Gut, dann bitte ich jetzt den Vereinsrat des ZZI um die Begrüßungsworte. Dankeschön. Ja, liebe Freunde, vielen Dank, dass ihr heute an unserem Webinar teilnehmt und eure Begegnungsbereitschaft damit beweist bzw. eure gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmt. Schon seit es die Menschheit gibt, gibt es auch die Migration sowie die kulturellen Begegnungen, die als ein Bestandteil des menschlichen Daseins zu verstehen sind. Durch die Mobilität der modernen Gesellschaften, die schnelle und leichte Bewegung ermöglicht hat, ist die Migration bzw. ein Ein- und Auswanderung von Menschen ein unausweichliches Thema unserer Zeit geworden. Jede neue Bewegung, Flucht oder Umsiedlung der Menschen bedeuten auch Veränderungen sowohl für alteingesessene als auch für zugewanderte Bevölkerung. Wenn man die gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt nicht zum eigenen Vorteil macht, können diese Veränderungen sehr schnell soziale Spannungen und Unruhen verursachen. Die Vorurteile werden geschürt, medial aufgepusht und unter anderem politisch instrumentalisiert. Diese Situation führt zur rassistischen Alltagsdiskriminierung, die mehrere Studien bereits festgestellt haben. Darunter leidet in erster Linie der gesellschaftliche Zusammenhalt. Unser Kultur- und Wissenschaftsnetzwerk Zentrum der zeitgenössischen Initiativen, ZZI, organisiert bereits seit acht Jahren das Projekt Rassismus stiller Gesellschaftskiller, für das wir im Jahr 2018 von der Stadt Linz einen Preis für Interkulturalität bekommen haben. Im Jahr 2022 nimmt sich das ZZI das Thema Menschenrechtsverletzungen auf der Balkanroute vor, damit man der bestehenden Instrumentalisierung der Thematik in der Gesellschaft politisch, der Thematik in der Gesellschaft politisch, medial, virtuell entgegentreten kann, ist es enorm wichtig, die Begnägnungsorte zu schaffen bzw. sich wissenschaftlich und sachlich mit dem Thema auseinanderzusetzen. und persönliche Erfahrungen sollen dabei helfen, ein besseres Verständnis über Ereignisse vor Ort und menschliche Schicksale zu entwickeln. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen angenehmen Abend, spannende Vorträge und interessante Diskussion. Dankeschön. Vielen Dank für diese einleitenden Danke schön. SOS Balkanroute gegründet. Die letzten Jahre hat er hauptsächlich am Balkan verbracht. Mit Unterstützung der österreichischen Zivilgesellschaft baute er die Initiative SOS Balkanroute im Bosnien-Herzegowina Hilfswerke in sechs Städten und Orten auf. Einerseits schafft diese Initiative mediale Aufmerksamkeit für ein Thema, welches oft auch ganz bewusst vollkommen ignoriert wird. Andererseits hilft man damit auch direkt Menschen, die sich in schwerwiegenden humanitären Notlagen befinden. Bereits im Jahr 2019 organisierte SOS Balkanroute Hilfe für das Horrorcamp Butscherk und nach dem Brand im Camp Lieper 2020 brachten die österreichischen AktivistInnen den Menschen dort die erste warme Mahlzeit nach 17 Tagen. Ich übergebe nun das Wort an Peter Rosanditsch und bitte um seinen Vortrag. Ja, hallo. Hallo, liebe Leute, bekannte und unbekannte Gesichter. Wie du richtig sagst, haben wir 2019 im Camp Vucic begonnen. Damals noch nichts ahnend und auch ein bisschen naiv mit einem VW-Bus hingefahren, haben den deutschen Aktivisten Dirk Planath damals besucht und ihm die ersten Spenden auch gebracht. Seitdem ist viel passiert. Seitdem sind mittlerweile 53 Hilfstransporte nach Bosnien und Herzegowina passiert. Ebenso sind zahlreiche, also viele Spendengelder und viel Hilfe, die in Bosnien angekommen ist. Wir haben 2019 gestartet und wussten eigentlich gar nicht, wie dramatisch und wie schlimm die Ausmasse auf der Balkanroute waren. Und als wir im Camp Wutschiak waren und gesehen haben, ein Camp auf einer ehemaligen Müllhalde neben einem Minenfeld, ohne Strom, ohne Wasser, ohne jegliche, eine gescheite Versorgung, einmal am Tag das Rote Kreuz, Mahlzeiten verteilt, ja, dann sind wir uns bewusst geworden, was da eigentlich in Bosnien-Herzegowina passiert. Nachdem sind wir im Auto gesessen und haben nichts geredet, stundenlang, aber am nächsten Tag waren wir uns alle einig und haben schon wieder gesammelt für die Balkanroute und für die Menschen entlang im Nordwesten Bosniens. Mittlerweile ist viel passiert. Wir haben ein ganzes Hilfsnetzwerk, sowohl in Velika Kladuscha, Bihac, das sind die zwei Hotspots im Nordwesten Bosniens. Und mittlerweile haben wir eben zwei Zentren unterstützen können. Mich freut es besonders, dass heute die Sanella Klepitsch, die das Tageszentrum Intergrade gegründet hat, wo sie versucht, Geflüchteten neue Perspektiven aufzuzeigen und ein Pioniersprojekt in Bosnien macht. Das haben wir finanziell unterstützt dank einer Spende von Courage. Wir haben die Jahresmiete bezahlt und haben etliche andere Anschaffungen wie Laptops, Projektoren und so weiter für die Workshops, für die Sprachkurse besorgt. Ebenso freut mich heute, dass eine der meist inspirierenden Frauen für unsere Initiative, ich sage immer, einerseits hat uns das Leid getragen, um das zu tun, was wir jetzt seit mittlerweile drei Jahren tun. Andererseits haben uns die Menschen in Bosnien getragen, die eben selber in einem schwierigen Verhältnis leben. Wir wissen, Bosnien-Herzegowina kämpft aktuell auch mit der Staatskrise in dem Land. Und trotz allem gibt es dort Menschen, die uns einfach Menschlichkeit aufzeigen und die eigentlich so gesehen, im ganzen breiten Spektrum gesehen, die einzigen wahrhaftigen Beschützerinnen der Europäischen Menschenrechtskonvention, der europäischen Menschenrechte sind. Und die Person, die heute Abend auch reden wird und die uns sehr viel inspiriert hat und die auch fundamental wichtige Arbeit für SOS Balkanroute geleistet hat und leistet, ist die Frau Semira Goringaz aus Bichatsch, die wir von Anfang an unterstützt haben und mit der wir seit drei Jahren zusammenarbeiten. Und mich freut es hier, dass eben auch in Österreich, das haben wir eigentlich schon vor drei Jahren geplant, zwei Jahren geplant mit dem Herrn Schörkuber, mit euch auch gemeinsam. Leider ist das aufgrund von Corona damals abgesagt worden. Und jetzt werden wir dann heute Abend Semira auch hören, was wir schon längst machen wollten, dass sie dem österreichischen Publikum noch greifbarer wird und noch klarer wird, was eigentlich hier diese Frauen wie Sanella, wie Semira auf ihren Schultern tragen. Sie sind diejenigen, die diese Krise, die eigentlich unsere Regierung mit zu verantworten hat, genauso wie viele andere rechtspopulistisch orientierte europäische Regierungen. Diese Menschen sind es, die das ausbaden, die da Menschlichkeit herstellen und die zumindest, sie können das System nicht ändern. Wir wissen es, sie können die Menschen nicht einfach nach Italien oder nach Österreich zaubern, aber sie können zumindest für einen Moment die Menschlichkeit und die europäischen Menschenrechte wiederherstellen. Und das ist das, was wir tun. momentan die europäischen Menschenrechte für die Menschen wiederherstellenin Erschlikar auch letztens in Bichatsch war, danken ebenso auch dem Bürgermeister von Dreiskirchen, Andreas Babler, der den Rettungswagen, den zweiten Rettungswagen für Bichatsch im Jänner nach Bichatsch gefahren hat selber und ihn dort den Menschen gespendet hat. Das sagt auch schon vieles aus, wenn eine Stadt wie Bichatsch, die 50.000 Einwohnerinnen hat, einen Rettungswagen hat und zugleich eines der größten Leidtragenden oder auf deren Schultern sich das abspielt, diese Stadt ist. Und diese Stadt wird konstant im Stich gelassen und wir haben hier ein sehr, sehr gutes Zeichen gesetzt, denke ich, mit der Initiative der Städter Partnerschaften der Menschlichkeit. Georg Will Österreich, dass wir ins Bewusstsein rufen, was da eigentlich sich vor unserer Haustüre abspielt, wie bosnische Gemeinden alleingelassen werden mit den Problemen und wie eigentlich heldenhaft, inspirierend und zutiefst menschlich die Frauen in Bosnien, es sind vor allem Frauen und es sind vor allem Bosnierinnen, den Menschen dort 365 Tage im Jahr helfen. Ja, lange Rede, kurzer Sinn. Ich glaube, ich stehe dann eh noch später für Fragen offen. Wir haben morgen eine Sammelaktion in Krems. Wir haben nächstes Wochenende eine Sammelaktion am 12. Februar in Wien, in Buk, Werdinger Straße. Und da sind wir auch froh, dass das Konsilium Bosniakum, genauso wie die Volkshilfe, genauso wie die muslimische Jugend Österreichs, genauso wie die katholische Aktion, wie die kommunistische Jugend, wie die Gewerkschaftsjugend und wie 38 insgesamt Organisationen dazu aufrufen. Danke an alle, die Wärme spenden. Danke an alle, die uns unterstützen. Und danke vor allem an Sanela, Semira und viele andere Frauen in Bosnien. Ja, danke Peter für deinen kurzen Einblick. Und ich bin sicher, dass es nachher noch ganz viele Fragen auch an dich geben wird. Und ich habe auch einige Fragen vorbereitet für die spätere Diskussion. Für den nächsten Vortrag darf ich eben nun, wie schon angekündigt, Sanela Klepitsch vorstellen. Sie ist Leiterin des Tageszentrums Intergrade in Sarajevo. Sanela war in den letzten vier Jahren dieser umfassenden Krise auf der Balkanr, eigentlich öfter mittendrin statt nur dabei. Sie hat drei Jahre lang für das Bosnische Rote Kreuz Menschen auf der Flucht versorgt und mittlerweile konnte sie dank der Unterstützung von SOS Balkanroute ihr eigenes Tageszentrum gründen und will somit der bosnischen Gesellschaft, aber auch der EU-Asylpolitik zeigen, was alles möglich ist und was alles erreicht werden kann, wenn man Menschen auf Augenhöhe begegnet. In ihrem Tageszentrum in Sarajevo bekommen geflüchtete Menschen Unterstützung, kostenlose Rechtsberatung. Ich möchte vielleicht jetzt noch gar nicht so viel vorwegnehmen und möchte jetzt gerne Sanela bitte um ihren Beitrag bitten. Dankeschön. Mein Name ist Sanela Klepitsch. Ich komme eigentlich aus einer kleinen Stadt, die Klutsch heißt. Die ist so an der Grenze von dem Asana-Kanton. Und dort habe ich eigentlich von meiner Kindheit auch gelebt. Ich selber war auch Flüchtling in der Schweiz während des Bostischen Krieges und bin dann auch wieder zurück in unsere Stadt gekommen. Und dann 2019, als eigentlich der Höhepunkt an der Balkanroute auch war, fing ich an, dann auch im Kürz zu arbeiten. Das war ein spezieller Ort, weil die Regierung von Unasana dann entschieden hat, einfach der Polizei hat sie einfach befohlen, alle Leute, die von Bussen und öffentlichen Transportmitteln, die