Herzlich willkommen an diesem regnerisch-kühlen Dienstagabend bei einer weiteren Ausgabe der Senderei der Stachel im Fleisch hier aus dem Studio von DorfTV in der Kunst-Universität Linz. Ja, die Entwicklung digitaler Informationstechnologien ist keineswegs neu. Wir beobachten sie hier auch schon seit mehreren Jahrzehnten und erstaunlich ist, dass wir eigentlich schon sehr früh uns verabschieden mussten von so mancher Utopie. Gerade Mitte der 90er Jahre verbanden wir ja mit der Entwicklung vor allem des Internets jede Menge Hoffnungen von neuen Formen der Demokratie und auch einer Vielfalt kultureller Ausdrucksformen, da ist dann schon sehr schnell Ernüchterung eingetreten. Und heute müssen wir durchaus auch konsterniert feststellen, dass diese Entwicklung mittlerweile sehr stark in die Hände gelangt ist von großen US-amerikanischen Konzernen wie Google, aber auch natürlich Meta, zu dem Facebook und Instagram gehören und dann natürlich auch Amazon und Apple. Die Verbindung damit, die wir heute auch hier diskutieren wollen, ist jene, dass diese Plattformen sich sehr stark auch das Internet, digitale Anwendungen nicht nur geschaffen haben, sondern auch zunutze gemacht haben, um eigentlich unser menschliches Verhalten massiv zu beeinflussen. Da werden soziale Werte und Normen definiert und auch Arbeitsabläufe organisiert und was natürlich zu einer völligen Umkrempelung unseres Lebensalltags zur Folge hat. Damit verbinden sich natürlich auch Kritik und Beunruhigung, wohin denn das alles führt. Und damit verbunden natürlich auch die Frage, gibt es denn da auch Gegenstrategien? Gibt es da Möglichkeiten, Demokratie und Vielfalt tatsächlich sicherzustellen? Und das wird uns jetzt auch beschäftigen in den kommenden 60 Minuten meiner Politikgespräche mit Vorwärtsdrang, wo ich mich freue, meine Gäste hier im Studio begrüßen zu dürfen. Gleich neben mir Manuela Nauvaux. Sie ist hier im Haus tätig als Professorin für Critical Data. Herzlich willkommen. Und Alexander Barazitz, Jurist und er ist auch Gründer oder Mitgründer des Radio Froh hier in Linz, damit auch vielen natürlich in der Szene gut bekannt. Und er ist auch Gründer oder Mitgründer des Radio Froh hier in Linz, somit auch vielen natürlich in der Szene gut bekannt. Und er ist Vorstand des CPA, des Cultural Broadcasting Archive. Ich darf gestehen, Alexander und ich, wir kennen uns seit unseren frühesten Jugendjahren. Wir sind deshalb per Du und genauso halten wir es auch, weil wir quasi hier im Haus in der Kunstuniversität quasi Kollegen, Kolleginnen sind. Ja, und ich freue mich auf eine spannende Debatte und lege auch gleich los. Ich fange mal mit dir an, Alexander. Der Ausgangspunkt der heutigen Sendung ist eine Publikation, die du herausgegeben hast, vorgelegt hast. Ich halte jetzt gleich mal in die Hand, um da mal gleich kräftig einzusteigen. Das Buch trägt den Titel Building a European Digital Public Space und beschäftigt sich mit der Frage, wie können wir tatsächlich Anstrengungen unternehmen, gerade auch im Hinblick auf diese digitale Entwicklung, diese Entwicklung des digitalen Raums, Diese Entwicklung des digitalen Raums, wo ja sehr viel auch Öffentlichkeit definiert wird und auch sehr viele Konflikte um Öffentlichkeiten entstanden sind. Wie können wir dazu beitragen, zivilgesellschaftliche Perspektiven, natürlich auch kulturelle und demokratische wieder stärker zur Geltung zu bringen und meine erste Frage, Alexander, ist einmal gleich, was hat dich eigentlich konkret dazu veranlasst, Autorinnen und Autoren zu finden, es ist ein Sammelband, und das in dieser habe, in der Auseinandersetzung mit dem Akatek-Papier. Das war eine Forschungsarbeit Akatekes sowie der Akademie der Wissenschaften in Deutschland für technische Fragen, berät die deutsche Bundesregierung. Und da gab es eine Kollaboration mit der ARD und auch mit kommerziellen Verlegern, mit der Burda VR. Und da habe ich es so konkret vor Augen geführt bekommen, auch, dass die, also die haben das beschrieben aus einem Diskurs heraus, den wir schon auch hier hatten bei einer Konferenz 2018, Digital Public Space, wo wir quasi, wie kann man die öffentlich-rechtlichen Sender in das Digitale rüberführen. Und da haben die ganz verwegen das Projekt dargestellt, wie man eine europäische Plattform gestalten könnte mit substanzieller Investition. Und das ist mir auch ein bisschen wie Schuppen vor Augen gefallen. Eigentlich, so die Grundbausteine wären nämlich da. Es ist sehr viel Know-how da. Es ist auch sehr viel Content da von den öffentlich-rechtlichen Stationen. Sie können jetzt und dürfen teilweise nicht. Das ORF ist total beschränkt, rechtlich in Österreich noch immer. Und es ist eigentlich, wäre es daran, politisch die Maßnahmen zu setzen und es einfach zu tun. Und von daher auch der Titel Building a European Digital Public Space. Tun wir es jetzt. Und für mich war dann, also ich mit einem der Koatoren war ich enger im Diskurs und der hat gemeint, na, es bräuchte eine Formulierung aus der Zivilgesellschaft heraus, dass das nicht so stark jetzt irgendwie öffentlich-rechtlich und von kommerziellen Medieninteressen geprägt ist, sodass man einen stärkeren Diskurs jetzt auch hat darüber, wie Beteiligung der Zivilgesellschaft stattfinden kann. Und das war eigentlich der Anstoß daran. Manuela, ich habe es eingangs ganz kurz angedeutet. Es ist ja interessant, Mitte der 90er Jahre hat ja auch hier in Österreich das, was wir als Internet verstehen, so einen ersten großen Popularitätsschub erfahren. Da hatten dann plötzlich Unmenge Menschen eine E-Mail-Adresse und ein bisschen Webspace und konnten sich da schon ein bisschen erproben und austoben. Und interessanterweise waren es immer wieder Kunst und Kultur, die schon sehr früh auch einerseits diese Entwicklung sehr begrüßt haben, weil sie neue Aktionsgebiete für sich gesehen haben, aber gleichzeitig auch schon sehr früh immer ein kritisches Auge darauf geworfen haben, haben, dass man hier schon darauf achten muss, da gibt es eine ganze Menge Interessen, wohin die Reise gehen kann, diese technologische Entwicklung und dass man hier auch überlegen muss, wie kann man tatsächlich künstlerisch-kulturelle Aneignungsformen finden und das mitunter gegen massiven Widerstand. Warum haben die Felder von Kunst und Kultur deiner Meinung nach eigentlich schon so früh dieses Sensorium dafür entwickelt? Ich glaube, dass die, also ich habe das teilweise in meinem Buch ein bisschen recherchiert, wo es ja um so Beteiligungsformen und Partizipationsformen gegangen ist, also zu Crowd and Art. Und weil gerade irgendwie so Beteiligung über Formen im Netz sehr stark eben von den KünstlerInnen ausprobiert wurde, irgendwie sehr bald, wie du erwähnt hast. Vor allen Dingen, glaube ich, weil sie es erstens einmal verstehen wollten. Also man muss sich