Was anders ist, wenn ich mich mit Pensionistinnen und Pensionisten treffe, die auch schon auf Facebook auf jeden Fall unterwegs sein können, das will ich denen gar nicht absprechen, aber bei einem Kaffeeplausch wird es wahrscheinlich anders zugehen, als eben digital im Netz. Wie gesagt, da braucht es dann ganz andere Angebote. Aber das ist möglich. Also ich will auf jeden Fall nicht verneinen, dass wir das nicht bis zu 2027 gut auf die Reihe bringen. Ich möchte das unterstreichen. Es wird ja immer so dargestellt, wie wenn die SPÖ die Partei der alten Männer ist. Das ist ja nicht der Fall. Wir haben in Oberösterreich eine junge Nationalratsabgeordnete, die Bundesfrauen Partei der alten Männer ist. Das ist ja nicht der Fall. Wir haben in Oberösterreich eine junge Nationalratsabgeordnete, die Bundesfrauenvorsitzende geworden ist. Wir haben jetzt im Landtagsklub zwei Abgeordnete unter 30, einen Klimaschutzsprecher. Der geschäftsführende Landesparteivorsitzende ist noch U40, der Landesgeschäftsführer Anfang 30 und auch in der zweiten Reihe ganz viele Gemeinderätinnen, Gemeinderäte, junge Bürgermeister, wenn ich an Vöcklerbruck, Aschach, auch an Everding denke, also da sind sehr, sehr viele junge Menschen, die aktiv sind und die werden wir auch sichtbar machen. Und die werden wir auch sichtbar machen sozusagen mit diesem politischen Zukunftsbild, mit diesem Projekt, das ich da ab Sommer angeben möchte, dass eben wir in allen diesen Politikbildern nicht nur aktive Menschen, sondern auch Expertinnen und Experten zum Vorzeigen haben und da werden wir auch noch ein moderneres, ein junges Bild der SPÖ Österreich erzeichnen können und dann bin ich fester Überzeugung, dass wir 2027 anders dastehen werden und wir uns als zukunftsfitte, fortschrittliche, moderne Partei präsentieren können. Und da werden wir offensiver werden, natürlich auch im Sinne von Oppositionsarbeit und ich glaube, das haben wir im Herbst im Landtag schon sehr gut bewiesen, dass wir das können und gleichzeitig aber auch ein positives Bild nach vorn zeichnen. Die Menschen wollen ja wissen, was für ein positives Zukunftsbild können wir zeichnen und das müssen wir ihnen auch präsentieren. Die reine Oppositionshaltung wird es nicht sein. Wir brauchen einen positiven Weg auch nach vorn. Aber meine Aufgabe als Moderator ist es, die ganze Wahrheit im Auge zu behalten und nicht nur einen Teil der Wahrheit und erinnere somit an die heftige Diskussion in ihren eigenen Reihen, als ein Nationalratsmandat frei wurde und Elisabeth Feichtinger natürlich entsprechend nachgerückt wurde und mit welchen verschiedensten Kräften sie versucht haben, auch das zu verhindern. Das ist natürlich auch an die Öffentlichkeit gekommen und erzeugt ebenfalls ein Teil des Gesamtpuzzles der SPÖ Oberösterreich. Aber das ist jetzt mal nur so ein Beispiel. Herr Lindner, ich bleibe noch kurz bei Ihnen, denn interessant ist... Wenn ich aber da ganz kurz was dazu sagen kann, dass ich glaube, die Elisabeth Feichtinger macht in ihrer Arbeit als Nationalratsabgeordnete jetzt eine gute Arbeit. Die Woche hat sie zum Beispiel einen Antrag auch durchgebracht, also sie ist fleißig aktiv zum Thema Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden und natürlich kann man kritisieren, dass wir parteiinterne Geschichten nicht medial austragen sollten. Sollte auch immer unser Anspruch sein, genau das wollen wir ja auch in Zukunft. Aber Diskussion, ganz grundsätzlich in der Partei, ist schon etwas, was uns auch weiterbringen kann. Das ist, glaube ich, trotzdem wichtig zu betonen. Also in keiner Beziehung auf dieser ganzen Welt wird wahrscheinlich alles immer reibungslos laufen. Und so ist es auch in Parteien. Gut ist, wenn man diese Streitigkeiten oder Diskussionen intern führt, somit auch irgendwie was Neues dazulernt und für sich selber einfach auch Dinge lernt, die man in Zukunft nicht mehr machen sollte, wie Konflikte medial austragen, aber trotzdem Diskussionsprozesse, Möglichkeiten hat zur Diskussion, intern trotzdem schafft, diese Räume braucht es. Und wie gesagt, das ist etwas ganz Natürliches, glaube ich. Das Problem, das wir in der letzten Zeit, aber auch an dem werden wir arbeiten, eben gehabt haben, ist, dass es nach außen getragen worden ist. Und wie gesagt, Diskussionsprozesse gibt es in jeder Beziehung, überall. Und das ist grundsätzlich nichts Schlechtes, glaube ich. Herr Lindner, zur Frage von Konflikten oder Disharmonie. Es ist ja interessant, dass in der oberösterreichischen Sozialdemokratie nicht nur völlige Erfolglosigkeit herrscht. Es ist gerade beim Wahltag zuletzt im Herbst, im September aufgefallen, dass die SPÖ in Oberösterreich in verschiedensten Gemeinden beachtliche Erfolge hat einfahren können. Und interessanterweise hat diese Frage auch in diesem Papier der kritischen Selbstreflexion Eingang gefunden, denn hier wird angemerkt, dass natürlich das große Anerkennung verdient. Gleichzeitig aber diese