genutzt haben, einfach dann die Leute da rauszunehmen und die befanden sich dann einfach auf der Straße. Da haben wir dann zusammen mit dem Roten Kreuz ein wirklich gutes, ja, viele Sachen geleistet und am Ende haben wir auch dann einen Human Terrain Service Point angerichtet. Und dann habe ich eben entschieden, dass ich auch etwas mehr machen muss als nur halt diese Nothilfe zu leisten. Dann habe ich mich entschieden nach Serewo zu kommen und ein Tageszentrum für Integration aufzubauen, wie schon gesagt. Es heißt Integrate und es ist auf Bosnien- Herzegowina-Ebene registriert. Also ich glaube, ich bin jetzt die erste kleine NGO, die das auch so in dieser Form geschafft hat, auch an ganz Bosnien registriert zu sein. Es hat schon viel gedauert, weil die Regierung war nicht so froh, mein Statut zu lesen, weil in meinem Statut hat eigentlich, das ist alles drin gestanden, was sie so nicht, glaube ich, ja, sie haben das nicht so willkommen gesehen, aber ich war mit meiner Anwältin, war ich dann auch stur und wir haben das endlich hinter uns und jetzt kann ich stolz auch von meinem Integrationsprogramm erzählen. Wir haben verschiedene Punkte. Ich nenne das auch ein Programm, weil es einfach wirklich viele Sachen, die wir da auch machen und leisten. Eins ist dieses Sprache lernen. Also wir haben Intensivkurse in Bosnisch und Englisch. Wir haben Ausbildung, das heißt Berufsausbildung und Qualifizierungen für verschiedene Berufe. Wir haben rechtliche Beratung, das heißt, dass wir Unterstützung von Anwälten haben für faire Asylprozesse. Wir haben psychosoziale Unterstützung, das heißt psychologische Erste Hilfe und die duelle psychologische Betreuung. Wir haben sicheres Wohnen, das heißt betreues Wohnen in Wohngemeinschaften. Wir haben dann Hilfe und Zugang zum Arbeitsmarkt. Und wir haben auch ein Sozialunternehmen gegründet, wo dann die Asylsuchenden auch nach dem Erhalten von Arbeitsbewilligung dann auch arbeiten können. Und wir machen ganz viel an der kulturellen Integration, das heißt Kunst, Sport und Kochaktivität mit der lokalen Bevölkerung. Das sind jetzt die Punkte, die das Programm halt umfasst. Und die Leute oder die Menschen, die dann willkommen sind in unserem Zentrum, sind meist die Asylsuchenden, die Leute, die einfach in Bosnien keinen Zugang zu all diesen Punkten, die ich jetzt benannt habe, einfach nicht haben, weil die Regierung es einfach nicht geschafft hat, ein gutes System aufzubauen für die Integration. es nicht geschafft hat, ein gutes System aufzubauen für die Integration. Und neben den Asylsuchenden sind dann auch die Leute, die einfach diese Kategorien, die sehr die verletzlichen Kategorien, das heißt, es gibt viele Gruppen oder halt spezifische Gruppen. Es sind zum Beispiel alleinreisende Mütter mit Kindern. Es sind z.B. Leute, die irgendwelche Gewalt erlebt haben, traumatisiert sind. Also es gibt Zugang zu all diesem Service, was wir anbieten. Es ist wirklich vielfältig und es kommen wirklich Leute, die schon länger jetzt irgendwie auf der Balkanroute sind, die eigentlich ganz verzweifelt sind, die finden einfach nicht mehr den Ausweg, die kommen dann an die Grenze und viele Male haben sie diese Pushbacks erlebt und die finden einfach keine Kraft mehr weiterzumachen. Und da bietet sich das Zentrum wirklich gut an, damit sie auch dann nach Sarajevo zurückkommen können. Wir versuchen dann einfach ein safe Haus oder safe, ein sicheres Wohn, eine Wohngemeinschaft anzubieten, damit sie sich ausruhen können. Und dann alles andere, was ich auch benannt habe, das sind halt diese Sprachkurse und auch Informationen geben und alles andere. Was Pero auch gesagt hat, das stimmt auch, also meistens sind wir wirklich die Frauen, die hier wirklich viel Initiative gezeigt haben und glaub mir, also jetzt schon fast vier Jahre machen wir das auch. Es gibt keine Tage, die man sagen kann, wir können jetzt frei nehmen und einfach sagen, okay, jetzt nehme ich mir einen Tag für mich, das ist nicht möglich. Ich glaube, Semira kann mir das auch bestätigen, weil wenn man einfach dann mittendrin auch ist, dann kann man sich da nicht irgendwie rausziehen und sagen, okay, jetzt schalte ich einfach das Telefon aus und es geht mich nichts an, was da draußen passiert. Das geht nicht. Einfach weil so viele Leute mit verschiedenen, auch schicksalen Geschichten einfach immer wieder Hilfe brauchen. Wir machen auch diese Emergency Service. Das heißt auch, wenn sie zum Beispiel zum Arzt müssen, zum Zahnarzt, wenn sie auch Essen brauchen. Wir haben zum Beispiel eine ganz große Spende von SOS bekommen, Baukandute, mit Sachspenden, wo wir das in Zarevo an zwei Gruppen geteilt haben, also eine Hälfte kam zu uns und dann die andere Hälfte kam zu Azra und wir verteilen täglich Winter-Sachen an die Leute, die auf der Straße sind. Ich könnte eigentlich bis morgen immer wieder jetzt Sachen aufzählen, was wir da machen, aber um einfach auf die Geschichte vom Tageszentrum zurückzukommen, ich glaube, es ist schon ein Pioniersprojekt, ja, das stimmt, was Pera auch gesagt hat. Ich glaube, es ist sehr wichtig, weil einfach diese, was soll ich sagen, das, was eigentlich die Leute auch erfahren sollten, einfach diesen Schutz bekommen sollten, bekommen sie einfach nicht. Und ich habe einfach gesehen, dass es einfach nötig war, so etwas auch aufzubauen. Und worauf ich auch ganz stolz bin, ist auch dieses Sozialunternehmen. Das wird dann auch ganz viele Arbeitsplätze schaffen für die Asylsuchenden. Und das ist auch etwas, was eigentlich zum ersten Mal in Bosnien geschieht, weil wir wissen ja auch, dass Bosnien eigentlich genau in der Krise steckt. Wir haben ganz große Inflation jetzt. Die Preise sind um 30 Prozent gestiegen, was eigentlich für die Bevölkerung ganz schwierig ist. Ganz viele Leute gehen einfach auch nach Europa. Und dann sagt man sich okay, was kann man denn in Bosnien noch machen? Es gibt ganz viele Sachen, die man machen kann. Wir haben die Nische Tourismus ausgesucht und da werden wir uns zusammen mit den Jungs, die wir dann auch ausbilden, unterstützen, auch zusammen dann in diesen Sozialunternehmen auch das zusammen aufbauen. Und das wird schon dauern, aber wir sind auch so verlässlich, dass wir das dann auch schaffen werden, natürlich mit der Unterstützung von den ganzen Organisationen, wie jetzt Piero gesagt hat, von SOS Balkanroute und den anderen, ohne die es auch nicht möglich wäre, das alles aufzubauen. Ich denke, für die Ersten ist es genug. Und wenn Leute später auch etwas mehr fahren wollen, können sie das auch gerne machen. Danke, Sunila, für deinen schon mal kleinen Einblick in eure wichtige Arbeit auf der Balkanroute. Ich darf nun unseren nächsten Gast ankündigen und zwar ist es die Semira Gharinjadz. Semira ist auch als Mama Semira bekannt und ist die bosnische Ute Bok aus Bihać. Seit damals im Jahr 2018 die ersten Geflüchteten gekommen sind oder begonnen haben, in ihre Stadt zu kommen, war sie nicht nur für diese Menschen da, sondern sie hat auch immer wieder die Stimme für diese Menschen auf der Flucht ergriffen, weil diese Menschen eben keine Stimme haben. Und seit 2019 arbeitet sie mit der Initiative SOS Balkanroute zusammen und kämpft Seite an Seite mit österreichischen Aktivisten und Aktivistinnen. Semira, I would now like to ask you for your input. Semira will do her input in English language. Semira. Hello for all. I am so sad because I am not understand very well what before this discussion, just little bit, but I hope you will understand me because my English not extra. so old. I started in 2016 and I have one organization, Association Solidarity. And we started before 2011, we started to be an organization, but before we were like volunteers and fight for human rights. First it was Philistine, then another. When we human rights were first was philistine then another when we start with organization it was hungry people in somalia when start war in syria was syria the yemen you know every country how starting some problems we starting like organization to to help these people collecting money and we have one partnership organization, Turkish organization, we sending money for them, they doing in this country and sending us report. It's like this. But we talking now about migrants, Balkan route. We start not in Bosnia helping migrants. We started in 2015 when they started coming in Macedonia, then in Serbia. I was seven days in Macedonia and helped an organization who worked there. I was in Edom for seven days. Our organization visited migrants in Serbia and helped migrants in Serbia seven times. We was first Bosnian organization who going there. And I had problem after this because my passport will be red when I came in border on Serbia, because they remember me that I coming there and made me problem. When migrants, first migrants who came in Bosnia, it was two Syrian brothers. When they came in Bosnia, they helped them, one Serbian volunteers, police catch them and these boys was in jail in Bosnia. And when I was in visiting Serbia, then this one man Mirko told me, can you help these boys? I visit them in jail, help them when they go outside because then help too much and work it very well. One organization like for human rights, Vasa Prava and they help them that they go out. After I find them flat, give them everything, and in future they left Bosnia like other migrants in game. It was 2016. But first group after coming in Bihac in winter, and they start to be in mosque, they take place in mosque in winter, and no one know what to do with them. And they call me and with Bosnian people will help them. But it was like, you know, no one know that happened this what after happened, that there were too many migrants. On April 1st, 2018 and other days, every Bosnian people, we had a competition who would help migrants. It was really hard for work because everyone want to give them something. And when in April, a number of migrants was in BH hundreds boys. And then I told that this is not work on street. This something must to do like government. Then I contacted the mayor of the city. We have meeting with IOM every organization who will be part in future of this. And it was deal that Red Cross taken possibility for take care migrants. And I was happy because I think it will be so good. But unfortunately, everyone was and saw what's happened in Bosnia, how came too much migrants start to be so hard and broke every rights for migrants? In first