ja vorstellen, das war am Anfang gar nicht so einfach, weil wer hatte denn wirklich irgendwie Zugang zum Netz? Auch schon in den 80ern oder 90ern ist es öffentlich geworden. Aber in den 80ern oder 70ern war das eigentlich mehr mit Universitäten verbunden und so weiter. Und selbst da haben ja die Künstler den 90ern irgendwie angefangen, sondern eigentlich schon beim ersten Austesten. Ja, was heißt überhaupt Vernetzung? Wie kann ich mich vernetzen? Sie wollten einfach ein Gespür dafür bekommen und haben das sozusagen einfach mal irgendwie auch ausprobiert, welche Formen von Austausch überhaupt irgendwie möglich ist. Und da hat es halt irgendwie, also das waren am Anfang halt so Telekommunikationsprojekte, wie wir es irgendwie früher halt genannt haben, in den künstlerischen Projekten. Und da waren wir auch in Österreich irgendwie sehr aktiv. Also so Robert Adrian X, das Thema Telekommunikationsskulptur, ist ja da irgendwie auch gleich von den KünstlerInnen irgendwie auch probiert worden. Also das Netz als Skulptur irgendwie auch, also ebenso mit diesen Synonymen oder mit Vorstellungen, Metaphern irgendwie aus dem Künstlerischen heraus. Sie haben aber sehr schnell auch erkannt die Grenzen und vor allen Dingen auch das Geld, das dahintersteht, weil am Anfang hat man ja wirklich, es war ja alles noch irgendwie sehr teuer, das Equipsteht. Weil am Anfang hat man ja wirklich, es war ja alles noch sehr teuer, das Equipment und so weiter. Es war ja nicht so, dass wir das jetzt irgendwie so quasi mit uns herumschleppen und gar nicht mehr darüber nachdenken müssen, wie viel Geld das kostet. Aber man hat sich ja einwählen müssen. Das waren ja wahnsinnige Kosten, die sofort gelaufen sind. Irgendwie. Und so weiter. Das war nicht so einfach, aber sie haben halt, aber die Hoffnung ist dann auch schnell mal limitiert gewesen, durch das hat dann relativ viele Firmen das Profitdenken ganz klar einmal so schnell herausgestellt hat. Und gerade wenn man mit Robert Adrian X, also mit ihm habe ich die Chance gehabt, wirklich in ein Interview zusammen und in Kontakt zu sein, diese Utopie jetzt quasi ein demokratisches Chance gehabt, irgendwie auch wirklich in ein Interview zu sein und in Kontakt zu sein. Diese Utopie, jetzt quasi ein demokratisches Netz zu haben, wo alle gleich sind, die haben das irgendwie sehr schnell verstanden, dass das nicht der Fall ist. Das ist ja erst dann irgendwie so in die breitere Öffentlichkeit gekommen, wie wir einfach oder wie die Menschen erkannt haben, okay, es geht eigentlich um einen halböffentlichen Raum, weil der eigentlich von Firmen bestimmt ist. Das ist auch interessant. Ich selber war ja auch schon sehr früh involviert in Netz-Szenen, die sich mit diesen Entwicklungen kritisch befasst haben. Alexander, du warst auch damals schon rege mit dabei und ich erinnere mich noch allzu gut, wir hatten damals natürlich auch Auseinandersetzungen mit der Politik, das war Infrastrukturpolitik hier in Österreich und auch Kulturpolitik. Und da hat dann doch das Credo vorgeherrscht, man brauche da jetzt gar nicht so sehr gestaltend, regulierend eingreifen. Der Markt wird das alles schon zur Zufriedenheit aller regeln. Genau das hat er dann schließlich nicht getan. Was ist denn da deiner Meinung nach alles schiefgelaufen? getan. Was ist denn da deiner Meinung nach alles schiefgelaufen, dass das Netz, der digitale Raum, den wir heute hier auch ein bisschen erörtern und auch entsprechende Strategien dafür entwickeln wollen, dass dieser Raum sozusagen auch so viel Unzufriedenheit bei uns hervorgerufen hat? Also ich bin jetzt ehrlich gesagt kein Spezialist in dieser Debatte, was da jetzt schiefgelaufen ist, aber ich denke jetzt in der jüngeren Entwicklung, wo die Plattformen, die Dominanten da jetzt im Prinzip regieren, ist sicherlich ein Merkmal, dass die von vornherein auch die Strategie verfolgen, Monopole aufzubauen. Also das einerseits ist das inhärent, weil es da Netzwerkeffekte gibt. Das ist schon lange erforscht. Es hat jeder Teilnehmer, jede Teilnehmerin im Netz mehr Nutzen, wenn mehr im Netz mit drinnen sind. Aber man hat das jetzt eh verfolgen können. Auch der Peter Till ist bekannt. Der hat das Buch herausgegeben von Zero to One. Und da wird ganz klar ausgelegt auch, es geht darum Monopole zu verschaffen und die auch zu verteidigen und das ist auch das was passiert. Das wird dann alles aufgekauft am Markt und es ist auch im Prinzip diese Strategie mit Venture Capital, FED reinfahren, alles aufzukaufen. In Österreich hat es ja jetzt ein Unicorn gegeben, heuer oder letztes Jahr war das mit dieser Ausbildungsgeschichte, die kaufen jetzt in Europa und sonst überall alles auf, weil die sind finanziell dazu ausgestattet und das ist das, worum es geht. Und im Prinzip da gibt es überhaupt keine Regulierung. Wenn man sich anschaut, Facebook hat Instagram kaufen können, irgendwie haben lächerliche Auflagen gehabt. Die haben es dann nicht einmal eingehalten und dafür sind sie nicht bestraft worden. Da hätte man die Handhabe gehabt, das zu schlagen und das zu schlagen und es passiert nicht. Und es ist auch jetzt so, dass es gibt zwar die Datenschutzgrundverordnung, aber es ist jetzt angekündigt worden, dass eine Nachfolgeregelung für das Privacy Shield kommt, dürfte wahrscheinlich, also es wird gemunkelt, dass das im Zusammenhang steht jetzt mit den kriegerischen Auseinandersetzungen in Ukraine und quasi Schulterschluss. Und dann haben sie halt eben, wie gesagt, aus den USA Gebiete und schauen wir, dass wir das wieder in die reinkriegen in die Tüte, weil es ist natürlich ein Wettbewerbsbehindern für die USA, aber das ist eigentlich einer der großen Hebel, die es in Europa gibt. Es gibt schon sehr viel an, wie soll ich sagen, Regulierungskraft, die drinnen läge, aber der EuGH, also die USA dürft sich nicht bewegen inhaltlich, also dass es zum Beispiel europäischen BürgerInnen eine Möglichkeit gibt, sich mit einem ordentlichen Verfahren zu beschweren in den USA und die Überwachung, die universelle, haben es auch nicht vor zu ändern. Und das sind die wesentlichen Kritikpunkte des EuGH. Die USA haben offenkundig überhaupt keinen Plan, also keinen Willen, das zu ändern. Und es wird eine neue Nachfolgeregelung geben nach Schrems 2 und die wird wieder fallen wahrscheinlich. Und das ist einerseits eine gewisse politische Schwäche, die es in Europa nach wie vor gibt. Und jetzt ist es eine interessante Situation. Man sieht, Infrastruktur ist echt ein Thema. Einerseits hat es gezeigt, die Pandemie, zweitens jetzt der Krieg. Chip-Produktion in Europa hat man jetzt herangemacht, dass man es strukturell substanziell anstrengen unternimmt, eigene Chip-Produktion aufzubauen. ein Unternehmen eigene Chip-Produktion aufzubauen. Gasleitungen ist auch ganz simpel. Und ich meine, Telekommunikation