oft erfolgreichen Kommunalpolitiker, Kommunalpolitikerinnen der SPÖ in den Gemeinden dann eigentlich auch die notwendige Gefolgschaft und die Unterstützung für die Landeswahlkampagne eher haben vermissen lassen. Wie wollen Sie da wieder mehr auf gleich kommen? Wie wollen Sie da mehr Commitment erzielen? Ist das eine Frage eventuell, dass der letzte Landesgeschäftsführer Georg Brockmeier in den Kommunen am flachen Land und sonst wo einfach nicht hat punkten können? Also ich komme selbst sehr stark aus der Kommunalpolitik. Ich bin selbst Gemeinderat, selbst Vizebürgermeister in meiner kleinen Gemeinde Käfermarkt mit 2.100 Einwohnerinnen und Einwohnern. Und das ist eigentlich die spannendste Aufgabe, sozusagen dort auf der Kommunalpolitik ganz real die Lebensverhältnisse der Menschen zu gestalten und zu verbessern. Und deswegen kann man sich von den Kommunalpolitikerinnen und Politikern viel abschauen. Und das war ein Ergebnis der Analyse. Ich war jahrelang Geschäftsführer des SPÖ-Gemeindevertreterinnenverbandes und habe unzählige Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Gemeinderätinnen und Gemeinderäte kennengelernt und verstehe sehr gut, was die Beweggründe sind, wie sozusagen so Wahlkämpfe, die am selben Tag sind, vonstatten gehen. Ich glaube, dass wir zeigen bei Gemeinderatswahlen und bei Bürgermeisterinnenwahlen, dass wir zwischen 27 und 29 Prozent erreichen können in Oberösterreich. Das sind die Wahlergebnisse bei der Gemeinderatswahl und bei der Bürgermeisterinnenwahl. Das heißt, das ist unser Potenzial, das wir heben wollen. Die Menschen vor Ort in den Gemeinden müssen halt auch das Gefühl bekommen, dass wir diese selbe offensive und vertrauenswürdige sozialdemokratische Politik, die sie in den Gemeinden wählen, auch auf Landesebene durchsetzen können. Und das ist das, was wir gemeinsam mit den Kommunalpolitikerinnen erarbeiten werden. Ich werde viel draußen sein, war schon bisher viel draußen im Bundesland, kenne die Gemeinden sehr, sehr gut und das ist wichtig, Verständnis zu zeigen für die Situation in den Gemeinden. Das ist vielleicht eine Lehre, dass das manchmal zu wenig geschehen ist, würde aber sagen, dass die Birgit Gersthoff als Gemeindereferentin das sehr intensiv gemacht hat. Aber man kann sich von den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern abschauen, wie ganz konkret sozialdemokratische Politik vor Ort funktioniert und da bin ich schon gespannt auf die vielen Erfahrungen. Es ist ihnen leicht, so eine Wahl an einem Tag zu haben. Wir haben drei Wahlen. Wir haben Gemeinderatswahl, wir haben Bürgermeisterinnenwahl, wir haben Landtagswahl. Die Bürgermeisterwahl ist noch dazu eine Persönlichkeitswahl, eine Direktwahl und das macht es natürlich schwieriger, das auch mit Landtagswahl. Die Bürgermeisterwahl ist noch dazu eine Persönlichkeitswahl, eine Direktwahl. Und das macht es natürlich schwieriger, das auch mit Landtagswahlkämpfen in Einklang zu bringen. Aber ich glaube einfach, dass es darum geht, dass die Menschen in den Gemeinden erkennen, dass es auch mehr Sozialdemokratie im Land braucht, um die Lebensverhältnisse in den Gemeinden zu verbessern. Weil was macht denn die ÖVP in Oberösterreich in Wahrheit? Sie bezeichnet sich selbst immer als Kämpferin für den ländlichen Raum. Nur wenn man sich dann die finanzielle Situation der Gemeinden anschaut, ist genau das Gegenteil der Fall. Die Gemeinden werden finanziell ausgehungert, haben viel zu wenig Geld für den Ausbau der Kinderbetreuung, für den Schulbau, für die Sportstätten, für die Vereinsunterstützungen und all das, was Gemeinden lebenswert macht. In Wahrheit saniert sich der Landeshauptmann das Landesbudget auf Kosten der Gemeinden. Und wir können vorhersagen, dass sozusagen mit starken, finanziell eigenständigen Gemeinden sich die Lebensqualität für die Menschen draußen verbessert. Und das zeigen unsere Bürgermeisterinnen. Ich glaube auch, dass SPÖ-geführte Gemeinden anders ausschauen als ÖVP-geführte. Dort geht es mehr um den sozialen Zusammenhalt. Dort schaut die Kinderbetreuung besser aus. Dort investiert man stärker in die soziale Infrastruktur. Und ich glaube, dass diese Verbindung von guter Kommunalpolitik und fortschrittlicher Landespolitik dann schon ein Erfolgsrezept sein kann. Und da werden wir uns viel mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern austauschen und vernetzen. Frau Holzleitner, wir sind jetzt kurz nach der Halbzeit unserer Sendezeit. Und ich weiß nicht, vielleicht ist es Ihnen auch aufgefallen, mir ist es von Anfang an aufgefallen, es gibt erstaunlicherweise ganz, ganz wichtige Themen, die hier noch nicht einmal mit einer Silbe erwähnt wurden. Stichwort Klima. Klimakrise, die sich abzeichnende Klimakatastrophe. Eines der Hauptmotive, vor allem für junge Menschen bei der Wahl, ihre Stimme abzugeben. Sie werden sicherlich nicht widersprechen, dass die SPÖ nicht an vorderster Stelle steht in Sachen