days, our government really protect all rights of migrants. I was part of this and I saw. And the police was take care and they told they have this right, they have this right like this. When 2019 was a big problem for migrants, it was here, I think, 3,000 minimum migrants. And it was a big problem, started problems with police. Then police broke every right of migrants. They beat them. We saw that they pushed them on Vucic, they pushed them after in another camp like Lipa. They don't give them that they be on street, that they be on these old buildings. Why migrants use these old buildings? Because it was near city, in center of the city, they use it markets, they use it another elements what they need for game. They not be here because they want just to be in city. They need some elements for game and they use this old place. Also aid was there. My problem like volunteering work in migrants was that I not be part of system. What's mean this? It's mean that the government made deal with IOM and some organization who was in this the system and they have the rules system and they have the rules and the Red Cross IAM has this have this right that they only can work with migrants another who work without the system they will be punished and all time I had this problem I scare all time police and the migrants know this and we hide in every place if I work somewhere I will give aid very fast and run. And it was a really big problem for me and was a big problem for migrants, especially for me, this psychological problem. Many people, many policemen attack, not police, like policemen in uniform. They will come and take my ID card and go left me but someone will stop car attack me make photo it was like this it was 2018 2019 2020 like this was big problem especially on internet anti-migrants problem was three four anti-migrantsrants pages who write very bad about every volunteer who works with migrants. I had many, many, many bad words that they come in one moment that my family told you need to stop because they write we will kill her, we will attack her, we will bomb her. And my family care, especially my daughters care for yourself if they be on street that someone will attack why was this why not now because uh this is uh like push back of uh this what do it government government made big problem for my. They were talking about migrants like a big problem. Then was this. They are a big problem for us. They will take our land, our place, our river, everything. It was like this. Then media and some anti-migrants people used this situation. And then was this big, big problem for us who worked with migrants and now if we're looking in past it really was so hard days for migrants especially 2019 2020 example last year government made deal every place every old, they came with big team and clean everything and clothes. Now we have in Bihać a little bit migrants. We have maybe in old buildings and in wood, in some places, like maybe maximum hundreds migrants. And maybe on Lipa, we have 2,000, maximum 400 migrants. No one knows the real number. Bihać stays now without migrants, really, because they changed route. In Sarajevo, I don't know how much migrants have, but in Bihać we don't have any more migrants. What was in this time which rights broke migrants? example, migrants can't be in a flat, migrants in a hostel, migrants can't use cafes, migrants can't use cutting hair and every place in some elements some days was also that migrants can't go in market. It was like this. It was a big, big push for rights on migrants. And now I think that our government would like that they have come migrants in Bihar, that they have migrants in Bihar because we have big camp, spent too much money, millions, maybe spent in this camp. But this camp now is without migrants and many people lost their jobs. If we look at the economic, migrants give too much money for Bihar because I know how much I spent money for buying stuff for migrants and many shops have too much positive economic for this situation. Now they find another routes and I don't know what will be in future. These little bit boys here who stay, we helping them when they call me and we talking messenger like this, we find on any place where they told me I going there but actually in future I don't know what will happen does will be big actually like center like before this four years that we number one place for going in game. In this moment, it's not, now is not this. Now I think for Bosnia, it is Sarajevo, Banja Luka like this. And I think, again, I want to tell that what was before our government will like it that migrants are here. If someone need to ask me something, I will tell because I told you I'm not good in English. Simire, thank you for your words. I think it is so important that we hear these stories from people that are really into it and that can really tell what is happening out there. And don't worry about your English. It was really good to understand. Ja, dann darf ich auch schon unseren letzten Gast ankündigen, Christian Schörkuber. Er ist seit über 25 Jahren in der Flüchtlingsbetreuung tätig und Geschäftsführer der Volkshilfe Flüchtlings- und Migrantinnenbetreuung GmbH, Experte in Flucht- und Migrationsfragen und hat auch von Beginn an die Initiativen rund um die Balkanroute unterstützt. Christian, ich bitte dich nun um deinen Beitrag. Ja, danke für die Einladung. Mir ist das Thema besonderes Anliegen, weil wir als Volkshilfe seit über 30 Jahren eine enge Beziehung zu Bosnien haben. Wir waren eine der ersten Organisationen, die gleich zu Kriegsbeginn Hilfslieferungen nach Bosnien 1992 organisiert haben. Wir waren die ersten, die mit einem großen Transport mit Medikamenten nach Seneza durchgekommen sind. Das war damals auch bombardiert und waren lange Zeit aktiv. Als Flüchtlingsorganisation waren wir auch in Österreich natürlich mit Bosnien konfrontiert, in dem tausende Flüchtlinge gekommen sind und wir in Oberösterreich auch das erste Auffanglager organisiert haben. Und wir waren auch dann noch, wie viele Organisationen sich aus Bosnien verabschiedet haben, weiterhin aktiv, zum Beispiel bei der Unterstützung von Frauenvereinen. Daun auch bald dabei, wie es gegangen ist, die Früchtlinge an der Grenze Bosnien-Kroatien zu unterstützen. Damals mit dem berühmten Camp auf der Müllhalde in Wunschak. Der Pero hat das angeschnitten. Damals hat es eine Person gegeben, die sehr aktiv war. sehr aktiv war. Das war der Dirk Planert aus Deutschland, der während des Krieges in Biag eingeschossen war und dort mitgeholfen hat. Und wir haben den Aufenthalt von Dirk damals organisiert und finanziert, damit er das Camp und die Flüchtlinge versorgen hat können. Und in Folge dann die Zusammenarbeit, was mich sehr freut, mit Estes Balkenrote, wo einfach enorm wichtige Arbeit geleistet wird. Aber ich möchte kurz, weil mir das auch wichtig ist, auf die internationale und europäische Situation eingehen. eingehen. Fluchtbewegungen sind ja nichts Neues. Aber was neu ist, wir haben die größte Flüchtlingsbewegung seit 1945 in den letzten Jahren. Wir haben über 80 Millionen Vertriebene auf der Welt. Das neunte Jahr in Folge, wo die Zahl der Flüchtlinge weltweit gestiegen ist. Mehr als zwei Drittel aller Menschen, die aus ihrem Heimatland fliehen mussten, kamen aus nur fünf Ländern, Syrien, Venezuela, Afghanistan, Sudan und Myanmar. Das heißt, in Europa sind wir von den fünf Ländern von zwei betroffen, von drei nicht. Und was dazu gesagt werden muss, die große Mehrheit der Flüchtlinge, fast neun von zehn Flüchtlingen, werden von Ländern aufgenommen, die direkt an die Krisengebiete grenzen und selbst zu den armen Ländern gehören. Nur ein kleiner Teil will tatsächlich nach Europa, will in die EU und nur ein kleiner Teil davon schafft es tatsächlich in die Europäische Union. Der Vorsitzende der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge, Filippo Grandi, hat angesichts dieser Zahlen gesagt, hinter jeder dieser Zahlen steht ein Mensch, der aus seiner Heimat vertrieben wurde und ein Schicksal von Flucht, Entwurzelung und Leid. Wir wissen aber, wenn wir uns auch die Situation in Bosnien an der kroatischen Grenze ansehen, die Realität sieht gänzlich anders aus. Es gibt, die Realität heißt, Tod an Europas Grenzen. Und tatsächlich sterben vor Europas Grenzen jedes Jahr tausende Menschen. Die EU versucht, die Grenzen hermetisch abzuriegeln. Meterhohe Stachelgrad, zwar eine lückenlose Überwachung, rechtswidrige Rückschiebungen, Stachelgrad zwar eine lückenlose Überwachung, rechtswidrige Rückschiebungen, Zusammenarbeit mit Diktaturen und Mafiabanken wie zum Beispiel im Libanon sind Normalität geworden, Menschenopfer sind dabei Kollateralschäden. Ohne grässliche Bilder, keine Abschreckung, hat der ehemalige Bundeskanzler aus Österreich mal treffend gesagt. Und auch heute der österreichische Innenminister beim Treffen der EU-Innenminister fordert auf, wir brauchen einen stärkeren und noch robusteren Außengrenzschutz. Und fordert auf zu einer Allianz der Vernunft. Also man muss sich das wirklich vorstellen, Allianz der Vernunft angesichts von tausenden Toten an den EU-Außengrenzen. Und das betrifft Griechenland, wo Flüchtlinge mit Hilfe von Frontex in die Türkei zurückgedrängt werden, in kleinen Rettungsbooten ausgesetzt werden, auf Inseln menschenwürdig untergebracht sind. In Ungarn, wo Flüchtlinge willkürlich inhaftiert werden, rechtswidrig zurückgeschoben werden, wie die ärgsten Verbrecher behandelt werden und wo antimuslimischer Rassismus in Orbans Ungarn mehrheitsfähig geworden ist. An der Grenze Belarus zu Polen, wo täglich Kinder erfrieren, wo die Grenze ein Sperrgebiet geworden ist, wo die Europäische Menschenrechtskonvention, die Genfer Flüchtlingskonvention außer Kraft gesetzt wurde und wo sich Polens Regierung mit fremdenfeindlicher, rassistischer Politik überschlägt und sich als wahrer nationaler Interessen aufspielt. und sich als wahrer nationaler Interessen aufspielt. Und am 9. Dezember haben die EU-Minister beschlossen, Polen, Litauen und Lettland eine Ausnahmelegelung zu geben, wichtige Punkte des EU-Rechts, der Menschheitskonvention an ihren Grenzen vorübergehend für ein halbes Jahr aussetzen zu dürfen. Da man die massiven Gesetzesübertretungen, dazu gehören auch die illegalen Bushbacks, nicht länger leugnen konnte, wurde versucht, diese einfach zu legalisieren. Ja, und kaum geredet wird bei uns über die