oder diese Informationsinfrastruktur, das ist genauso eine Basisinfrastruktur. Und da hat man sich ja eigentlich nach dem Zweiten Weltkrieg dann das Beispiel genommen an der BBC, nachdem das Volksempfängerprojekt ja super schreckliche Auswirkungen hatte und gesagt, okay, wir schauen, dass wir das demokratisch regulieren und das eben nicht dem Markt überlassen und das wäre jetzt im Prinzip auch der Ansatz, der im Buch verfolgt wird, dass ein Governance-Modell gibt, wie können wir das transferieren, was wir in Rundfunk schon gemacht haben, ins Internet transferieren, dass eine demokratische Kontrolle gibt und nicht von irgendwelchen Venture-Capital überwiegend Herren diktiert wird, wie die Regeln sind. Und Herr Thiel hat offenkundig mit Demokratie auch nicht sehr viel am Hut. Und das kann nicht sein, dass wir unsere wesentlichen Fehler jetzt in unseren demokratischen Organisationsformen diesen Herren da überlassen. Ich meine, ich finde auch ein Beispiel, das da irgendwie total reinpasst, ist irgendwie, wem gehören teilweise oder wer verlegt irgendwie auch die Glasfaserkabeln? Also wenn dann jetzt irgendwie Firmen jetzt sozusagen irgendwie im Besitz sind, irgendwie diese Kabeln quasi irgendwie zu legen und dann auch noch unterstützt werden irgendwie mit öffentlichen Geldern, aber quasi irgendwie die Öffentlichkeit wieder zahlen muss, dass sie es überhaupt benutzen darf. Von dem abgesehen, dass sie eigentlich nicht wirklich sozusagen einen Einfluss drauf haben, ob die jetzt wirklich auch funktionieren oder nicht. Dann denke ich mir, spielt sich das im Material ab, obwohl es eigentlich um sozusagen den digitalen Raum geht. Und ich glaube, das ist so wichtig, immer zu vermitteln. Also diese Materialität, die da dahinter ist, von denen du auch sprichst, von den Gasleitungen, die du angesprochen hast, bis zu den Glasfaserkabeln. Also es liegt irgendwie an diesen Zugehörigkeiten und vor allen Dingen leider Schieflage, dass das Ganze halt irgendwie dominiert ist von ganz wenigen einzelnen Playern und die Politik da leider irgendwie zu schwach ist, Regulatorien aufzustellen. Ich gehe trotzdem noch ein Stück zurück, Alexander, und frage mich gerade die Bestandsaufnahme, die kurze, die du uns da geboten hast jetzt, das erinnert schon ein bisschen sozusagen so an akademische Diskurse in einem Elfenbeinturm. Die Wissenden, die sehr besorgt sind, genau wissen, wie da hier Machtverhältnisse und Appropationsformen vor sich gehen. Aber wenn man sich eigentlich so ein bisschen umsieht, die Menschen, mit denen man es so täglich zu tun hat, die scheinen eh sehr zufrieden zu sein mit den Anwendungen, die sie vorfinden auf ihren Smartphones und so weiter. Und die erfüllen eigentlich genau das, was deren Informations- und Kommunikationsbedürfnis so hervorruft. Und ich frage mich gerade nochmal, bevor wir auf verschiedenste Details auch eurer Überlegungen, der Autorinnen und Autoren hier im Buch sozusagen, wie kann man eigentlich noch ein breiteres Bewusstsein erzeugen? muss er noch viel mehr schärfen, dass dieses Problem eben nicht nur eine Angelegenheit von einigen wenigen Wissenden ist, sondern dass es sehr stark geht um die Grundlagen von demokratischen Öffentlichkeiten. Also ich glaube, gewisses Unbehagen, wie der Umgang ist mit Daten von Unternehmungen, Daten von Unternehmungen, die das als Geschäftsmodell haben, das Unbehagen ist, glaube ich, schon relativ breit. Und ich sehe es auch irgendwie in der jüngeren Generation, da gibt es auch mehr Wissen drüber und dort ist es auch so, dass da deutlich kriterischer Umgang gibt jetzt mit Daten als jetzt irgendwie der ersten Facebook-Euphorie ist. Ich stelle jede Privatheit in die Auslage. Und von daher denke ich, ist da eh einiges schon am Weg. Und ich würde es vielleicht auch gleichzeitig ein bisschen relativieren. Meine Kritik jetzt vorher oder den Ärger auch, dass es bei der DatenschutzkonKonfirmierung gerade schon wieder man ein bisschen einknickt. Aber es hat jetzt in Folge von Trump und von Brexit, glaube ich, also nicht nur in den politischen Eliten, schon ein Wachrütteln gegeben, dass man da sieht, hallo, das hat schon was auch mit unserem politischen Diskurs zu tun und auch mit den Umständen, wie da kommuniziert werden kann. Und es gibt wesentliche Politikfelder wie der Digital Services Act oder der Digital Market Act, mit dem versucht wird, regulatorisch den großen Plattformen zumindest gewisse Spielregeln aufzulegen oder mit dem AI-Act. Das sind schon sehr wesentliche Maßnahmen, wo ich davon ausgehe, dass die auf der ganzen Welt gewisse Standards setzen werden. Gleichzeitig ist aber so die Analyse daraus, dass Regulierung zu kurz greift. Also ich muss selbst auch mir die Hände schmutzig machen und in die Infrastrukturthematik selbst reingehen, um da eine gewisse Unabhängigkeit zu gewinnen. Und ja. Aber das setzt natürlich auch eine gewisse Stärke und Größe voraus. Also da sind wir natürlich auch gleich mal wieder beim akademischen Betrieb. Universitäten haben vielleicht auch die Möglichkeit, selber auch Infrastrukturen zu schaffen, die auch zur Verfügung stellen. Und das ist ja nicht jedem vorbehalten. Ich denke vor allem jetzt auch dahingehend, das ist auch für die Kunst und für die künstlerische Arbeit letztlich von großer Bedeutung. Auch wir hier haben jetzt seit einigen Jahren die Diskussion, sogenannte Upload-Filter, wo quasi es darum geht, ein Rahmenwerk zu schaffen, dass man nicht einfach im Internet uploaden kann, was immer man will. Da gibt es dann alle möglichen Verstöße, Urheberrechtsverstöße und was auch immer. Und wenn ich es richtig verstanden habe, da schaue ich mit einem halben Auge auch auf dich als Jurist, wird das ja nicht auf einem juristischen Weg ermittelt, ob hier tatsächlich ein Verstoß vorliegt, sondern letztlich ist es dann erst recht wieder, wir sind hier im großen Bereich von Social Media Anwendungen, den mächtigen Algorithmen vorbehalten sein, zu beurteilen, ist etwas ein Verstoß oder nicht? Und wie kann man hier tatsächlich mitspielen, wenn man sagt, okay, man möchte außerhalb dieser Plattformen auch eine lebendige Netzwelt schaffen, weiß nicht, vielleicht auch eine Universität, wie kann die das überhaupt leisten? weiß nicht, vielleicht auch eine Universität, wie kann die das überhaupt leisten? Puh, also ich fühle mich jetzt irgendwie ein bisschen überfordert mit der Frage, beziehungsweise wollte ich eigentlich also vielleicht irgendwie auch so die Frage irgendwie vom Alex zu sagen, okay, greift Regulierung alleine irgendwie auch vielleicht zu kurz? Also ich würde zuerst irgendwie da noch schnell drauf eingehen, weil ich finde, also greift Regulierung alleine irgendwie auch vielleicht zu kurz. Also ich würde zuerst irgendwie da noch schnell irgendwie darauf eingehen, weil ich finde, also ich möchte