Glaubwürdigkeit bei Klimaschutz und aktiver Klimapolitik. Können Sie mir erklären, warum das so ist? Warum Klima einfach etwas ist, was in der SPÖ nicht landet, was in der SPÖ vielleicht schon vertreten wird, vielleicht auch immer stärker vertreten wird, Stichwort auch Julia Herr im Nationalrat, aber einfach nach außen so nicht wahrgenommen wird. Wir haben es vorher sogar kurz angesprochen, das Thema Klimaschutz, aber wir sind noch nicht näher darauf eingegangen. Das mache ich jetzt sehr gerne. Ich glaube, immer mit Julia Herr haben wir eine ganz, ganz tolle Umweltsprecherin im Nationalrat, die wirklich super, super aktiv ist. Wir haben, glaube ich, eine sehr hohe Glaubwürdigkeit beim Thema öffentlicher Verkehr, weil es war damals unser Landesregierungsmitglied, der das Jugendticket Netz eingeführt hat, Reini Entholzer. Und was aber in Oberösterreich jetzt, wo das Verkehrsressort zum Beispiel nicht mehr in sozialdemokratischer Hand liegt, nicht geschafft worden ist, ist, dass es wirklich ein effektives 1-Euro-Ticket im Bundesland gibt. Weil ich muss einen Aufschlag für die Statutastädte zahlen, was, wie gesagt, dann nicht mehr 365 Euro kostet, so ein Klimaticket, ein Jahresticket nur für Oberösterreich, sondern natürlich die Kosten in die Höhe schnellen lässt. Und das ist zum Beispiel eben was, wie Michael Lindner vorher gesagt hat, sozialdemokratische Handschrift. Ich glaube, es wäre sehr wichtig, dass da einfach mehr weitergeht. In meiner Heimatstadt, wo es ist zum Beispiel von uns die Initiative kommen, dass man auch beim Klimaticket, ähnlich wie es davor schon war, beim Ticket für Studierende, einen kleinen Beitrag einfach zuschießt, hier einfach wirklich den öffentlichen Verkehr und das Ticket für den öffentlichen Verkehr günstiger macht. Das ist, glaube ich, was, da haben wir eine gute Glaubwürdigkeit. An diesem Thema sind wir schon sehr, sehr lange dran, war uns auch im Nationalratswahlkampf 2019 ein großes Anliegen, das 1-2-3-Ticket. Und beim Thema, bei weiteren Themen zum Thema Klimaschutz muss ich ein bisschen widersprechen. Wir haben es nur, glaube ich, in der Kommunikation oftmals nicht so einfach. Aber was mir persönlich ein sehr, sehr großes Anliegen war, und ich muss das einfach kurz erwähnen, weil als Oppositionspolitikerin kommt es wirklich nicht so oft vor, dass man Anliegen durchbringt. Aber es war auf unserer Initiative, dass wir zum Beispiel im Unterrichtsausschuss, es werden ja gerade Lehrpläne auch überarbeitet in den Sekundarstufen, es war unser Anliegen, dass das Thema Klimabildung und Umweltschutz, weil es jungen Menschen einfach ein riesengroßes Anliegen ist, stärker sich in den Lehrplänen widerspiegelt. Das war unser Antrag, unsere Initiative als SPÖ im Nationalrat, dass das einfach in der Lehrplanüberarbeitung auch Niederschlag findet. Und wie gesagt, als Oppositionspolitikerin möchte ich das einfach kurz erwähnen, weil sonst der Großteil unserer Anliegen einfach auf die lange Bank geschoben werden oder vertagt oder eben abgelehnt werden und deswegen es hin und wieder auch nicht so oft wahrgenommen wird. Klimasprecherin, die für dieses Thema auch mobil macht, aktiv ist, sie da unglaublich anitigert und total fleißig ist und sehr, sehr viel macht. Und mit Thomas Andlinger auch auf Landtagsebene eben so ein junger Abgeordneter, der jetzt seit Herbst im Landtag ist und sich auch in dieses Thema schon mega, mega eingearbeitet hat und da auch aufzeigt, wo es in Oberösterreich hakt und wo es einfach mehr Anstrengung braucht. Und wie gesagt, ich glaube, dass dieses Thema in der Sozialdemokratie grundsätzlich schon Niederschlag gefunden hat. Wir unglaublich engagierte Politikerinnen und Politiker an diesem Thema auch dran haben, die das Thema angehen. Und wie gesagt, gerade im öffentlichen Verkehr würde ich unsere Erfolge nicht schmälern wollen. Und da sind wir auch weiter dran, dass eben zum Beispiel Vergünstigungen auf der kommunalpolitischen Ebene passieren. Aber von Oberösterreich an sich, seit wir das Verkehrsressort eben zum Beispiel nicht mehr haben, ist nichts besser geworden. Das muss man, glaube ich, auch ganz klar so sagen. Also ich glaube, dort, um das anzuschließen, dort, wo wir sozialdemokratische Verantwortung haben, glaube ich, macht man sehr offensive Klimaschutzpolitik. Also die Stadt Linz sozusagen gibt sich einen eigenen Klimafahrplan und entwickelt eine Strategie, wie kann ich als 200.000 Einwohner Stadt Politik machen, die klimaschonend und ressourcenschonend ist. In Wien hat der Stadtrat Jürgen Czernohorski einen klaren Klimafahrplan vorgelegt, um auf den unterschiedlichen Ansatzpunkten vom Flächenverbrauch bis zu öffentlichem Verkehr einfach wirklich konkret Dinge weiterzubringen. Also wir machen das auch und wir werden das auch stärker kommunizieren, weil ich wirklich der Meinung bin, dass die Klimafrage, und du hast das angesprochen, es ist in Wahrheit die soziale Frage unserer Zeit. Es wird ja