Kanarische Route von Afrika auf die Kanarischen Inseln. Diese Route ist nach wie vor eine der tödlichsten weltweit. Und auf diesen Routen gibt es einen Trend. Bei Flüchtlingen aus dem Bereich südlich der Sahara übersteigt die Zahl der Frauen und der Minderjährigen inzwischen die der Männer. Und offiziellen Zahlen gehen davon aus, dass auf dieser gefährlichen Überfahrt aus Afrika im letzten Jahr über 4000 Menschen gestorben sind, davon hunderte von Kindern. Neun von zehn Ertrunkenen auf der Route Afrika-Neu-Europa sind auf der Kanarenroute zurückzuführen. Die Kanaren sind weit weg, Bosnien ist näher. Die Balkenroute konnte nie wirklich geschossen werden, doch eines wurde erreicht, die Balkenroute wurde zu einer menschenrechtsfreien Zone. Eine Zone, wo kein funktionierendes Asylsystem existiert, wo es an Basisversorgung für Menschen auf der Flucht fehlt, dort wo die Abschottungspolitik der EU ihr menschenunwürdiges, menschenverachtendes Gesicht zeigt. Und es gibt einen offenen und akzeptierten systematischen Rechtsbruch an unseren Grenzen. Die Politik nimmt bewusst tote Flüchtlinge billiger in den Kauf. Und Bosnien wurde von Anfang an seitens der EU auch massiv immer wieder unter Druck gesetzt. Zum Beispiel, als es um Visa-Leichtruhen gegangen ist, wurden Bedingungen gestellt. Prioritär zum Beispiel wurde verlangt die Errichtung von Rückkehrzentren in Bosnien. Es wurde schon viel über die aktuelle Situation in Bosnien geredet. Ich möchte den Blick noch auf zwei Akteure richten, die ich als Staaten bei der Abschottungspolitik. Ziel ist ein konsequenter Stopp sogenannter illegaler Einwanderung durch Verhinderung der Einreise in die EU. In dieser Flüchtlingsabwehr ist Frontex alles andere als zimperlich. Zusammenarbeit mit Diktaturen, mit maffähnlichen Banden sind kein Problem für Frontex. Bushbacks wie in Griechenland, wie auch in Bosnien wird nicht nur geduldet, sondern es wird auch direkt Hand angelegt. Und Frontex ist auch in der technischen Lage, das gesamte Mittelmeer und die Landgrenzen, die EU-Außengrenzen, vollkommen aus der Luft zu kontrollieren. Und dazu Rolle Frontex in Kroatien und Bosnien. Seit 2018 wird die Region Westbalkan aus der Luft in Echtzeit überwacht. Seit 18. Juli 2018 gibt es entsprechende Flüge entlang des kroatischen Teils der EU-Außengrenze, also zu Bosnien, vom Flughafen in Zadar aus. Die kroatischen Behörden werden von Frontex, und ich zitiere, unverzüglich über die Entdeckung illegaler Migranten informiert, sodass diese eine operative Reaktion vor Ort vornehmen können. Soweit Frontex. Wie diese Reaktion vor Ort aussieht, wurde teilweise bereits geschildert und hat die kroatische Präsidentin klargestellt. Sie sagte, natürlich ist ein bisschen Gewalt nötig, wenn sie Bushbacks durchführt. Soweit zu Frontex. Die zweite Organisation, die ich nennen möchte, ist IOM, die Internationale Organisation für Migration. Diese Organisation bezeichnet sich selbst als Global Player im Bereich Migration. Es handelt sich um eine internationale Serviceagentur für Staaten im Bereich der Migrationssteuerung. Schwerpunkt liegt in der Rückführung von Flüchtlingen. Amnesty zum Beispiel wirft IOM vor, als Handlanger des Nordens die Menschenrechte von Geflüchteten zu verletzen. Manche NGOs gehen noch weiter und bezeichnen sie als Menschenjäger und IOM betreibt Internierungslager von Inseln in Australien bis in Festland in Bosnien. Kooperiert mit Frontex, horcht Flüchtlinge aus, die über die Fluchtrouten zu ihnen gekommen sind und versorgen mit diesen Informationen die Behörden, um die Fluchtrouten ausheben zu können. In den Lagern von IOM werden die Flüchtlinge so lange bedrängt, bis diese einer freiwilligen Rückkehr zustimmen. Flüchtlinge werden als Illegale betrachtet als Eindringlinge, die mit allen Mitteln abgewehrt müssen. Und Polizei, Militär, Frontex, IOM sind übermächtige Gegner für die Flüchtlinge. Gäbe es nicht die Zivilgesellschaft, NGOs, freiwillige Helfer, Helferinnen vor Ort, die gegen dieses Unrecht ankämpfen oder einfach auch nur menschlich agieren und dieser bösartigen, mörderischen Abschottungspolitik entgegentreten. Wir haben heute einige gehört. Hochachtung dafür. Danke an SS Balkenrute für euren Einsatz. Ihr seid wirklich ein absoluter Wahnsinn. Danke. Danke, Christian, für deine Worte. Ja, ich glaube, wir haben jetzt mal einen ganz groben und auch sehr umfassenden Überblick bekommen auf unterschiedlichen Ebenen, sei es jetzt auf einer internationalen Ebene, auf einer überregionalen Ebene, aber natürlich auch Berichte von Personen, die direkt dort vor Ort bei der Arbeit sind. Das war jetzt irgendwie so dicht in der kurzen Zeit so viele unglaubliche Geschichten und so viele unglaublich schlimme Dinge, dass ich jetzt ganz kurz einmal mich fassen muss, weil man sich eigentlich gar nicht vorstellen kann, dass sowas passiert und dass sowas quasi vor unserer Haustüre passiert. Ja, also man kann sich ins Auto setzen und man fährt drei Stunden und dann ist man in solchen unglaublichen Zuständen unterwegs. Ja, wir werden jetzt in den zweiten Teil übergehen, in die Diskussionsrunde. Runde. Ich habe jetzt auch schon zwei Fragen im Chat. Und zwar ist die Frage, wer denn jetzt eigentlich an diesen europäischen Menschenrechtsverletzungen gegenüber Flüchtlingen verdient? Also so quasi Folge der Spur des Geldes. Irgendwer verdient da immer dran. Gibt es da sozusagen irgendwelche Mechanismen, Organisationen, die eigentlich von diesen Menschenrechtsverletzungen profitieren? Ich stelle jetzt mal diese Frage an unsere Gäste. Ich weiß nicht, Christian, kannst du vielleicht auch da dazu etwas sagen? Piero, wenn du etwas sagen möchtest. Piero, wenn du etwas sagen möchtest. Ich glaube, vielleicht könnten wir die Frage noch übersetzen für die Semira. Semira, also sie haben gefragt, was die Publikum gefragt hat, wer die Verletzungen der Menschenrechte in Bosnien und Herzegowina verursacht. Ich glaube der Christian hat einen guten Abschluss gemacht und hat eigentlich schon diese Frage zu einem Teil, zu einem Großteil, zumindest was Bosnien jetzt betrifft, beantwortet. Mengen an Geld und hat seit 2018, das wurde in den Medien genannt, 93 Millionen Euro bekommen, hat aber gleichzeitig eben bis vor kurzem waren da nicht Resultate sichtbar, beziehungsweise die Lager waren auch zum Teil sehr erbärmlich. Jetzt hat man dieses Geld auch teilweise von Österreich heraufgepumpt auf Lipa. Lipa selbst sieht trotzdem aus wie ein Internierungslager. Es ist mit Zäunen, wir waren in Andi Babler-Sort, es ist isoliert in den Bergen, es ist am gefühlt kältesten Punkt. Also es ist passend zu dieser Abschottungspolitik und passend zu diesem Konzept, was der Christian gesagt hat, mit Internierungslagern. Ich glaube, dass viele Antworten uns die IOM geben muss, weil sie ja letztendlich diese 93 Millionen Euro von der EU bekommen hat. is very protect all rights for migrants and how how going this situation that coming too much migrants that I think that they got some instruction for somewhere that they can broke this right for migrants because in first years they was shocked when Croatia police beat migrants and took everything from them. In 2019 we saw that also some of this stuff was done by Bosnian police for them. We had many videos about what to do with Bosnian police and how they burned their stuff and beat them and many many other stories. It means that someone, someone all these situations someone control and making that be like now, how is now. How is possible that example 2020 we have 3,000 boys, migrants. Now we have hundreds boys and most of them passed border. It's mean that the Croatia police left them that they passed. If we look in 2019, it was so hard and migrants, they have many, many problems. First and number one who take responsibility and took too much money is IOM and partners of IOM. Very well know everyone who are partners of IOM in this whole situation. And everyone of them had some responsibility for some of right of migrants. Not just IOM, rights of migrants, not just IOM, has another organization, Danish and another who take responsibility for some parts of take care rights of migrants. It was like this in all these four years. We have many problems, but they cooperate with local government, they do same, that they talk like must to be so hard for migrants with local government, they do the same. They talk like it must be so hard for migrants. If it's good, then there will be more migrants. If we make for them such a bad situation, then another who will come, they will give up. And now if you ask our mayor, they will tell, we are, why we now have now migrants in Bihaj? Because we clean Bihaj of migrants. We scared that will be sick our citizens, that will be sick migrants. If never, never they example check, does migrants have this corona or something else in these old buildings where there was migrants. They don't care about migrants, about this problem and any other problems. They wanted just that clean city of migrants. And they made very, very big problem if they burn, they burn everything, phones, clothes, everything thatone, Kleidung, alles, was sie finden, in diesem Gebäude, sie brennen es. Sie haben keine Angst, sie legen sie auf Lippen. Und wirklich, sie tun das und Migranten verletzen sich mit Behalt. Es ist so. Kann ich auch etwas sagen? Oder ich kann es auf Deutsch, egal. Wie du möchtest. Vielleicht auf Deutsch. Ich glaube, es geht überhaupt nicht um das Geld, wer eigentlich reich davon wird. Zum Beispiel für die EU geht es eigentlich um die Macht, um die Abschottung und damit einfach die Migranten einfach außerhalb der EU-Grenzen bleiben. Und dann wird das auch, das Geld geht ja zu der AUM und zu den anderen Organisationen, einfach, dass die Leute dann auch dort außerhalb auch bleiben. Es geht gar nicht um das Geld, wie viel jemand Geld verdienen wird, sondern wie man das so macht, damit die Leute einfach nicht über die Grenze kommen. Und jetzt bin ich auch der Zeuge, weil ich arbeite jetzt mit der Integration und versuche auch ganz viele Informationen von unserer Regierung, von Bosnien aus zu bekommen. Genauso wie es jetzt Mira gesagt hat. Unsere ganze Politik war auch abschottend. Man hat das wirklich so grausam wie möglich auch gezeigt, damit die Leute nicht kommen. zynisch, hat auch die EU das erste Mal auch angeboten, direkt zu der Regierung auch Geld anzubieten, also dass es nicht nur direkt über die AM geht, sondern direkt an