es eigentlich nur bestätigen von dem her, dass ich auch glaube, dass es einfach Formen von Vermittlung braucht, beziehungsweise irgendwie auch Ansprache von einer Öffentlichkeit. Also Formen von dem, dass wir einfach irgendwie mal übersetzen, was denn eigentlich irgendwie so passiert. Und da ist natürlich die Kunst und die Anforderung, die Kunst eine große, weil in der Kunst halt irgendwie die Formen der Vermittlung von Themen, die uns irgendwie alle beschäftigen, ein ganz wichtiger ist. Aber auch in einem übertragenen Sinn irgendwie natürlich kommuniziert jetzt nicht nur eins zu eins Wissen, sondern halt einfach ganz andere Möglichkeiten aufmacht, Utopien aufmacht, neue Beispiele irgendwie präsentiert, etwas irgendwie neu austestet, experimentiert und so weiter. Insofern zurückkommend auf deine Frage, um so vielleicht einen Bogen zu schaffen, ja, auf alle Fälle glaube ich, dass in der Kunst das auch schon viel passiert ist. Wir haben es ja auch schon gesagt, mit neuen Communities, mit damals Public-Net-Space, mit jetzt irgendwie anderen Communities, die halt irgendwie einen Off-Space zu suchen, ein eigenes Community-Denken irgendwie zu finden, das irgendwie die Community auch zu vergrößern, irgendwie andere damit zu inspirieren. Das muss jetzt nicht nur in der Kunst passieren, sondern da kommt natürlich irgendwie ganz viel soziale, politische, aktivistische Agenten irgendwie auch dazu. Da ist die Kunst natürlich irgendwie, also da sind halt Künstlerinnen dann oft irgendwie dabei, um etwas anzustoßen. Und dann denkt man irgendwie, so ein Festival ist Amro-Festival, ist da irgendwie ein ganz wichtiges in Linz. Du willst auch weiterhelfen, was mit Amro gemeint ist? Genau, also es geht sozusagen irgendwie um ein Festival, das halt irgendwie gerade Open Source, offene Zugänge irgendwie sucht, um eben irgendwie Netzwerke zu anderen irgendwie anzubieten, die eben nicht irgendwie von profitorientierten Gedanken irgendwie getrieben werden. Und da sind irgendwie Künstlerinnen natürlich irgendwie total wichtig. Und da sind Künstlerinnen natürlich total wichtig. Und da ist auch schon wahnsinnig viel passiert. Und da geht es auch wieder um Formen von Familien. Also da geht es auch wieder darum, wie bringe ich das dann auch noch zu Menschen, die sich vielleicht weniger Gedanken machen, die halt einfach die Systeme irgendwie benutzen. Und da gibt es natürlich viel nachzuholen im edukativen Bereich und auch im universitären Bereich. Also ich glaube, da könnte noch viel mehr passieren, als was eigentlich passiert. Also das nehme ich jetzt, also Kritik auch unsererseits von dem her. Also wir sind ja dann doch immer wieder eben in diesem Elfenbeinturm, halt dann im künstlerischen Elfenbeinturm und eigentlich müsste man viel mehr irgendwie noch rausgehen und mit den Leuten irgendwie in Kontakt zu treten. Aber das ist ja auch irgendwie gerade mit so einer Professur wie bei Critical Data ist ja das einfach sehr stark irgendwie auch der Wunsch und wie gesagt, wir sind uns auch nicht zu schade, um uns in die Shopping Mall zu stellen und mit Leuten darüber, nicht nur AI zu sprechen oder künstliche Intelligenz, sondern einfach, wie funktioniert denn überhaupt der Algorithmus und dieses Wenn und Dann-Denken, was denn das eigentlich für einen Einfluss hat irgendwie. Es ist schon durchgeklungen, Alexander, die Manuela hat das schon ganz schön skizziert, sozusagen dieses von uns auch vielfach natürlich auch nostalgisch, also ein bisschen überhöhtes, dieses Bild des Hackertums. Irgendwie werde ich eigentlich dieses Buch auch von diesem Hacken-Gedanken noch getragen, sozusagen diese Systeme zu durchkreuzen, da hinein zu intervenieren, andere Signale zu senden? Inwieweit ist dieses Buch von diesem Gedanken auch, der sehr stark kulturell konnotiert ist, auch getragen? Historisch, jetzt von uns, wenn ich von uns spreche, das Cultural Broadcasting Archive kommt aus einer Tradition heraus, ähnlich aus dem Ars Electronica Umfeld. Wir sind ja eigentlich mit dem Streaming vorher da gewesen als Empfangsquelle oder als Ausstrahlungsquelle mit dem Broadcasting Traglungsquelle als mit dem Broadcasting und haben da experimentiert und das Cultural Broadcasting Archive, also das ist man kann jetzt eine Podcasting Plattform sagen, wir haben das im Jahr 2000 gelauncht, also da hat es den Term noch nicht gegeben, wir haben jetzt über 130.000 Podcaster drinnen und in 50 verschiedenen Sprachen mit über 1500 aktiven Uploadern und Uploaderinnen. Ja, das war ein Projekt, wo wir einfach getan haben. Also einerseits aus einer Notwendigkeit heraus, wir sind dann eher gegangen und mit einigen anderen Kolleginnen in Österreich und wo ist guter Stoff, guter Content und haben das zuerst über eine FDP selber ausgetauscht und das ist dann, wie wir gesehen haben, okay, man könnte es mit der Datenbank verknüpfen, man könnte es auch veröffentlichen im Prinzip. Damals haben wir uns im Urheberrecht auch wirklich nichts geschert, muss man sagen. Es hat eine Zeit lang gedauert, bis das uns eingeholt hat, aber im Prinzip haben wir das einfach gemacht und aus bestimmten Faktoren heraus haben wir das gehalten. Jetzt versuchen wir halt, dass wir in ein anderes Level einziehen. Also wir haben jetzt ein Projekt, sind wir gerade in der Zielgerade, Open Audio Search heißt es, wo wir quasi eine Pipeline gebaut haben, wo man einen Beitrag hochlädt. Das Audio wird automatisiert in ein schriftliches Transkript transferiert. Daraus wird dann mit NLP-Tools, also das ist ein algorithmisches System, wo mit Libraries abgeglichen wird, werden Namen und Orte herausgefiltert. Damit wird insgesamt unsere algorithmische Suchmaschine angereichert und kann jetzt quasi eine Volltextsuche passieren und kann auch der Inhalt gefunden werden. Also das große Problem von Audi ist ja, dass es maschinell nicht durchsuchbar ist und das wollen wir damit lösen. Und das ist auch eine bestimmte Art und Weise, wir arbeiten mit Open-Source-Tools und im Prinzip geht es jetzt darum, dass wir einfach die algorithmischen Systeme, denen es nicht geht, es geht auch ohne Vorschlagssystem geht es nicht. Wenn du 120.000 Beiträge hast, ich meine, die UEF tut sich jetzt im Prinzip leicht, weil der für jeden nur zehn Tage her schauen, oder sieben Tage, das kann ich leicht redaktionell lösen, weil es ist so wenig, da habe ich kein Problem damit. Aber wenn jetzt auf einmal alles gleichzeitig angeboten werden kann, wie soll eine Userin, ein User irgendwas finden? Ich muss irgendein System entwickeln, dass ich irgendwie sinnvoll was finden kann und die Vorschlagssysteme, das ist ein cleveres, sinnvolles Instrument, damit ich nicht da mal durchsuche und verzweifelt wieder abbiege nach einer Viertelstunde, weil es mich nicht mehr gefreut. den Aneignungen darum, wir sind jetzt in einem Stadium, dass