auch Verhältnisse über den Haufen werfen, weil er im Zentrum steht, wie können wir in den nächsten Jahrzehnten wirtschaften, nämlich so wirtschaften, dass Wohlstand gerechter verteilt ist, dass wir ressourcenschonender produzieren und wir trotzdem die Arbeitsplätze erhalten können für die Menschen in den Betrieben. Und das ist ja nicht irgendwie eine Klacksaufgabe, die ich von heute auf morgen löse, schon gar nicht an einem Industriestandort Oberösterreich, wo wir mit der Stahlindustrie, mit der chemischen Industrie, auch mit der Papierindustrie enorm ressourcenintensive Unternehmen haben. Das heißt, und ich sehe da aber auf Landesebene keinen Plan, wenn Sie mich ehrlich fragen. Also ich sehe keinen Plan, keinen Investitionstopf, keinen Klimafonds, was auch immer. Wir müssen ja die Unternehmen auch begleiten dabei. Und vor dem Hintergrund, dass das die größte soziale Frage unserer Zeit ist, werden wir uns als Sozialdemokratie auch da in Oberösterreich viel stärker noch mit dem auseinandersetzen. Ich möchte mich daran erinnern, weil wir zuerst im Vorgespräch über den Peter Schobesberg in Vöcklebruck gesprochen haben, der sozusagen aus der Energietechnologie kommt, der bei der Lenzinger AG in dem Bereich gearbeitet hat und jetzt sich anschaut, was kann ich als Stadt auf meinen öffentlichen Flächen mit Photovoltaikanlagen machen. Die Stadt Steier hat mit Markus Vogel an der Spitze die erste erneuerbare Energiegemeinschaft gegründet. Also da passiert im täglichen Tun sehr viel, aber ich sehe, dass das uns als Sozialdemokratie noch viel zu wenig zugetraut und zugeordnet wird. Und da werden wir auch viel mehr Bewusstseinsarbeit auch bei uns selber machen müssen, aber einfordern, dass diese Klimawende aber auch nicht auf Kosten der allgemeinen Mehrheit gehen kann. Weil am Ende des Tages stellt sich wie bei allen Dingen die Frage, wer zahlt es? Und wenn sich am Steuersystem nichts ändert, dann ist die Frage beantwortet. Dann zahlen das zu 80 Prozent die Arbeitnehmerinnen und Konsumenten. Und das kann sich am Ende des Tages auch nicht sein. Und ich glaube, dieser ganzheitliche Ansatz ist eben unser Ansatz auch zum Thema Klimaschutz, weil ich erinnere an die Diskussion zur Nationalratswahl 2019, wo wir nur im Alten Dorf TV-Studio gesessen sind. Und da hat eine Kollegin damals gesagt, sie hat jetzt eine Broschüre mit ihrer Organisation rausgebracht, welche Nahrungsmittel, welche Lebensmittel, welches Gemüse quasi gerade saisonal einfach verfügbar ist. Und man sollte doch viel eher mit dem kochen. Und ich glaube, dieses Abwälzen immer auf das Individuum, du bist schuld, weil du das billigste Lebensmittel kaufst, weil du es brauchst. Da sind wir wieder beim Stichwort Teuerung. Ich glaube, dieses Abwälzen auf das Individuum kann halt keine aktive Klimaschutzpolitik sein und nicht das Allheilmittel sein, sondern es braucht diesen gesamtheitlichen Ansatz vom Thema Wirtschaft, Industrie, Arbeitsplatzerhaltung, Thema Wohnen, Photovoltaik, alles. Also wie gesagt, es braucht wirklich diesen gesamtheitlichen Ansatz, der eben durchaus auch fehlt an manchen Ecken und Enden von manchen politischen Verantwortlichen und nicht dieses Abschieben aufs Individuum, weil das ist ehrlicherweise der falsche Punkt. Ich muss aber trotzdem darauf hinweisen, der Allgemeinheit ist es keineswegs entgangen, dass natürlich sich gerade bei sehr, sehr vielen Jugendlichen, jungen Menschen, die sich für den Klimaschutz engagieren, die SPÖ sehr im Misskredit geraten ist, weil natürlich die von einer SPÖ getragenen Mehrheit der Stadtregierung in Wien, Sie haben selber jetzt Wien angesprochen, natürlich jugendliches Engagement, etwa in Protestcamps mit Polizeigewalt geräumt werden. Da gibt es strafrechtliche Verfolgungsandrohung bis hin, auch das sollte nicht verschwiegen werden, dass es in Österreich, und das kommt ja nicht so oft vor, vor der SPÖ-Zentrale in der Löwelstraße einen Hungerstreik gibt. Also das richtet sich gezielt gegen die SPÖ-Klimapolitik und das ist jetzt nicht etwas, was Sie hier in Oberösterreich zu verantworten haben, aber es muss einfach Erwähnung finden, weil natürlich Menschen Politik auch viel ganzheitlicher wahrnehmen. Und das habe Birgit Gerstorfer auch ein bisschen den Kopf gekostet, dass ja unbestritten ist, dass die Geschichte der österreichischen Sozialdemokratie ganz eng verknüpft ist mit der Geschichte der Gewerkschaftsbewegung. Und das ist ein schwieriges Thema, weil es gibt ja nicht wenige, die von Politik viel verstehen und immer wieder auch der SPÖ raten, sie soll doch ein bisschen ein distanzierteres Verhältnis finden zu den Gewerkschaften bis hin, man soll ja nicht so viel Gewicht innerhalb der Partei geben, denn eine Gewerkschaft ist natürlich nichts anderes als eine Interessengruppe, eine Interessenvertretung, hat natürlich auch verfügt über jede Menge Ressourcen, kann auch entsprechend laut auftreten und sich in Erscheinung bringen. Das