die Regierung. Und jetzt auf einmal ist die Regierung ganz motiviert, etwas zu verändern, weil man auch Geld bekommt. Dann wieder geht es einfach um die Spielerei von den Regierungen. Und es geht wirklich nicht nur, okay, unsere Regierung wird jetzt Geld bekommen, und das ist jetzt interessant. Jetzt sind zum Beispiel sogar Migranten wichtig. Ich habe zum Beispiel jetzt in den letzten Zeiten Anfragen bekommen, ob ich jetzt meine Leute, mit denen ich arbeite, die auch ausleihe und anderen Organisationen sozusagen anbiete, damit sie verschiedene Projekte auch machen können, weil sie das Geld von der EU direkt bekommen werden. Also es geht einfach, es ist einfach nur um die Macht und die Spielerei und die EU nutzt das genauso aus, weil sie wissen, dass sie dann wieder die Macht spielen können und einfach die anderen außerhalb der Grenzen sind dann die, die das mit dem Geld dann auch spielen werden. Und ich glaube, dass ein großes Problem ist natürlich, dass diese ganzen Machtspiele und Geldspiele und dieser ganze Populismus ja auf dem Rücken dieser Menschen ausgetragen wird, die ja zu einem gewissen Teil auch instrumentalisiert werden. Gut, die zweite Frage war... Ja, sicher, gerne. Eine Ergänzung. Natürlich geht es um rechtspopulistische Interessen durchzusetzen, keine Frage. Aber nur eine Ergänzung, ich glaube, was direkt ökonomische Verbindungen gibt und Interessen, ist Frontex mit dem militärisch-industriellen Komplex. Frontex ist teilweise schon weltweit unterwegs, also nicht nur in der EU. Ich war auf Urlaub auf den Kapitän, also weit weg von der EU und dann habe ich dort angetroffen die Schiffe von Frontex. Das heißt, da geht es wirklich um in der Rüstungsindustrie, um Schiffe, um Überwachungsflugzeuge und vor allem ganz wichtig, um die modernste Überwachungstechnologie, die nicht nur angekauft wird, wo es Profit gibt dafür, sondern da ist das Mittelmeer, da sind die EU-Außengrenzen sowas für Übungsplätze, um diese neue Technologie auch auszuprobieren. Das würde ich nicht unterschätzen, diese Verbindung, vor allem gesagt, mit der Rüstungsindustrie. Okay, danke schön. Die zweite Frage war, wo jetzt eigentlich die kulturellen Wurzeln liegen unserer europäischen Ablehnung gegenüber Flüchtlingen? I will also translate in English the question, where are the cultural roots that in Europe there is like kind of a rejection against refugees? a bad opinion about refugees and that we don't want to help the people and let them come into our country. Wer möchte hier vielleicht etwas dazu sagen, woran das liegt oder liegen könnte oder ob das etwas war, das vielleicht eh schon immer so ist oder das sich auch verändert hat in den letzten Jahren. Kann ich? Ja, bitte gerne. Ich glaube, das war schon immer so. Ich weiß nicht, am Anfang, wer gesagt hat, dass Migration die Menschheit begleitet. Das war ja immer so. Und alle sind ja von einem Kontinent auf den anderen migriert, also all die Menschen. Das ist halt aber so. Ich glaube, es ist ein bisschen auch mit diesem, keine Ahnung, ob das jetzt grob sich anhört, aber es hat vielleicht auch mit diesem Whiteskin-Populismus zu tun vielleicht und auch mit dem, dass man einfach Re, reichen europäischen Länder eigentlich auch die größten Explorateure waren in diesen Ländern, wo jetzt eigentlich die Krisen bestehen. Es geschieht genau das Gleiche jetzt auch in Bosnien, weil in Bosnien geht diese wie soll ich sagen, Exploration von Menschen. Also wir verlieren Menschen, die einfach in die EU arbeiten gehen und die Bosnien verliert einfach den Boden unter den Füßen. Ich glaube, das ist einfach der Grund, dass die EU sich einfach das Recht genommen hat, ja, wir sind die Starken, die Reichen und wir nehmen uns, was wir wollen. Wir sind die Starken, die Reichen und wir nehmen uns, was wir wollen. Und dann solltet ihr aber alleine zurechtkommen, wie ihr eigentlich die Krisen dann bewältigt. Ja, wir sehen jetzt hier begleitend auch Bilder von der Situation vor Ort. Es wird nicht ohne hässliche Bilder gehen und man sieht, es wird nicht ohne hässliche Bilder gehen, wie es dort vor Ort ausschaut. Sanela, vielleicht darf ich an der Stelle auch gleich noch fragen. Du hast vorhin erwähnt, dass da Menschen sozusagen schon länger auf der Balkanroute unterwegs sind oder dort sind. Ich meine, damit man sich das auch ein bisschen vorstellen kann, was heißt wie lange? Also wie lange sind dort Menschen unterwegs und müssen unter diesen furchtbaren Umständen leben? Also ich arbeite ja jetzt seit vier Jahren, wie ich das auch gesagt habe, und glaub mir, ich habe immer noch oder ich begleite immer noch die gleichen Leute, die ich schon vor drei oder vier Jahren auch dann kennengelernt habe. Wir haben so viele Male auch dann versucht, über die Grenze zu kommen. Es gab Pushbacks von Kroatien, Pushbacks aus Slowenien, Pushbacks aus Österreich, die wir dann hier auch in Bosnien haben. Und dann haben sie einfach, die Leute waren einfach zu verzweifelt, weil ich rede jetzt ein bisschen mehr von der Sicht aus Sarajevo, weil Sarajevo ist jetzt einfach so ein Zentrum, wo sich alles konzentriert hat von ganz Bosnien. Wie Samira gesagt hat, es ist nicht möglich, in Bihać zum Haareschneiden zu gehen, es ist nicht möglich in ein Geschäft normal einkaufen zu gehen, Kaffee zu trinken, das ist nicht möglich, aber in Zarevo ist es ein bisschen leichter, ein bisschen leichter, immer noch ist es schwierig, zum Beispiel habe ich immer wieder Geschichten, wo die Jungs sich Haare schneiden wollen gehen und dann werden sie einfach rausgeschmissen. Und man kann sich das vorstellen, wie schwierig es ist für diese Leute, die jetzt seit drei Jahren, seit zwei Jahren hier schon sind, wie viele Male sie diese rassistischen Äußerungen auch erlebt haben, wie schwierig es für sie ist, einfach einen normalen Tag zu führen, Tag zu führen, wo man einfach keine Haare schneiden gehen kann, weil man immer fürchtet, von rassistischen Äußerungen konfrontiert zu werden. Warum? Genau so, was Samira auch gesagt hat, genau wegen diesen negativen Äußerungen von der Regierung und dann auch von den Medien. Und ja, es ist einfach schwierig. Ich habe jetzt zum Beispiel eine Frau, eine alleinerziehende Mutter mit dem Jungen aus Irak. Das ist zum Beispiel eine spezifische Geschichte, die ich vielleicht einfach erwähnen muss. Die sind jetzt hier in Bosnien seit ungefähr auch drei Jahren. Ihr Vater hat oder der Ehemann hat es auch dann wieder geschafft, nach Deutschland zu kommen, ist aber dann in Deutschland gestorben von einem Herzinfarkt. Und jetzt ist die Mutter alleine mit ihrem Kind hier in Bosnien. Und dann kann man sich das gar nicht vorstellen, wie schwierig es ist für so eine alleinerziehende Mutter, mit ihrem kleinen Sohn von zwölf Jahren, hier einfach zu überleben. Du gehst ins Camp, da ist es einfach nicht geeignet, für eine alleinerziehende Mutter zu leben. Dann kommst du irgendwo nach Sarajevo, dann versuchst du irgendwo einen Platz zu finden, wo sie einfach in Ruhe leben kann. Und dann, wie soll ich sie eigentlich auch dann überleben? Wo ist das Geld zum Leben? Sie ist einfach abhängig von kompletter Unterstützung. Sie kann nicht reden, um Arbeit zu finden. Und darum habe ich dann auch entschieden, weil ich gemerkt habe, wenn jemand hier zwei Jahre ist und auch entschieden hat, okay, ich versuche mal in Bosnien zu bleiben, aber wo gehe ich dann hin? Was soll ich denn tun? Wo finde ich Arbeit? Wo kann ich eine Wohnung anmieten? Das waren all die Probleme, die ich immer wieder mitbekommen habe von den Leuten, die hier so lange leben. Und darum habe ich mich entschieden, einfach dieses Zentrum aufzumachen, damit wir dann zusammen mit den Partnern oder einfach mit meinem Team dann auch diese Unterstützung geben kann. Glaubt mir, es gibt so viele. Und zum Beispiel, was entstanden ist von diesen Leuten, die schon lange hier sind, gibt es jetzt zum Beispiel Beziehungen, wo Kinder entstanden sind. Es gibt russische Frauen, die jetzt zusammenleben mit Leuten aus Irak, aus Palästinien, aus Syrien, aus Marokko, keine Ahnung, und da sind Kinder entstanden, weißt du, das sind Familien, die jetzt hier leben, auch Schwierigkeiten haben, die können sich nicht legalisieren, die Männer können nicht arbeiten, es ist sehr schwierig für diese Familien und dann auch für Kinder. In Bosnien haben wir so ein, wir hatten eine Familie, da hat Piero, hat sie auch kennengelernt, das ist der Ahmed aus Pakistan, er gehört zu diesen Gruppen von Ahmedinen, die eigentlich Asylrecht haben, er hat zu dieser Gruppe von Ahmedinen, die eigentlich Asylrecht haben. Er hatte jetzt ein Kind und als die Mutter das Kind bekommen hat, die Regierung oder das Krankenhaus hat den Namen von ihrem Ex-Mann geschrieben. Das Kind konnte nicht den Namen von dem Vater bekommen. Das sind solche Sachen, die man immer wieder dann zu Gesicht bekommt und eben deswegen, weil sie so lange hier sind, die Probleme waren immer, immer grösser und sind übergross. Ja, und jetzt versuchen wir einfach mit diesem Zentrum das alles dann irgendwie zu ja, zu helfen, zu unterstützen und ja, halt und diese Sachen zu korrigieren. Das muss man vielleicht noch ergänzen. Sie waren zwei Jahre bereits in Bosnien. Sie waren vorher teilweise schon sehr, sehr lange auf der Flucht. Stimmt. Teilweise jahrelang schon. Sie haben enorm viel erlebt. Überfahrt über Mittelmeer mit Tragödien, die man sich überhaupt nicht vorstellen kann. Und kommen dann nach langer, langer Zeit in Bosnien an, sind an der EU-Außengrenze und bleiben dann jahrelang dort. Was das mit den Menschen macht, kann man sich in Wahrheit gar nicht vorstellen. Das ist ein Wahnsinn und eigentlich ein Wahnsinn, wie wir mit diesen Flüchtlingen, mit diesen Menschen umgehen. Stimmt. Und da muss ich noch etwas dazugeben. Gerade das, was Sie gesagt haben, jetzt für uns ist es auch wichtig, dass die Leute jetzt Stimmen bekommen. Jetzt haben wir auch ein Projekt mit dem Podcast fangen wir an. Wir werden die Jungs dann und all die Familien, die Menschen, die das auch so, wie Sie sagen, auch erlebt haben, weil es ist ja nicht nur Bosnien. Wir erleben halt die ganze Tortur, erleben sie ja von den Ländern, wo sie dann angefangen haben, von der Türkei, die explodiert, die Leute ausnutzt, damit sie den ganzen Tag für 10 Euro arbeiten. Und dann Griechenland. Wir haben gesehen, was vor zwei Tagen geschehen ist, wie die Leute den Pushback gemacht haben und neun Leute gestorben sind. Es gibt so viele Sachen und dann