das im Prinzip sehr viele Machine Learning Anwendungen mit relativ Plug-and-Play-Lösungen auch selber herumgebastelt werden kann von Leuten, die nicht den fetten Hintergrund haben. Ich habe ja auch ein bisschen versucht, einen Drei-Monats-Kurs einmal gemacht und dann war durchaus absolut erhellend und habe insofern auch den catchy Titel dieser Sendung kurz kommentiert. Ich habe jetzt prinzipiell gegen algorithmische Systeme überhaupt nichts. Die erleichtern unser Leben enorm. Wichtig ist, dass wir uns die aneignen für unsere Themenstellungen und dass letztlich die Governance immer wieder nicht nur eine Frage ist, wie die Technik an sich ist, sondern eine Frage ist, wem gehört es und wer bestimmt die Spielregeln. Ich habe den Titel natürlich sehr bewusst gewählt, weil er natürlich catchy ist, aber Algorithmen sind heute natürlich sehr, sehr, also sehr viel bekannt, natürlich Sinnbilder für große Intransparenz, wonach wird das berechnet, wie wird das ausgewählt, warum gibt es eine starke Dominanz der englischen Sprache gegenüber vielen anderen Sprachen und so weiter. Das liegt ja alles auf der Hand und umso mehr muss man, wenn man sich natürlich um Fehlentwicklung auch der demokratischen Ordnung ein paar Gedanken machen will, muss man natürlich die Entwicklung der Algorithmen sehr, sehr kritisch ins Auge fassen. Aber es führt mich gleich weiter, weil ich weiß natürlich, Manuela, du weißt von jeder Menge spannenden Projekten zu berichten. Linz ist ja eigentlich stolz darauf und wird niemals müde, das auch immer wieder so hinauszuposaunen. Ein Teil, eine sogenannte UNESCO City of Media Art zu sein, das ist natürlich sehr viel Glanz und Gloria zuallererst. Und ich frage mich dann oft, wo wird das eigentlich auch eingelöst im Sinne einer kritischen Auseinandersetzung mit der digitalen Entwicklung? Und ich weiß natürlich, dass du schon zu jenen zählst und du kennst auch Projekte, nicht zuletzt auch durch deine Tätigkeit beim Ars Electronica Festival, die das sehr wohl einlösen. Kannst du uns da ein paar Eindrücke geben, wo man das so ein bisschen veranschaulich bekommt, wie das eigentlich geschieht? Ja, auf der einen Seite natürlich im Rahmen vom Ars Electronica Festival gibt es irgendwie so diese unterschiedlichen, diversen Zugänge, wo eben nicht nur sozusagen irgendwie jetzt irgendwelche Kuratoren bestimmen oder Kuratorinnen des Festivals bestimmen, was irgendwie gezeigt wird, sondern es gibt so offene Plätze, wo halt einfach Universitäten geladen werden, wo es gar nicht so darum geht, dass im Vorhinein ganz genau irgendwie auch geschaut wird, irgendwelche künstlerischen Beiträge kommen, sondern eigentlich, wo irgendwie Kollektive aus dem akademischen Bereich, aus dem künstlerischen Bereich, aus dem wissenschaftlichen Bereich quasi Platz geboten wird zu einem großen Oberthema. Das ist irgendwie das eine, was sozusagen die Ars Electronica irgendwie auch sehr stark betrifft, wo halt einfach das Festival natürlich irgendwie so ein bisschen eine Durchschlagkraft hat und das ist natürlich schon ganz was Besonderes. Und ich war ja früher, ich war ja 18 Jahre bei der Ars Electronica und habe dort irgendwie Ars Electronica Expert geleitet und war relativ viel im Ausland und es ist immer gefragt worden, warum Ars Electronica und habe dort irgendwie Ars Electronica Export geleitet und war relativ viel im Ausland und es ist immer gefragt worden, warum Ars Electronica und Linz? Also für die Menschen draußen, da geht es doch nach Wien oder Berlin oder warum eigentlich Linz? Aber gerade Linz ist es eigentlich total wichtig, also gerade wenn man sich denkt, irgendwie so die ganze Open Commons, Open Source, das hat ja relativ bald in Linz irgendwie auch angefangen. Linz war relativ bald einfach interessiert an einem Austausch, also hin zu kreativen Geistern, zu vielleicht irgendwie kreativen Menschen, die halt einfach mal vielleicht irgendwie Fragen gestellt haben, die halt nicht immer nur gefallen haben der Politik. Und es hat die Möglichkeit gegeben, dass sich auch das Elektronika entfalten kann. Also von dem her finde ich das einfach immer super, dass man sagen kann, ja, deswegen auch Linz. Und dann die Kunstuni muss man sich auch einmal anschauen. Also wie viele Departments es eigentlich gibt, die sich mit Medien auseinandersetzen, Kommunikationsmedien. Medienkunst, digitaler Kunst im weiteren Sinne ist für so eine, sage ich jetzt mal, kleinere Universität eigentlich auch sehr besonders. Und dann müssen wir uns natürlich anschauen, wie schaut das Umfeld aus, also mit Hagenberg und so weiter. Von dem her ist es natürlich ein guter Boden und ich finde das schon super, dass wir City of Mediat sind. Ich hoffe natürlich irgendwie, dass der Diskurs, und da gebe ich da schon recht, also mir fehlt der irgendwie auch manchmal. Also müssen wir aufs Asseltroniker Festival warten, dass auch ein Diskurs stattfindet oder dass wir die Plattform irgendwie dafür haben. Also ich glaube, dass das vielleicht irgendwie schon auch noch spannend wäre, da vielleicht noch zusätzliche Formate. Aber muss man auch sagen, gerade eben, wie ihr es schon zuerst erwähnt habt, wir haben ja auch künstlerische Kollektive oder künstlerische Personen, die sehr stark, ob das die Stadtwerkstatt ist, mit Servus vor allen Dingen auch. Also wir haben da einfach wirklich einiges im Zusammenschluss vielleicht mit den großen Playern wie Ars Electronica, wo etwas passiert, wo man sich manchmal einfach wünscht, dass die Förderstruktur vielleicht noch ein bisschen besser wäre, um diese Projekte auch wirklich irgendwie zeigen zu können, irgendwie alle und vielleicht auch wirklich größer zu machen und nicht immer nur klein zu lassen. Da würde man manchmal irgendwie ein bisschen mehr erhoffen, aber grundsätzlich sind wir, also finde ich, als City of Media Arts, dürfen wir nicht nur bezüglich der, wir haben uns den Namen verdient, bezüglich der großen Players vor allen Dingen, aber vor allen Dingen auch die Kleinen, die das Ganze am Leben halten und mit Diversität erfüllen von den Zugängen. Also von dem her bin ich da eher schon eine Befürworterin. Also von dem her bin ich da eher schon eine Befürworterin. Okay, ich schaue mir das ja gerne an. Ich würde mich natürlich freuen, wenn hinter dem Etikett natürlich noch viel mehr Aktivitäten tatsächlich auch gefördert würden und man eigentlich noch mehr Geld dafür zur Verfügung stellt, weil das passiert nämlich tatsächlich nicht, wenn man nicht sozusagen eingebunden ist in eine bestehende Institution. wenn man nicht eingebunden ist in eine bestehende Institution. Aber Alexander, du hast ja nicht nur dieses Buch herausgegeben, du hast auch Texte dazu beigesteuert. Und ein Text hat mir eine ganz besondere Aufmerksamkeit gefunden, nämlich jener, wo du deine Überlegungen zu einem sogenannten