Papier sozusagen gemeinsam voran in eine neue Zukunft der SPÖ legt das auch nahe, dass das Verhältnis zur Gewerkschaft zu überdenken ist. Wie halten Sie es denn mit der Gewerkschaft? Wollen Sie ebenfalls schauen, dass man das Verhältnis neu ordnet, dass man dem Ganzen eine neue Bedeutung gibt, auch bei den Einflussmöglichkeiten oder halten Sie Ihren bisherigen Kurs fest? Also ich glaube, dass aus einer engen Zusammenarbeit zwischen der SPÖ und den sozialdemokratischen Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern nichts auszusetzen ist, weil wenn wir die Lebensverhältnisse der Menschen verbessern wollen, dann wollen wir auch die Arbeitsverhältnisse der Menschen verbessern und das sind die vielen Betriebsräte und Betriebsräte draußen in den Betrieben die erste und wichtigste Anlaufstelle für die Beschäftigten. Es ist ja nicht so, dass am Arbeitsmarkt oder in der Arbeitswelt alles in Ordnung ist. Dafür braucht es lautstarke Gewerkschaften, die sich jetzt bei den Lohnverhandlungen in diesen Monaten wieder ziemlich engagiert zu Wort melden werden, weil sie die größte Gruppe im politischen System repräsentieren, nämlich die abhängig Beschäftigten. Um da sozusagen die Entlohnungsbedingungen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Und da habe ich natürlich als Sozialdemokrat das größte Interesse, da gut und eng zusammenzuarbeiten. Und so halte ich es auch. Das habe ich bisher als Klubvorsitzender auch getan und das werde ich auch in Zukunft tun. Also ich sehe da keinen Änderungsbedarf. Klar ist sozusagen, wir müssen Hand in Hand oder abgestimmt gehen. Wir brauchen einander, wir unterstützen uns auch einander. Wenn ich mir die Strukturen so anschaue, glaube ich, und die Vertrauenswerte zum Beispiel der Arbeiterkammer mir der Arbeiter, dann wissen die Menschen auch die Qualität der Gewerkschaften zu schätzen und wissen sie auch als wichtigste Interessensvertretung zu schätzen. Und was kann mir da Besseres passieren, als diese engagierten Menschen auch in der Sozialdemokratie zu haben. Natürlich werden wir uns auch bemühen, andere Bevölkerungsschichten anzusprechen, auch jene, die vielleicht ein Personenunternehmer oder Unternehmer sind, die in Wahrheit unter den gleichen schwierigen Arbeitsbedingungen kämpfen wie manche Menschen in Betrieben. Also das wird natürlich auch eine Zukunftsaufgabe sein, uns auch neuen Zielgruppen zu widmen und das unter ein Dach zu bringen. uns auch neuen Zielgruppen zu widmen und das unter ein Dach zu bringen. Und ich glaube, gemeinsam kämpft es sich besser. Morgen gehen ja die Beschäftigten der elementarpädagogischen Einrichtungen wieder auf die Straße und die Gewerkschaft ist da ganz eine starke Partnerin auch für wirklich bessere Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und auch wirklich ein angehendes Personalnotstand im Elementarpädagogikbereich. Und das ist ja auch ein großer, großer Forderungspunkt von uns innerhalb der SPÖ und auch von den SPÖ-Frauen zum Beispiel. Und dass wir da Seite an Seite zum Beispiel mit der Gewerkschaft kämpfen für die Beschäftigten, finde ich es nur logisch und sinnvoll und auch sehr, sehr wichtig, um eine ganz breite Schlagkraft auch einfach zu haben, um dieses Thema zum Thema zu machen, zu thematisieren und wie gesagt auch den Beschäftigten in dem Fall den Rücken zu stärken, damit sie auch zu ihrem Recht auf Streik, auf Protest kommen. Herr Lindner, auch das taucht in diesem Papier auf, das Sie beauftragt haben. Das ist die Rolle der Parteispitze, der Parteivorsitzenden, jetzt in Ihrem Fall des Parteivorsitzenden. Da wird auch nahegelegt, dass man quasi diese Person sehr früh einsetzt, um dann im Hinblick auf eine nächste Wahl ausreichend Zeit hat, sozusagen auch Narrative auf diese Person aufzubauen, Erzählungen, diese Person bekannt zu machen, bis hin natürlich auch Botschaften damit zu verknüpfen. Ich interessiere mich sehr dafür und ich denke mal auch viele der Zuseherinnen und Zuseher, wie das denn in Ihrem Falle so aussieht. Was ist denn Ihre sozialdemokratische Persönlichkeit? Was macht es aus Ihrer Meinung nach, dass Sie sagen können, jetzt durchaus auch im Vergleich zu vorangegangenen Parteivorsitzenden, was verkörpern Sie persönlich an Erneuerung? Außer der Tatsache, dass Sie tatsächlich sehr, sehr jung sind. Jetzt muss ich auch darauf hinweisen, dass auch der neue Landesgeschäftsführer Florian Koppler mit 33 Jahren auch sehr jung ist. Ich meine, wir hatten schon mal in diesem Alter einen Bundeskanzler, aber trotzdem ist das bei Sie ja noch keine Referenz. Und dennoch, was ist es, was Sie quasi als Narrativ anbieten können, was tatsächlich dann auch andere Menschen eventuell für die SPÖ in Oberösterreich näher begeistern sollte? Ich muss da fast relativ weit zurückgehen, vielleicht auch in meiner eigenen Biografie. Bei mir zu Hause oder bei uns zu Hause war Politik daheim immer ein Thema, weil ich aus einer politischen Familie komme. Bei uns