wollen wir jetzt mit diesem Podcast und auch mit anderen Projekten auch den Leuten Stimme geben. Wir werden dann diese Geschichten aufzeichnen, wir werden dann auch mit ganz vielen Projekten einfach diese kulturelle Interaktion ein bisschen zeigen und damit die Leute wirklich dann erfahren, was mit diesen Leuten wirklich geschehen ist. Pero, yo ni se me rozumelo pitan. Vero, ja nisam razumjela pitanje. Pitanje je bilo ovo od ranije, kako se svačamo. Sad se malo tema raširila, sad je objasnila Sanela jedan slučaj jedne majke koja je suprug promijenila u Njemačkoj, ona je ostala sama sa djetetom u Bosni i na osnovi toga šta je ona sve prošla, su sad razgovarali šta je ona, da nije samo u Bosni to prošla, nego je i prošla i prethodile su godine. Wir haben jetzt noch eine Frage in den Chat bekommen. Und zwar lautet die Frage, ob der NGO-Sektor irgendwie aus dieser Flüchtlingskrise profitieren hat können, zum Beispiel finanziell, sozialpolitisch oder ob es daraus auch irgendwelche Rechtserkenntnisse und so weiter gibt. Kenntnisse und so weiter gibt. Samira, I will also translate the question from our chat for you in English. The question was if the NGO sector has taken any profit out of this refugee crisis, depending on if it is a profit, a financial profit or a social political profit, or if there any like legal knowledges that they got out of this crisis? Unfortunately, it's true. I saw in this many years on work, I am volunteer all years until 2006. My work is only volunteer work. And many big organization, big organization, because they told the big organization, we have like right to took this number one part of this work in migrants like this. They getting money and most of this money they spent for workers. Minimum money going for migrants. If we look in work in on Lipa every place where was work with migrants for who from who migrants got money or not money aid, it was the volunteers who are not in system. Example, all time we work and not just me has more volunteers here in Bihaj and many organizations who are not part of this system like No Name Kitchen and many Facebook groups who now in this moment with me helping migrants here and hide also police because if police catch them they will especially because they are from Europe not local parts local citizens they will have the problem if police know that they're working here migrants get most aid most help every type of help psychological especially i talking about this because the why they calling me mom uh like like mother of them second mother because it's not not was just i give them aid i protect them i I not had too much time to talk with them, but I was very nice, very kind. Sometimes also like mother angry with them. If they do something bad, they don't know very well when he was with me. And I all time try to be really like mother and give them everything. If they working something, something example if they smoking i will tell them why you spent money for smoking why you not buy something else what is good for health all example this energy why you use energy like this and it was like this if you're looking how do it uh i am workers they will talk mom they came and when come journalist something, they will play with us, make some photo and told go like this. And they know very well who work with heart, who protect them with heart and helping them and who work this with money. who work this with money. Unfortunately, many, many organization here, I know some local organization who bought cars, four kitchens for this and they use this situation and now they are rich organization like this. You know, they example in some organization, they had example 60 volunteers. Now they have hundreds volunteers like this who getting money in work for migrants like this. It is true, unfortunately, this situation, all situation with migrants use many, many elements and just little bit percent getting migrants. Unfortunately, it is reality. We can't to change this. And number one for me is our organization like SOS Baltanrute and the one lady from Italy. I would like that she's part here. She is for me, big hero. It is Lorena Fornasier. I respected her and her husband so much they helped too much migrants in Italy they come here in Bigac also helped too much and local volunteers local Bosnian people if you ask migrants what they think about Bosnian people they will tell the Bosnian people are so nice, so kind, we love. I have migrants who came in Bosnia when they got documents. I have this month, last month, one boy came from Italy and many of them will come, we will back when we get documents because the Bosnian people help them. If they came from Kladuša, example with the the out shoes some Bosnian people will give them shoes on street food water like this just media and government made some problems also when police I told again I all time talking this in first years our police was so nice was so nice, was so kind. When get order, they do this some bad stuff. Simira, ja bitte. Ich werde nur einen Satz geben. Wenn ich meine Arbeitsstunden gezählt hätte und wenn die bezahlt würden, dann würde ich eine Milliardärin sein. Ja, Semira, every day you fight for the people, you fight against something that seems so big that I cannot imagine. Where do you get your power from? keeps you like fighting for those people day by day um what is your your what gives you the motivation because you see a lot of yeah a lot of suffering and and a lot of people that have physical problems that suffer physically that suffer mentally so what keeps it gives you the energy and the motivation to fight from day to day i think first that god give me this because i all time think about this why i am my heart is so um like so i am so emotional person really. And look, my organization is that I fighting for rights, not just for migrants. I follow now we collecting money for Afghanistan. We, you know, the 23,000 million people in Afghanistan suffering for Hungary. I follow this problem. I follow Myanmar problem. I follow Yemen problem, Gaza. I follow Syrian problem, every problem, also migrants here in Bihar. You know, when I was child, when I was young, I look on media, how people in Africa suffering or hungry, then I think, oh, I would like to have one plane money that I going in Africa it was it's all my life in my heart I want to help someone and I can't to take out this from my heart you know and these child I have two child two daughters and I all of them looking like child, every, every person I love. I can't hate. Just if someone make me problem, I would like that he not near my personality. I want that he is go of my life like this, but I can't hate. And these child, you know, I, I, I have big feelings. How is hard for him? I hope that you understand me. If I driving example on city, I looking where they are, I can find them somewhere. And today I have we have one boy here. Unfortunately, he he's a psychological problem. And look, we have IOM we have many organizations who still working with migrants these boys he is a complete psychological broke and he's on street and every month I will find him near my market that he is without clothes without shoes without anything and uh i i today also i find him and give him everything after few days he will come again no one take him no one take care take care of him uh i i um when i help someone i get more power you know uh example when i helped him today i was so so happy it is uh like something what you have in your heart and also uh what you think about you know i like ideology you know i i i i looking this don't have a right to live very well, to be in a good place and that other people are suffering. Who I am? Who I am that I have this right and that other people don't have? It will be selfish. I am not this person. I want to help everyone and try to give some parts in this world that I help someone. It's maybe a little bit in this world, but I will give my parts in this place that everyone be good like this. Danke, Simira. Ich muss sagen, dass mir ein bisschen Wasser in den Augen geraten hat, weil es mich wirklich bewegt, was du gesagt hast. Und ich muss sagen, dass schon viel sozusagen passiert ist an Hilfe, aber an Hilfe, die jetzt weniger von der Politik oder von, weiß ich nicht, aus der Regierung kommt, sondern ganz viele Eigeninitiativen, Vereine, die unterstützen, Bürgermeister, die mit dem Bus runterfahren, Fußballvereine, die Kleidung schicken, alles Mögliche. Ich habe irgendwie so das Gefühl, dass es da eine ganz große Diskrepanz gibt und dass auch diese Diskrepanz immer größer wird zwischen dem, was die Zivilgesellschaft tut und dem, was die Politik tut, dass das immer weiter auseinander geht. Also man hat das Gefühl, es gibt so viele Menschen in der Gesellschaft, die helfen wollen, die diese Situation für einfach nicht tragbar halten. Und in der Politik passiert genau das Gegenteil. Ich schätze mal, der Eindruck täuscht mich nicht. Was könnte man oder was müsste denn passieren, damit dieser Graben, diese Diskrepanz hier einfach auch wieder ein bisschen zugeht? Wie könnte man hier entgegenwirken, dass sich die Politik immer mehr von dem entfernt, was vielleicht ein Großteil der Zivilgesellschaft hier versucht zu tun? Ich könnte das gerne beantworten, glaube ich. Ich glaube, da sind jetzt Länder wie Bosnien nicht so sehr gefordert wie Österreich, wie Länder, die dort tatsächlich, ich sage das Beispiel immer wieder, wenn wir durch Bosnien fahren, wir sehen überall eine Reifeisenbank, eine erste Bank in jedem Dorf, ist quasi Österreich präsent, Generali, Versicherung, die ganzen Leuchtreklamen in Sarajevo von österreichischen Unternehmen. Also da sind sehr viele Geldinteressen und Österreich bereichert sich auch dort. Und andererseits ist man nicht imstande, zumindest dieses Konzept der Hilfe vor Ort, das man ja angeblich propagieren will und das ja angeblich die Lösung sein soll, was es sowieso nicht ist, aber zumindest das ernsthaft durchzuziehen. Und da ist es eben schon wachrüttelnd, wenn wir dann eben mit dem Andi Babler einen Rettungswagen bringen und der dann quasi mehr konkreter Hilfe ist als all das, was die österreichische Bundesregierung dort geleistet hat, dann ist das schon ein Armutszeugnis. Was ich glaube, was ich heute noch sagen will, auf jeden Fall ist, dass der meiste Gewinn unserer Arbeit oder das meiste Resultat ist das, wenn wir sehen, dass durch