European Cultural Backbone zusammenträgst. European Cultural Backbone verstehst du als ein europaweites Bottom-up Beispiel, wo eben sozusagen so ein europäischer, digitaler, öffentlicher Raum geschaffen werden kann. Jetzt ist es mir auch deshalb ins Auge gestochen, weil es gab schon mal einen European Cultural Backbone in den 90er Jahren, gegründet 1999, dann in den frühen 2000ern. Das war damals ein Netzwerk von bestehenden Kunstnetzinitiativen, Institutionen in Österreich, Deutschland, Niederlande, V2 in Rotterdam, In Österreich, Deutschland, Niederlande, V2 in Rotterdam, genauso dabei wie The Wach, Society for All the New Media, Public Netbase in Wien und viele andere mehr. das bessere Netz verkörpern soll und eigentlich sich so überzeugend in Erscheinung tritt, dass es so viele Nachahmungsbeispiele wie möglich geben soll. Das Projekt ist damals gescheitert. Jetzt greifst du diese Idee wieder auf. Kannst du mal kurz schildern, was du damit genau meinst? Welche Lehren sind aus dem European Culture Backbone 1.0 gezogen? Beziehungsweise, ich habe auch das nachgelesen, dass du auch eine sehr klare Vorstellung hast, wer das eigentlich tragen soll. Ja, vor allem einmal habe ich den Namen sexy gefunden und das ist das eine, aber auch, ja, das war eine wichtige Bewegung damals. Das waren schon wichtige Leute für mich,, die mich beeinflusst haben. Ich war bei Next 12 Minutes in Amsterdam 1999. Das hat schon gefetzt für mich. Ich war jetzt nicht so nah dran an der Geschichte. Für mich war das ein bisschen so, dass sich das dann offenbar der Need für einen infrastrukturellen Gedanken nicht so richtig da war für einen gemeinsamen. Das Projekt, das da jetzt uns vorschwebt und da weiß ich nicht, also wir treten jetzt auch nicht an zu sagen, wir wollen jetzt irgendwie ein europäisches alternatives Netz zu gründen. Also wir bauen da einen Prototypen, anhand dessen wir zeigen wollen, wie es gehen könnte. Und einen ersten Ansatz, wie vielleicht ein Nukleus funktionieren könnte. funktionieren könnte. Also wir haben jetzt dabei das Cultural Broadcasting Archive, eine Schwesterplattform in Deutschland, Kollegen aus Irland und aus Barcelona und im Gespräch sind wir auch noch mit Wikidata und mit Chaos Computer Club mit ihrem Mega Video Archiv und im Prinzip wollen wir da einmal aufsetzen von der Grundstruktur ein Datenmodell, wie man Mediendaten austauschen kann und dann wollen wir einfach mal uns anschauen, wie kann das funktionieren, dass sich Publikum teilen kann. ich suche nach Fridays for Future oder Kiew oder was auch immer, kriege ich dann nicht nur Inhalte angezeigt, die bei uns abgeloadet werden, sondern auch die in Deutschland oder in Spanien abgeloadet werden und kann dann von dort, habe einen Link dorthin und kann gleich dort drauf gehen. Und ich kann somit quasi, wir können mit unserem Publikum, mit dem Publikum anderer tauschen, das ist so die Grundidee. Wobei technologisch ist das an sich überhaupt nichts Neues. Also die UNIS machen das schon lange. In einer Datenbank. Verstärkung von Leitlinien. Genau, das ist im Prinzip völlig simpel. Es ist insofern vielleicht ein bisschen komplexer jetzt noch, wenn man das jetzt irgendwie in einem europäischen System denkt. Da muss ich eigentlich verschränkt auch arbeiten. Ich muss eigentlich die Metadaten übersetzen, wenn ich jetzt eine Suche ermöglichen will in einer spanischen Datenbank. Ich kann kein Spanisch und werde es auch nicht eingeben in meiner Suche. Ich muss eigentlich die Metadaten übersetzen und muss eigentlich dann für die Inhalte auch dann eine Übersetzung liefern. Das ist nicht das Vorhaben, das wir jetzt unmittelbar da anstrengen. Wir haben eine relativ kleine Finanzierung bekommen von der European Cultural Foundation, dass wir jetzt mal das Datenmodell bauen können und eine Replication Engine nennen wir, wo halt dann automatisiert die Metadaten ausgetauscht werden. Und das werden wir jetzt mal bauen und schauen, was passiert damit. Und vielleicht das wieder als Loskicker haben für ein Folgeprojekt. Aber wir werden ja in Linz da jetzt in der letzten Maiwoche einen Hackathon veranstalten, wo wir diese Plattformideen in verschiedenen Details diskutieren werden. Und eins wird sein eben so der Aspekt europäischer Plattformen, wo es relativ konkrete Anstrengungen auch gibt. Also es hat von der Kommission, der Europäischen Kommission, hat es zwei verschiedene Calls gegeben für europäische Plattformen, wo es im Prinzip um die Idee geht, erste Schritte zu setzen, wo halt jeweils so um die fünf Millionen da sind. Also so jetzt von der Dimension her, was du quasi irgendwie auf europäischer Ebene mal an Prototypen bauen kannst. Also was ich sehe, die Schätzung ist, dass wenn es wirklich größer werden sollte, braucht es eher dann das 50 Millionen oder so, aber auch vielleicht um eine andere Dimension. Die Trump- Vereinigung hat in den USA jetzt gerade versucht, eine Mastaton-Instanz aufzusetzen und hat da Venture Capital eingesammelt, haben eine Milliarde Dollar offenbar aufgestellt und es wird jetzt als gescheitert beschrieben. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich es beurteilen soll. Ich meine, es hat Herr Trump immerhin 850.000 Follower gehabt auf seiner Mastaton-Instanz. Das finde ich nicht unbeachtlich, aber um quasi ein bisschen die Dimensionen zu veranschaulichen, über was wir da sprechen. Aber diese Plattform-Idee ging davon aus, dass man von verschiedenen öffentlich-rechtlichen Anbietern beispielsweise Inhalte hernimmt und die einerseits in so einem dezentralen System mit Metadatenaustausch zusammenwirken lässt, weil der Content ist ja da, ich brauche nichts Neues aufsetzen, aber es wird mit Tools automatisiert übersetzt und es muss auch in verschiedene Sprachen gehen. Also es muss auch eine Richtung gehen zwischen Portugiesisch und Bulgarisch zum Beispiel. Und da sind wir im Prinzip jetzt schon sehr nahe dran, dass wir da Tools haben, die schon relativ zuverlässlich sind. Und das wird was sein, was ich denke, in den nächsten Jahren schon Sachen geben wird, wo ich glaube, der politische Wille, hoffe ich, ausreichend da ist, das auch wirklich jetzt umzusetzen. Also ein Parallelprojekt ist Gaia-X. Da geht es darum, eine europäische Cloud zu entwickeln. Und da las ich gerade, dass in Deutschland anscheinend wesentliche Förderungen jetzt gerade gestrichen wurden, weil das Geld brauchen sie jetzt irgendwie für etwas anderes. Es geht ein bisschen gerade in unterschiedliche Richtungen, weil es gleichzeitig trotzdem auf europäischer Ebene zumindest so erscheint, dass auch klar ist, jetzt in der Informationsauseinandersetzung in der Ukraine-Krise, dass man da auch einfach substanziell selber was anbieten muss. Und auch interessant jetzt nach dem Wahlende in Ungarn las ich heute, dass jetzt der