war Politik sozusagen ein Küchentisch-Thema, kann man sagen. Mein Vater ist sehr jung Fraktionsvorsitzender in einer Gemeinde geworden. SPÖ-Fraktionsvorsitzender. SPÖ-Fraktionsvorsitzender, jetzt seit 2003 SPÖ-Bürgermeister. Und ich habe Sitzungen miterlebt als 5-, 6-, 7-Jähriger, bei denen engagiert über Ideen diskutiert worden ist, wie die Gemeinde für die Menschen besser werden kann. Ob es jetzt Kinderbetreuung war, Schule, Jugendmöglichkeiten. Und habe dann immer wieder nach Gemeinderatssitzungen mitbekommen, dass mein Vater unfassbar frustriert war, dass sozusagen diese guten Ideen im Sinne der Menschen nicht umgesetzt wurden, weil eine ÖVP-Mehrheit gesagt hat, das war immer schon so, da konnte ja jeder kommen, so das Motto. Da habe ich da unfassbare Frustrationen erlebt und habe das nicht verstanden, warum das so ist. Wie kann sozusagen eine Mehrheit gute Ideen ablehnen? Und habe dann für mich mit 16 oder 17 beschlossen, okay, wenn mir was nicht passt und wenn ich sozusagen was Positives verändern will, dann muss ich das selbst in die Hand nehmen und selbst aktiv werden. Und das war der Grund damals in einem kommunalen Jugendprojekt. Wir waren ein überparteiliches Jugendteam und haben 300 Jugendliche in der Gemeinde befragt, was wollt ihr sozusagen in der Gemeinde haben. Außer kommen ist ein Jugendtreffpunkt und ein Skaterplatz und wir haben das öffentlich präsentiert, haben den damaligen ÖVP-Bürgermeister eingeladen, den Jugendausschuss und mit diesen Ergebnissen konfrontiert, mit dem Endeffekt, dass beides realisiert wurde. Und ich glaube, auf das kommt es auch ein bisschen an, dass mein Bild ist und dass ich nach wie vor der Überzeugung bin, dass es eine Welt geben kann, in der es allen Menschen gut geht. Und wir sind noch nicht dort. Es gibt unfassbar viele Ungerechtigkeiten, Menschen, die an Hunger leiden, Armut, was auch immer, obwohl wir parallel dazu einen obszönen Reichtum haben von dem reichsten Prozent oder von dem reichsten 5%. Und an diese Welt glaube ich und deswegen will ich das auch in den realen Verhältnissen, wo ich Verantwortung trage, auch verändern. Und das ist da in Oberösterreich. Und ich glaube, dass wir da viele Generationen mit auf den Weg nehmen können, wenn wir offen genug sind, wenn wir positiv sind, wenn wir auch zu mitmachen anregen. Und das soll mein Weg sein, den Menschen auch zu vermitteln, okay, wenn ihr mit etwas nicht zufrieden seid, wenn Verhältnisse nicht passen, dann engagiert euch und da kann die Sozialdemokratie in Oberösterreich einfach eine Plattform sein, da mitzumachen und da werden wir Angebote machen und da sehe ich riesige Herausforderungen. Ich höre jetzt ja sozusagen fast dem Kopf nicht aus, wenn wir im 21. Jahrhundert an einem Industrie- und Wirtschaftsstandort noch immer über den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung diskutieren müssen. Das ist ja eigentlich unfassbar. Jeder will es, die Industriellenvereinigung, die Wirtschaftskammer, die Arbeiterkammer, die Familien wollen es und die ÖVP blockiert. Also ich glaube, dass wir als Sozialdemokratie die ÖVP als Familien- und Wirtschaftspartei eigentlich ablösen sollten, weil sie nicht mehr auf der Höhe der Zeit sind. Sie haben es aber nicht nur blockiert, sondern aktiv verhindert damals. Bekämpft muss man wirklich feststellen. Also ich glaube, es muss unsere Aufgabe als Sozialdemokratie sein, diese Verhältnisse zu verändern und möglichst viele Menschen zu mitmachen, zu bewegen. Weil viel zu oft sozusagen wird weiter delegiert, die da oben und andersherum es richten. Und das ist nicht nur demokratiepolitisch gefährlich, sondern es ist auch für die Menschen viel zu bequem. Also ich glaube, wenn wir was tun wollen, dann gemeinsam und dann miteinander und vor allem nach vorn. Und das trauen wir zu. Frau Holzleitner, bis heute gilt es ja als gesellschaftspolitisch fortschrittlich Frauenpolitik von Familienpolitik zu trennen. Das ist ja etwas, das ist ja nicht selbstverständlich. Tatsache ist auch, dass wir in den letzten Jahren feststellen müssen, dass Frauenpolitik eigentlich immer mehr zurückgedrängt wird. gedrängt wird. Da gibt es jede Menge Studien, Untersuchungen dazu, bis hin in den Medien, dass frauenpolitische Themen immer seltener angesprochen, erörtert, aufgegriffen werden. Also fast sowas wie ein antifeministischer Backlash. Das ist natürlich auch durchaus ein Spiegel der Zeit, weil sowohl hier in Oberösterreich als auch auf Bundesebene haben wir frauenpolitische Ressortverantwortliche, die mitunter stolz darauf verweisen, antifeministisch zu sein. Jetzt ist das natürlich etwas, und das ist auch jetzt schon mehrfach angesprochen, eigentlich ein Power-Thema, wo Sie richtig, richtig ordentlich draufhauen könnten. Tun Sie das Ihrer Meinung nach ausreichend? Ist das etwas, wo Sie tatsächlich klare Kante zeigen, ausreichend angriffig und konfrontationsfreudig sind oder haben auch Sie nicht irgendwie permanent