den Druck, den wir aufgebaut haben, den öffentlichen und auch viele andere, ob jetzt No-Name-Kitchen, ob jetzt deutsche Aktivistinnen, alle, die das mit nach Hause genommen haben und in ihren Gesellschaften eine Bewusstmachung vollzogen haben. Ich glaube, dass das eben auch sehr, sehr bekräftigt hat, die ganzen Frauen in Bosnien, so wie die Sanella, eben was sie da aufgebaut hat. Die Sanella war drei Jahre in den Strukturen des Roten Kreuzes, aber die Sanella kann auch nicht, so stark sie ist, oder die Semira, die können auch nicht die Gegebenheiten in Bosnien ändern, die in mancher Hinsicht zum Beispiel schlechter sind als in Österreich, weil wäre es nach der Sanela gegangen, die wäre meiner Meinung nach, hätte sie viel mehr höher in den Rotkreuz-Strukturen sein sollen, aber da sind eben alles sehr, sehr patriarchal in Bosnien auch und alte Kader an wichtigen Funktionen und ich glaube, das, was wir geschafft haben, ist auf jeden Fall diese Frauen zu bestärken und dass die ganzen Initiativen, die ganzen Tageszentren, all das, was passiert ist, ist das Wertvolle und ist natürlich auch ein Ausrufezeichen an die Politik und auch ein Aussichtsfenster, was alles möglich ist. Ja, und deswegen glaube ich, ist es so wichtig, dass wir in Österreich hier Stimme ergreifen und Österreich in die Pflicht rufen und genauso, dass das in anderen Ländern auch passiert. Dann wird sich vielleicht die Politik auch ändern, hoffentlich. auch ändern, hoffentlich. Kann man sagen, dass Bosnien selbst in einer schwierigen Situation und in einer Krise steckt, dass hier die EU Bosnien wirklich fürchterlich im Stich gelassen hat? Ja, kontinuierlich. Da könnten, glaube ich, alle Gesprächspartnerinnen heute ein Lied davon singen. Ich glaube, dass Bosnien ein sehr vernachlässigtes Land ist. Und wenn man denkt an das, was im letzten Krieg passiert ist und an den Zerfall Jugoslawiens, wie man da zugesehen hat. Ich meine, man muss nur Srebrenica erwähnen. Aber man kann auch in die Historie schauen und sich denken, was hat die österreichisch-ungarische Monarchie denn schon Großartiges aufgebaut im Gebiet der Krainer. Man hat diese Gebiete vernachlässigt und deswegen sind sie dann auch später zum Pulverfass geworden. Also unsere Verantwortung ist mehrfach nicht nur gegenwärtig, nicht nur, weil wir dort große Investoren sind als Österreich, sondern auch historisch haben wir eine Verantwortung und leider oft keine gute Rolle gespielt. Ich kann mich eigentlich nur anschließen. Ich glaube, die Rolle Österreichs eher erbärmlich sieht man ja, oder der EU sieht man ja nicht nur im Flüchtlingsbereich im Umgang mit Bosnien, dass wir es da vollkommen alleine lassen, sondern auch jetzt in der Staatskrise ähnlich, dass wir es wieder alleine lassen. Aber vielleicht noch zur Frage von vorher. Sabine, ich bin nicht gar so pessimistisch, dass sich nichts bewegt. In Österreich haben wir ein massives Problem, ja. Wir gehören zu den Staaten, die sehr restriktiv sind, gemeinsam mit Ungarn und Polen und anderen da in einem Top sind. Aber es gibt da noch andere Länder. Wenn man sich Deutschland anschaut, wo gerade da versucht wird, eine andere Allianz von europäischen Ländern zu gründen, die eine andere Flüchtlingspolitik machen wollen, da gibt es auch wieder Hoffnung. Ich glaube, wir befinden uns mittendrin. Österreich, muss man leider sagen, hat sich mit der neuen Bundesregierung keine Änderung der Flüchtlingspolitik gegeben. Das ist eine 1 zu 1 Weiterführung von Türkis Blau. Das war eine tatsächliche Enttäuschung. Ich glaube, da muss man enorm Druck machen. Was so Forderungen der NGOs um die Flüchtlinge, um die Weiter-Tote zu verhindern. Das eine ist die Forderung, Schaffung von legalen Fluchtwegen nach Europa. Ganz wichtig. Und der zweite Bereich betrifft das Settlement-Programm, das heißt eine geplante, geordnete Zuwanderung von Flüchtlingen gemeinsam mit UNHCR. Auch da gibt es Länder in Europa, die Resettlement-Programm beteiligen wird. Es ist ein Programm, wo UNHCR direkt vor Ort die Flüchtlingseigenschaft prüft und die Personen dann legal einreisen dürfen. Das heißt, keine Überfahrt mörderisch übers Mittelmeer haben und so weiter. Zwei Forderungen, die schon auch Gehör finden. In Österreich haben wir viel zu tun und da glaube ich, dass wir noch einiges zusammenbringen müssen, aber wenn ich mir anschaue, wie der Pära mit SOS mit tatsächlich wenig Mitteln enorm viel jetzt zusammenbringt mit einer super Strategie, was in Wahrheit genial ist, gepaart von humanitären Hilfeleistungen vor Ort und in Wahrheit Österreich bloßzustellen, weil die keine Hilfe vor Ort zusammenbringen. Da kommt ein kleiner Verein nachher und bringt weit mehr zusammen als der österreichische Staat. Und ganz offensichtlich. Aber nicht nur die humanitäre Hilfe für Flüchtlinge, sondern in Verbindung auch betroffene Kommunen vor Ort zu unterstützen. Und da auch den Widerstand zu brechen, um ihnen zu zeigen, ihr seid nicht allein, es gibt auch andere, die euch unterstützen. Und mit dem aufzuzeigen, was da passiert an der Grenze, an Rechtswidrigkeiten, eben dass da mit Abgeordneten runtergefahren wird, mit Bürggermeister und so weiter, wo bewusst ein politischer Druck auch auf Länder, auf Österreich, aber auch auf die EU-Gremien erzeugt wird. Ich glaube, diese Kombination ist eigentlich genial und verdient mehr wie SOS unterstützen, wo es nur möglich ist. Ich glaube, das ist auch eine Aufgabe von uns als Zivilgesellschaft, dass die nicht alleine sind, sondern auch uns unterstützt haben. Hier in Österreich und genauso die großartigen Personen und Frauen in Bosnien, die es so enorm belästigen. Pero, darf ich an dieser Stelle dich gleich fragen, wenn man jetzt die SOS Balkanroute, wenn man deine Initiative unterstützen will, wie kann man seine Unterstützung einbringen, in welchen unterschiedlichen Formen? Wie kann man seine Unterstützung einbringen? In welchen unterschiedlichen Formen? Ja, die meiste Frage ist oft, wie können wir vor Ort gehen? Viele wollen vor Ort gehen, viele wollen dort im Einsatz sein. Die Erfahrung ist, dass wir das dosiert machen und sehr geplant machen und sehr überlegt machen mittlerweile. Früher haben wir auch 30 Leute runtergeschickt, eigene Küchen aufgebaut. Aber das ist sehr schwierig, auch weil vielen Leuten es ist schwierig, jetzt deutsche jugendliche Studenten der internationalen Entwicklung runterzuschicken, die mit deutschen Maßstäben vielleicht runterkommen nach Bosnien und nicht die interkulturelle Kompetenz haben. Interkulturelle Kompetenz ist sehr wichtig in diesem Wirkungsfeld und es ist wichtig, sehr, sehr gute Guides zu haben. Genauso wie wir Guides haben, also die Semira, die Sanela, die haben ja viele Entscheidungen mit uns mitberaten. Ich habe ja oft angerufen und habe auf ihre Expertenmeinung vertraut vor Ort und da ist es eben wichtig, das machen wir phasenweise. Wir haben auch zum Beispiel zwei Ordensschwestern gehabt im Sommer, die unten waren. Es gibt eine Gruppe von Tiroler Aktivistinnen, die seit Jahren kontinuierlich nach Bosnien geht, die sich schon sehr, sehr gut auskennen, die bei der ALMA, bei der Organisation Rachma, die wir auch mit aufgebaut haben, in Kladuscha mithelfen. Ja, wir überlegen uns sehr gut, Also wir haben weiterhin leider keine großen Subventionen und auch keine großen Spenderinnen, Großspenderinnen. Das ist echt, das ist ja irgendwie das Phänomenale, aber auch das Ernüchternde zugleich, dass das schon 20, 50, 100, 10 Euro Spenden sind, die da in Summe zusammenkommen. Und was das dann für eine Kette der Solidarität, was man dann doch alles machen kann, ist phänomen. Sanella gibt täglich, wie sie selber gesagt hat, die Kleidung aus, die wir ihnen geschickt haben vor einem Monat und das ist noch immer das Lager voll. Und jetzt schicken wir eben auch, weil gerade in Bosnien die Zahlen gefallen sind, schicken wir auch Kleidung nach Serbien zu Collective Aid, sind auch dort verbunden mit Menschen. Ja, ich glaube, neben dem, dass man jetzt die Organisation SOS Balkanroute unterstützt, was natürlich auch wichtig ist für uns, ist, glaube ich, das Lautsein, das Bewusstmachen, was der Hassan zum Beispiel von uns auch diese Ausstellungen gemacht hat, Fotoausstellungen, Vortragsabende, Abende wie dieser heute, der organisiert vom Zentrum für zeitgemäße Initiativen. Ich glaube, sowas braucht es viel mehr. Wir haben heute abgeholt Spenden von einer Kremser Schule. Unser Kremser Aktivist hat mich angerufen, vollkommen begeistert. Und man merkt, dass die Jugendlichen auch über das Thema nachdenken und sich Gedanken machen. Und ich glaube, dass die Botschaft ankommt, dass die Menschen darüber nachdenken, was da passiert und laut sind. Das ist das Allerwichtigste und weitaus wichtiger als vieles andere, weil es vieles sowieso dann bewirkt und automatisch eines zum anderen kommt. Vielen Dank. und automatisch eines zum anderen kommt. Gibt es von unseren Zuhörer und Zuhörerinnen oder Zuseher und Zuseherinnen noch Beiträge, Fragen, die wir hier im Rahmen der Veranstaltung diskutieren wollen oder können? Nein. Dann möchte ich vielleicht noch eine Frage in den Raum stellen. Simira, a question for you. If you had one wish that could come true, what would that be? Pero, can you translate for me, please? I didn't understand. If you had one wish, what would it be? What would it be? The same right for everything and freedom for everything but that is impossible i am utopian because what i would like it's not possible in this world i would like same rights for everyone and that everyone have freedom but it's not possible i i know I will give for myself what I can do that people be happy, that people get some rights. And it is only what I can do. I know that this may never, never be like true schlechte Dinge, die wir in der Welt sehen. Das Einzige, was wir tun können, ist diese kleine Teilnahme, die einige Menschen glücklich macht. Vielen Dank. diese Menschen und gegen dieses System, das da dahinter steht und das es so schwer macht, hier die Krise irgendwie zu bewältigen? Um ehrlich zu sein, frage ich mich auch manchmal selber, weil man ist so müde und erschöpft, aber man gibt einfach nicht auf. Was sein kann, ist auch das, was Samira gesagt hat, dass man einfach so geboren ist. Und immer diesen Drang hat, einfach den Leuten zu helfen, weil man sieht, dass die keine Stimmen haben und dass alles so ungerecht ist. Einfach diese Ungerechtigkeit ist für mich, dass ich einfach dann sage, okay, wenn