Rechtsstrategie-Mechanismus losgekickt wird. Das ist eine neue Dimension, das haben wir noch nicht gehabt in Europa. Und diese Plattform-Ideen sollen auch eine Antwort darauf sein, dass man den Menschen in Ungarn zumindestens, wenn schon der öffentlich-rechtliche und quasi die ganze Medienlandschaft irgendwie völlig vereinheitlicht erscheint, bis auf wenige zarte Pflänzchen, dass die eine Möglichkeit haben, über eine Streaming-Plattform sich Inhalte in ihrer Sprache anzusehen, anzuhören, um zumindest eine europäische Debatte verfolgen zu können. Ich glaube, da geht es schon an politischen Willen dazu und das könnte mal ein nächster Schritt sein. An dieser Stelle darf ich natürlich im Sinne von DorfTV auch darauf hinweisen, dass DorfTV über eine sehr reichhaltige Mediathek verfügt. Videos bis zurück ins Jahr 2011, zigtausende, sicherlich ein spannendes digitales Kulturarchiv Oberösterreichs. Aber das führt mich gleich weiter, nämlich zu dir auch eine kritische Betrachtung. In der Kunstuniversität gibt es eine ganze Menge auch junger Menschen, die sich mit Kunst auseinandersetzen wollen, künstlerisch tätig sein wollen, hier sozusagen auch den Raum suchen. Mir persönlich, und ich kenne gar nicht so wenige, fällt immer wieder auf, dass hier tatsächlich sehr, sehr viel an reger, kreativer Produktion entsteht, ist auch sozusagen erkennbar. Aber wenn es dann darauf ankommt, wo wird das dann veröffentlicht und wo gibt es dann die für mich interessanteste oder attraktivste Publikationsmöglichkeit, dann höre ich fast immer nur YouTube, sozusagen einem Unternehmen von Google. Wie ist das deiner Meinung nach zu erklären? Weil das klingt ja alles total schlüssig und spannend und was der Alexander da skizziert hat. Aber ich komme nicht umhin, ich ertappe mich da immer wieder so in einer gewissen kognitiven Dissonanz, dass eigentlich viele von denjenigen, die eigentlich mit Begeisterung darauf losstimmen sollten, viele von denjenigen, die eigentlich mit Begeisterung darauf losstimmen sollten, sich eigentlich sehr reserviert verhalten und dann erst recht wieder bei Google Veröffentlichungsangebote suchen oder nutzen, wie eben bei YouTube oder sogar Facebook oder anderen Social-Media-Anwendungen, was mich dann eigentlich schon verblüfft. Ja, also das ist natürlich, das macht ja sogar die Kunstuniversität. Also selbst meine Antrittsvorlesung ist ja auch auf YouTube gespringt worden, aber eben auch bei euch. Wenn du auch mit den Studierenden sprichst, natürlich, sie möchten auch mit ihren Arbeiten eine gewisse Reichweite finden. Sie haben das Gefühl, dass sie da vielleicht irgendwie vielleicht in anderen Archive noch reinkommen oder eben in einen anderen, also dass sie so gefunden werden irgendwie, auch wenn sie jetzt irgendwie nicht wirklich was dafür bezahlen oder irgendwie etwas Geld in die Hand nehmen, um vorgeschlagen zu werden. Also im Endeffekt ist das, glaube ich, sicher mal das Hauptmotiv der jungen Leute. Ich sehe es aber alleine bei meinem Sohn. der jungen Leute. Ich sehe es aber alleine bei meinem Sohn. Das wird manchmal irgendwie, also das ist das Medium, das ihn halt irgendwie beschäftigt und wo er dann halt irgendwie sucht. Und man muss sich ganz gezielt dann oft irgendwie darauf hinweisen, ja kannst du dann irgendwie, also darum finde ich die Verschränkung der Archive nämlich auch so wichtig. Und ich glaube, wenn es eben auch Möglichkeiten gäbe, dass ihnen etwas anderes angeboten wird, oder dass sie dann irgendwie sehen, ja das könnte man eigentlich die Plattform Kippa dann auch nutzen, oder ist in meinem Kontext vielleicht sogar noch interessanter, dann ist das irgendwie genauso spruchreif. Und das ist bei den Künstlerinnen genauso wie bei meinem zwölfjährigen Sohn. Jetzt haben wir gar nicht mehr so viel Zeit auf unsere Uhr. Wir sind das schon sehr weit vorangeschritten. Alexander, ich habe jetzt noch eine ganz wichtige Frage. Also das Buch, und du hast es ja auch schon eigentlich mehrfach angedeutet, verfolgt sehr stark den Anspruch, sozusagen so Überlegungen anzustellen für eine neue Form von Governance da auch und so weiter. Und ihr adressiert ja eigentlich Politik, Regierungen, Gesetzgebungsorgane und so weiter. Ist das etwas, was eigentlich tatsächlich jetzt realistisch aussichtsreich ist? Ich meine, wir alle haben so viel Erfahrung mit Politik, auch im Kleinen, und haben uns schon so viele Zähne ausgebissen und blutige Nasen geholt. Ich meine, du sagst, ja, da gibt es schon vielleicht ein bisschen Bewegung, Deutschland wird bei Förderung wieder zurückgezogen und so weiter. Also gibt es da tatsächlich auch das Bewusstsein und auch die entsprechende Resonanz, dass man so etwas wie einen European Cultural Backbone jetzt wirklich noch größer denkt und tatsächlich sozusagen auch etabliert? Werden wir sehen. Also bevor jetzt der Krieg ausgebrochen ist, habe ich es ein bisschen optimistischer gesehen. Ich weiß nicht, ob jetzt die Karten neu gemischt werden und in welche Richtung die dann jetzt gemischt werden. werden und in welche Richtung die dann jetzt gemischt werden. Aber grundsätzlich, wie schon gesagt, die Grundereignisse jetzt mit Brexit und Trump, die haben schon wachgerüttelt, glaube ich. dass man in Polen und Ungarn viel zu lang zugeschaut hat, das ist, glaube ich, auch überhaupt es hat sehr lange gedauert, bis jetzt die Mechanismen entwickelt wurden, um da eine Handhabe endlich zu haben. Die ist jetzt da. Und im Prinzip glaube ich schon, dass mit dem Krieg jetzt auch, was den europäischen Gedanken anlangt, wiederum klarer noch, wir müssen uns auf allen Een uns in Europa selbst ernst nehmen und die Sache selbst in die Hand nehmen. Wie sieht das jetzt im Mediensektor aus, wird man sehen. Ich weiß von konkreten Vorhaben und gleichzeitig ist es ein bisschen, so die richtigen Akteure, die sich quasi an die Front stellen und sich in die Auslage stellen, sehe ich so jetzt noch nicht. Aber die Politiken dauern in Europa zum Teil ein bisschen länger. Aber wenn ich jetzt so diese Public-Access-Bewegung im Wissenschaftsbereich in Europa mal anschaue, finde ich das eigentlich schon beeindruckend, wie durchschlagskräftig das letztlich eigentlich geworden ist. Also Europa ist die einzige größere Ökonomie und da muss man ja auch schon sehen, also wenn du die Ökonomien in Europa zusammen siehst, ist das die größte, ist es stärker als China oder auch die USA. Also es ist auch für mich jetzt unerklärlich, wie es gibt, dass sie die eigenen Plattformsysteme leisten können. Und wir in Europa sind da surfen mit. Also das kann ich nicht glauben, dass das nicht möglich sein soll. Also es braucht eine substanzielle Anstrengung. Und was jetzt auch vom Zeitpunkt her interessant war, es war jetzt mit dem Covid-Sanierungsfonds. Ich habe jetzt die Dänemologie vergriffen. Es ist jetzt erstmals in Europa