so einen halben Fuß auf der Bremse, weil man ja doch, wir leben auch hier in Oberösterreich in einem strukturell sehr konservativen Raum, dass man eigentlich die Frauen nicht unbedingt verschrecken will? Ich glaube nicht, dass wir auf der Bremse stehen, aber natürlich, genau, es ist ein Problem, dass das Thema Frauen oder Frauenpolitik halt total oft keinen Niederschlag findet, obwohl wir es thematisieren, thematisieren, mit Kundgebungen auf der Landstraße zum Beispiel auch stehen und klare Kante beweisen wir auf jeden Fall. Das haben wir auch gezeigt mit unseren Forderungen zum Weltfrauentag, die ganz klar waren, Lohntransparenz und da blockiert die ÖVP seit wirklich sehr, sehr langer Zeit, berichtet uns zum Beispiel auch der Koalitionspartner, die Grünen auf Bundesebene. Dass es zum Beispiel ähnlich wie in Island einfach so ist, dass nicht ich als Arbeitnehmerin einfordern muss, dass ich gleich viel bezahlt bekomme als Frau, wie mein männlicher Kollege, sondern dass das Unternehmen belegen muss, warum überhaupt unterschiedlich bezahlt wird. Das ist ganz klar ein Thema. Aber auch, und da haben wir auch sehr klare Kante bewiesen, das Thema verpflichtende Väterkarenz, weil wir vorher auch schon so viel über Kinderbetreuung geredet haben. Natürlich ist es überhaupt kein einfaches Thema, das zu thematisieren und anzusprechen. Das ist mir völlig klar. Aber ich glaube, wir müssen auch einfaches Thema, das zu thematisieren und anzusprechen. Das ist mir völlig klar. Aber ich glaube, wir müssen auch einfach davon weg, dass eben zum Beispiel, und das sind vorwiegend konservative Bürgermeister, ich sage das auch bewusst männlich an dieser Stelle, die sagen, naja, ich baue meine Kinderbetreuung nicht aus, weil zu mir ist noch nie eine Mutter hergekommen und hat gesagt, wir brauchen einen Ausbau. Wir wissen, Angebot muss geschaffen werden, dann wird es eh angenommen. Weil alle Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker, die eine Krabbelstube, eine Kindergartengruppe, eine zusätzliche Nachmittagsbetreuung angeboten haben, haben gesagt, die war so schnell voll, so schnell haben sie gar nicht schauen können und sie haben eigentlich die zweite schon wieder eröffnen müssen. Also diese Themen sind schon welche, die wir sehr, sehr stark spielen und auch bewusst spielen, auch das Thema Gewaltschutz. Wir wissen, letztes Jahr sind über 30 Frauen in Österreich deswegen ermordet worden, weil sie Frauen sind oder Frauen waren. Und wir haben ein Gewaltschutzpaket, wo Frauenorganisationen wie der Frauenring zum Beispiel, der österreichische Frauenring dezidiert sagen, das ist nicht genug. Wir haben die Istanbul-Konvention, die damals unter einer SPÖ-Frauenministerin ratifiziert, also angenommen worden ist, die klar einen Rahmen zeichnet, wie Gewaltschutz passieren muss. Oberösterreich hat nach wie vor nicht ausreichend Frauenhausplätze und das ist in Landesverantwortung. Wien eröffnet heuer das fünfte Frauenhaus und setzt noch auch gleichzeitig bei einem Mädchenschwerpunkt, was ich glaube heutzutage auch sehr, sehr wichtig und gut finde. einen Mädchenschwerpunkt, was ich glaube heutzutage auch sehr, sehr wichtig und gut finde. Also auch da sehen wir, dass in konservativ ÖVP-geführten Bundesländern sehr viel nicht funktioniert in der Frauenpolitik. Und wie gesagt, ich glaube, unsere Botschaften sind eigentlich sehr klar und zeigen klare Kante. Auch, dass es zum Beispiel den Frauenausschuss im Landtag so in dieser Form, in dieser Periode nicht mehr gibt. Warum ist das so? Weil die ÖVP es auch bewusst so gemacht hat. Und das finde ich sehr, sehr schade, weil diesen Fokus auf Frauenpolitik als solches brauchen wir. Und das ist wichtig. Und weil, wie gesagt, wir haben ganz am Anfang auch davon gesprochen, dass der Gender Pay Gap in Oberösterreich am größten ist oder mitunter am größten ist. Da sind die Aufholbedarfe extrem, extrem groß. Und wir sind da sehr stark dran, sehr lautstark dran. Aber dass es nicht immer so Niederschlag findet, glaube ich auch, ist ein sehr, sehr großes Problem. Und ein Politiktrend, den ich nicht unbedingt recht gut finde, sondern eher sehr, sehr bedenklich und der mich auch nachdenklich stimmt. So ehrlich muss ich auch sein. Und so ehrlich muss ich das auch sagen. Und wenn wir von diesen wirklich substanziellen Änderungen sprechen, wie Lohntransparenz oder auch eben Karenz, dann sprechen wir von gesetzlichen Änderungen und wirklich von gesetzlichen Rahmenbedingungen. Und was wir aber merken ist, dass es diese gesetzlichen Änderungen nicht geben wird in näherer Zukunft, weil die ÖVP halt das einfach auch nicht will. Und die Frauenministerin ist ja auch ursprünglich Oberösterreicherin. Ich glaube, deswegen kann man es auf jeden Fall in dieser Sendung auch thematisieren und ansprechen, was hat sie gemacht am Frauentag? Einen Fonds präsentiert. Einen Fonds, der intransparent ist, weil er sich der parlamentarischen Kontrolle