ich irgendwie sehe, dass ich etwas machen kann, dann mache ich es. Weil die Stimme, den Leuten zu geben, glaube ich, das ist so wichtig. Vielleicht ist das einfach die Motivation. Und auch, einen Grund gibt es vielleicht auch noch, weil ich habe ja gesagt, dass ich auch Flüchtling war und ich weiß immer noch, egal wie lange es schon her ist, ich erinnere mich immer noch heute, wer zu mir gut war und wer nicht, als ich in der Schweiz war. Und diese Leute, die gut zu mir waren und mir geholfen haben, haben zum Beispiel mein Leben verändert. Und immer wieder sehe ich mich dann in diesem Zusammenhang, vielleicht kann ich dann auch etwas tun und dann werden sich die Leute auch an mich erinnern und einfach sehen, dass nicht alle Leute schlecht sind. Vielleicht das. Das war sehr schön. Danke. Ja, ich möchte noch ganz kurz die Möglichkeit geben, falls noch jemand etwas fragen möchte. Oder noch eine letzte ergänzende Bemerkung. Ansonsten würde ich vielleicht noch unsere Gäste jeweils kurz um ein abschließendes Statement bitten, bevor wir dann auch schon langsam zu einem Ende kommen. Samira, I will start with you, because we are now coming to the end of this discussion. So I would like that you maybe just one statement yeah, to the end of this, to end this evening. Is there something that you would like to tell us or? Okay, first I will, I am glad that I be part of this and I hope that someone heard and someone will do after this discussion that be part like we because we're doing something and that some people will start to off tonight doing something for this good world not just that looking you know most what is bad is to be passive and looking what's happening in the world. We have a discussion about breaking the rights of migrants, you know. Unfortunately, I am in contact with most of these boys who are now in Europe, in Italy or France or Spain like this. Some of them now start Afghan boy going in Germany. And I would like that example have one good team of lawyers who will fight for rights of these boys also there. We had big problems for rights and not just for migrants or for volunteers in bosnia if something happened i will not have lawyer because i volunteer i don't have money example and it was big problem now i have also same information from italy also that boys working many hours 12 hours three parts per day and some of them don't have work, that it is little bit money with any rights, they can't tell nothing. It is, I told them it is slave work. people in this country and example we have now in Italy on the streets many migrants who are now on streets and suffering so much and we don't know about this information too much. I would like the suffering of some of them not finished when they passed in Europe. They suffering still. And this maybe first generation will be like, you know, most of them will finish in bad position after 10 or 12 years because they're working hard works. It's really bad works. And after 20 years, they will can't work anymore. They will be so sick if we looking how they live with all this route from Turkey, Iran, Turkey, and then in Bosnia, inland, in winter and like this. And it will be good if we have something like this, that someone make a good team of lawyers who will be voice of these people. Not just that we fight that they passed in Europe. It's not enough. For me, it's not enough. We have here volunteers in Greece also. Example, Greece, part of Europe. You have in Greece one camp who is jail, really jail. And migrants told, mom, I saw many boys who is crazy, start to be crazy of this part and this how they treating migrants there. Why we not have good team of lawyers? I would like this that we have for this all who fight for example, migrants rights. Thank you so much, Samira, for being here, for being part of this evening. Thank you for all your work. I'm very impressed by your power, your energy, your personality. And I wish you all the best also for the future that you can keep on fighting and keep on doing all the things you do. Thank you so much. Thank you. Christian, darf ich dich vielleicht als Nächsten um ein kurzes Abschlussstatement zu diesem Abend bitten? Ja, ich kann nur versprechen, dass wir als Volkshilfe weiterhin aktiv SOS Balkanroute unterstützen werden im Rahmen unserer Möglichkeiten. Ich möchte erwähnen, dass es möglich ist, bei der Volkshilfe zu spenden für SOS Balkanroute. Auf unserer Homepage gibt es einen eigenen Button auf SOS Balkanroute mit dem Vorteil, dass das absetzbar ist, spendenabsetzbar, möchte ich darauf hinweisen. Ansonsten, glaube ich, wäre es eine Möglichkeit, was man sagen schon muss, die tolle Initiative der Städtepartnerschaften, dass man das auch in Österreich ein wenig aktiviert und da einige Bürgermeister, Bürgermeisterinnen gewinnen, da ebenfalls mitzutun. Gewinnen da ebenfalls mitzutun. Ich glaube, da könnte man einige Kommunen dafür organisieren. Ansonsten werden wir gemeinsam kämpfen, dass diese unmenschliche Politik ein Ende findet, gemeinsam und die Festung Europa der Vergangenheit angehört. Danke, Christian, dass du heute dabei warst und auch für deine abschließenden Worte. Sanila, darf ich dich auch noch kurz um ein abschließendes Statement zu diesem Abend bitten? Ja, ich möchte mich auch gerne bedanken, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, hier zu reden und auch einfach die Stimme bekommen habe, damit auch man sieht, was ich jetzt mache. Es ist einfach auch schwierig, die ganze Zeit immer von diesem Elend auch zu, das alles mitzumachen und jeden Tag einfach diese schlechten Sachen zu sehen und dann habe ich eben auch entschlossen, das ein bisschen zu verändern oder ein bisschen zu verbessern, halt all diese Situationen, in denen sich die Leute befinden. Und ich bin wirklich auch stolz, dass ich das Projekt auch anfangen konnte. Ich hatte Probleme auch mit den Spenden und so, weil ich zeige nicht nur das Elend. Ich versuche auch positive Geschichten zu zeigen oder einfach zu zeigen meiner Regierung hier in Bosnien und auch den anderen einfach zu sagen, okay, es kann auch ein bisschen anders gehen. Und die Leute können auch die Stimmen bekommen. Und ja, und halt wirklich danke für die Unterstützer und die Leute aus Österreich. Es gibt EU, ja, ist Abschottung und EU ist ja auch so, wie wir immer sagen, wir sehen das auch kritisch. Aber ich sehe immer auch das Positive und ich sehe auch, dass viele Leute wirklich das Herz haben und uns auch hier am Boden unterstützen. Und da sind wir auch sehr dankbar. Und dann, glaub mir, auch die Leute, ich bin jetzt hier und unten sind hier 20 Leute, die Abendessen kochen und zusammen essen und es sind ungefähr glaube ich sieben oder acht verschiedene Länder und da bin ich so stolz, dass alles möglich ist, damit sie eben einen Abend zusammen essen können und alles vergessen können und Musik hören können und normal an einem Tisch sitzen mit bosnischen Leuten, mit Leuten aus der EU und auch von überall. Und dazu nochmal danke. Ja, danke Sunila, danke, dass du dabei warst und auch dir wünsche ich ganz viel Mut und Kraft auch noch für deine weitere sehr so wichtige Arbeit. Piero, darf ich dich auch noch um ein letztes Statement für den heutigen Abend bitten? Ja, ist schwierig, schwierig nach der Sanella zu reden. Sanella hat echt super, super geredet heute auch und danke für den Abend euch allen und ohne viele Leute, die hier sind, ohne den Scherki, gäbe es auch wahrscheinlich, hätte es sich nicht so entwickelt. Und diese Kette der Solidarität, die wir in Österreich losgetreten haben und die so viel vereint, was ich immer sage, das lesbische Paar, der Imam, die Nonne, im gleichen Spendenlager ansortieren gemeinsam. Ja, ich hoffe, dass wir bessere Zeiten erleben politisch und dieses Österreich in die Pflicht nehmen. Ich glaube, das sollte man uns heute am Abend hoffentlich viele auch mitnehmen. Und da kann man klein anfangen. Eben die Städtepartnerschaft, diese Initiative der Städtepartnerschaft und der Menschlichkeiten zeigt ja Möglichkeiten, ganz konkrete Möglichkeiten. Wir müssen weg von dieser deklarativen Ebene, wo sich Städte zu sicheren Hafen erklären, ja, das ist super, das ist gut, wenn Städte sagen, ja, sie wollen Geflüchtete aufnehmen, grundsätzlich, aber das hat keine konkrete Wirkung. Deswegen, die Städte sollen helfen, sollen ein bisschen vom städtischen Budget abgeben, ein Äuzerl und man kann schon viel damit machen und viel bewirken. Danke an alle, die dabei waren heute und danke euch und danke dir. Dankeschön. Ja, dann möchte ich noch kurz zum Abschluss etwas sagen. I would also say something at the end of this evening. Well, what I will take with me is, yeah, hope. Because when you read about the Balkan route and when you hear stories about that and also the stories that you tell and what you read in the newspaper, it is very sad and it frightens me. But when I hear people like you talking about what they do and the small and the little things that help other people, that also gives me the help that we all together can improve the situation. Ganz zum Schluss übergebe ich noch an den Damen hier, den Host des heutigen Abends. Ich bedanke mich für die Einladung, dass ich diesen Abend heute moderieren durfte. Online ist es natürlich immer ein bisschen anders als im Präsenz, aber ich denke, wir haben trotzdem einen spannenden, super Abend gehabt. Damir, ich darf dich noch um den Abschluss bitten für den heutigen Abend. Ich kann mich nur Anno bedanken. Wie gesagt, wir haben die Diskussion aufgenommen und wir werden es an Dorf TV schicken. Wir werden auch vom CCT den Link an euch schicken, an die Gäste, meine ich, und auch über Facebook und so veröffentlichen. auch über Facebook und so veröffentlichen. Ich kann mich nur bedanken und es war wirklich sehr beeindruckend. Das habe ich ja auch gewusst, was alles unten passiert. Ich war auch unten persönlich, habe es auch miterlebt und ich kann mich nur ganz herzlich bedanken und ich hoffe, wir können zusammenhalten und da in Zukunft gemeinsam etwas bewirken. da u budućnosti možemo se uzimati i da u budućnosti možemo se uzimati. Mogu se samo zahvaliti svima, a vama posebno isto, mama Zerina, na angažmanju i na svemu ovome što radite. Zaista je velika ovo stvar i neka vas sad Bog nagradi onako kako onaj bolje zna. A, is bedanke miš, on, on, a, bende jez te, di veranštatung. Dankiš, un danke auk Sabine, du hast es auk tol moderijet, danke di. Čus, un gute nakt.