entzieht. Sie nimmt Geld aus dem Ministerium raus, schiebt ihn in einen Fonds, den wir nicht mehr mit Anfragen zum Beispiel erfragen können, wohin das Geld fließt, für welche Projekte, in welcher Institutionen und, und, und. All das passiert sozusagen in einer Blackbox. Dann ist gesagt worden, es wird einen MINT, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik Schwerpunkt für Mädels und junge Frauen geben. Präsentiert sind aber Role Models worden, die diesem Rollenbild nicht entsprechen. Eine Brigitte Bierlein, die Juristin ist wahr und gleichzeitig gibt es aber ganz, ganz viel, was in diesem Bereich auch schon geschafft worden ist. Also letztes Jahr hat es diese Mint Girl Challenge zum Beispiel auch gegeben von der Frauenministerin mit der Wirtschaftsministerin gemeinsam. Eine ÖVP-Abgeordnete hat selber eine Stiftung für genau dieses Thema gegründet. Jetzt wird eine zusätzliche Parallelstruktur geschaffen und ich komme schon zum Punkt. Aber die gesetzlichen Änderungen, die das Leben der Frauen auch tatsächlich besser machen würden und sie in ihrer Selbstbestimmtheit auch unterstützen würden, die vermissen wir tagtäglich in unserer frauenpolitischen Arbeit. Herr Lindner, wir haben jetzt gar nicht mehr viel Zeit auf der Uhr, wenige Minuten. Eine Frage noch, die mich seit gestern beschäftigt. Ich weiß nicht, ob Sie gestern gefeiert haben. Ich meine, gestern haben Sie gefeiert, aber es gab ja noch einen Grund zu feiern, denn die Sozialdemokratie in Europa versteht es ja noch, mancherorts zu gewinnen, Erfolge einzufahren. Die SPD im Saarland hat die absolute Mehrheit erzielt. Was würden Sie sich denn am ehesten abschauen von der SPD im Saarland, damit Sie es ihr bei der nächsten Wahl hier in Oberösterreich gleich tun? Zuallererst freue ich mich, dass die SPD Saarland in dem Ausmaß gewinnen konnte. Ich muss ganz offen sagen, so genau habe ich den Wahlkampf nicht mitverfolgt oder die Landespolitik im Saarland mitverfolgt, dass ich jetzt gleich Ableitungen treffen kann. Aber ich glaube, dort, wo die Sozialdemokratie eine Zukunftsperspektive bieten kann, die man authentisch den Menschen auch abnimmt, die dafür kandidieren, ich glaube, dann kann sie erfolgreich sein. Vor allem dann, wenn wir sozusagen authentisch, geradlinig, glaubwürdig ein Konzept nach vorne bieten können. Und das hat die SPD schon mit dieser Koalition aus Grünen und FDP jetzt bewiesen, dass man einfach sozusagen eine gesellschaftspolitische, wirtschaftspolitische Alternative nach vorn bietet. Und dann, glaube ich, ist Sozialdemokratie absolut wählbar. Und diese Abgesänge, die man sozusagen immer wieder hört, sind dann lügengestraft irgendwie. Also wir können Wahlen gewinnen und wir werden auch wieder Wahlen gewinnen, weil man schon sieht, wo sozusagen diese konservative Politik auch hinführt. Zu unklarem Krisenmanagement, zu einer ungerechten Verteilung, zu sinkenden Lebenschancen für breite Teile der Bevölkerung und das wollen die Menschen nicht. Die Menschen wollen ein gutes und ein gelingendes Leben haben mit gleichberechtigten Chancen und das kriegen sie in Wahrheit nur mit der Sozialdemokratie und das werden wir auch für Oberösterreich versuchen und ich werde mir das Beispiel aus dem Saarland noch sehr genau anschauen. Da können wir viel lernen. Wie man, glaube ich, generell aus Deutschland aktuell viel lernen kann. Ich glaube, es braucht einfach auch im Bündnis mit anderen gesellschaftlichen Kräften und auch mit anderen Parteien, wir haben jetzt auch in Oberösterreich die NEOS, fortschrittliche Alternativen zu dieser verstaubten ÖVP. Ich glaube, die SPD im Saarland hat mit Anke Rilllinger für die Landtagswahl eine total bodenständige und coole Spitzenkandidatin aufgestellt. Und das treiben Michael Lindner für 2027 auf jeden Fall auch zu. Das nehme ich als Schlusswort. Vielen herzlichen Dank. Toll, dass Sie da waren. Michael Lindner, designierter Landesparteivorsitzender der SPÖ Oberösterreich. Eva-Maria Holzleitner, Bundesfrauenvorsitzende der SPÖ. Ja, ich kann versichern, dass ich mich noch weiterhin sehr rege und kritisch mit der SPÖ, der Sozialdemokratie in Oberösterreich befassen werde. Ja, auf jeden Fall ein Dankeschön auch den Zuseherinnen und Zusehern von DorfTV, die wieder mit großem Interesse dabei waren. Die nächste Ausgabe steht schon fix im Programm, nämlich kommenden Dienstag, 5. April, dann wieder um 17.30 Uhr. Da beschäftigen wir uns mit der Frage wieder die Macht der Algorithmen. Da geht es vor allem darum, wie wir dem digitalen Raum, der Digitalisierung eigentlich die Ansprüche von Demokratie und Vielfalt allmählich wieder zurückgeben können. Ich habe da wieder spannende Gäste, darf Sie also einladen, einzuschalten. Dienstag, 5. April 1730. Ansonsten darf ich wie immer mit dem Ersuchen schließen. Bleiben Sie dem Sende Ihres Vertrauens, nämlich DorfTV, auch weiterhin gewogen. In diesem Sinne noch einen schönen Nachmittag. Bis bald und auf Wiedersehen.