gelungen, dass einen gemeinsamen Recovery Fund Es ist nicht mehr so, dass ein einzelner Staat mehr haftet dafür, sondern die Staatengemeinschaft haftet mehr. Und das war am Markt extrem erfolgreich. Also die ist weggegangen wie die warmen Semmeln. Und wenn du Deutschland und die Großen im Boot hast, im Prinzip hast du Liquidität ohne Ende. Und warum das 2008 in der Krise? Die Deutschen haben sich ewig gewehrt dagegen. Und jetzt ist es endlich gelungen. Vielleicht wurde es, weil auch die Dommels nicht mehr dabei waren. Vielleicht ist Brexit auch ein Glück für Europa, weil ein Zusammenwachsen jetzt möglich ist, ohne dass die und die auf der Bremse stehen, dort, wo es um nicht nur neoliberale Konzepte geht. Und da in dem Recovery Fund ist auch geirrmarkt ein bestimmter Betrag für Digitalisierungskonzepte. Und da ist es noch nicht ganz ausgestanden, in welche Richtung das gehen soll. Also auf europäischer Ebene, es hängt quasi die Finanzierung nicht nur von Deutschland ab, wie wir noch sehen, wie eine Cloud-Initiative sich weiterentwickelt. Aber im Prinzip wären Grundlagen da jetzt, also neue Politikinstrumente, wo man auch sieht, super, dass wir das endlich haben. Und im Prinzip bin ich schon grundsätzlich positiv gestimmt, welche Entwicklung wir in Europa nehmen. Manuela, ich darf jetzt auch einmal ganz kurz den Ukraine-Krieg oder den Krieg gegen die Ukraine als Beispiel nehmen, weil mir natürlich auch aufgefallen ist das Engagement der Kunstuniversität. Das war ja klar sichtbar auch, die Kunstuniversität hat sich gleich bemüht, Studierende aus der Ukraine aufzunehmen, Kosten zu erlassen, was auch immer, sie zu unterstützen, zu fördern, hier zu sein. Das ist ja auch etwas, was eine Kunstuniversität ja auch ausmachen kann, nämlich ihr gesellschaftliches Engagement bzw. ihre Positionierung in Fragen von wichtigen gesellschaftlichen Entwicklungen, Konfliktsituationen, Krisen und so weiter. Jetzt auch nochmal im Hinblick auf diese digitale Entwicklung, auch durchaus in deinem Wirkungsgebiet. Was sind denn für dich so jetzt auch für die nahe Zukunft Themen, wo du sagst, okay, Critical Data ist natürlich sozusagen in deiner Professur eingeschrieben, aber auch hier sozusagen, wir leben ja in Realitäten von Big Data, da geht es um sehr, sehr viel Relevanz von Grundrechten und auch sozusagen Datenskulpturen, die man bearbeiten kann, also wieder auch diese künstlerische Perspektive. Was sind Themen für dich, wo du sagst, du möchtest mit deinen Studierenden das jetzt auch angehen, erarbeiten, damit dann sowas auch erzielt werden kann, vielleicht auch wie ein gesellschaftlicher Impact? Also ganz konkret haben wir gerade wieder diskutiert, dass wir, das ist nur als Erweiterung, also es geht natürlich nicht nur um ukrainische Studierende oder junge Menschen, die irgendwie studieren möchten, sondern auch russische. Also die hier sind und die auch keine Möglichkeit mehr haben, irgendwie zurückzugehen. Also das ist einmal ganz wichtig für uns. Oder auch Lehrende, also die jetzt irgendwie da sind. Oder Künstlerinnen, die da sind und entweder nicht mehr zurück können, weil sie irgendwie sozusagen irgendwie die Grenze irgendwie nicht mehr passieren können, weil sie hermetisch abgeschlossen wird oder weil sie nicht mehr zurück können, weil es das Dorf nicht mehr gibt oder weil es einfach irgendwie auch von dem her, also das ist für uns jetzt auch glaube ich an der Kunst und ich glaube, da kann ich jetzt für alle sprechen, ganz wichtig. Und das haben wir gerade heute im Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen diskutiert. Das ist für uns das Erste. Das Zweite, was mich jetzt betrifft in meiner Vorlesung, was natürlich total spannend ist, wie auf einmal Grenzen sichtbar werden im digitalen Raum. Also wie es möglich ist, dass sich ein Land wie Russland irgendwie so überhaupt so abschotten kann, ja, und da quasi ihre eigene Propagandamaschinerie fährt, von dem unabhängig kommen wir auch eine Propagandamaschinerie, in der wir drinnen sind, die ist halt irgendwie anders gefärbt, ja, und wie man halt diese Maschinerien enttarnen kann, ja, oder diese Grenzen auch wieder runterbringt, ja, also, dass man überhaupt dann Kontakt wieder zustande bringt, ja, also, weil es einfach unmöglich ist, dass man überhaupt dann Kontakt wieder zustande bringt. Weil es einfach unmöglich ist, dass man überhaupt irgendwie auch, zum Beispiel zu russischen Kuratorinnen oder Künstlerinnen einfach auch der Kontakt nicht da ist. Weil es die Kanäle irgendwie dazu nicht mehr gibt. Und das ist etwas, was wir einfach diskutieren und was uns gerade bewegt. Weil wir glauben immer, der digitale Raum ist ein Raum ohne Grenzen, aber der ist es nicht. Also da sieht man dann wieder die Materialität dahinter, die halt einfach diese Grenzen wieder irgendwie auf einmal spürbar macht. Und das sind so die Themen, die gerade die Studierenden irgendwie natürlich betreffen. Und vor allen Dingen, wenn man halt dann irgendwie Kontakte hat zu denen, die halt dann irgendwie gerade da sind, wie sie halt dann irgendwie Möglichkeiten finden noch mit ihren Verwandten oder Peersungen Menschen halt einfach irgendwie auf einmal wieder, oder wo Zensur und diese Sachen halt einfach ganz wichtig wären. Wir glauben, okay, wir haben das jetzt irgendwie nicht in Europa, aber das... Es ist ja ganz interessant, dass du das ansprichst, weil es gibt ja schon manche Stimmen, die sagen, der Krieg gegen die Ukraine läutet ein, sozusagen das Ende der Globalisierung. Und dem Gedanken kann man durchaus was abgewinnen, aber natürlich dann auch konsequent weiter zu diskutieren. Alexander, ich schaue gerade auf die Uhr, du hast jetzt das Schlusswort. Ich möchte dich zunächst ersuchen, dass du nochmal ganz kurz sagst, wann dieser Hackathon hier in Linz genau stattfindet, wo er stattfindet und wo man weitere Informationen findet, beziehungsweise das ist sozusagen dein Abschluss auch für diese kurzen 60 Minuten, dass du nochmal sozusagen für dich selber auch beschreibst, was dich persönlich antreibt. Du bist jetzt schon so lange in dieser Szene tätig und ich kenne dich nur als unglaublich umtriebig. Dein Tag hat oftmals, so scheint es, mehr als 24 Stunden. Aber was ist es nochmal genau? Was ist deine Vision? Wo willst du sein? Auch sozusagen mit dieser Entwicklung des digitalen Raums in fünf Jahren, wo wir sagen können oder wo du auch sagen kannst oder die Autorinnen deines Buches, da haben wir jetzt tatsächlich ein großes Stück geschafft. deines Buches, da haben wir jetzt tatsächlich ein großes Stück geschafft. Also der Hackathon, unser Label ist eigentlich Lab Conference, ist in der letzten Maiwoche vom 22. bis 28., ich hoffe, ich habe es jetzt richtig gesagt, findet einerseits quasi der Hackerspace in der Stadtwerkstatt und der Conference-Teil im Wissensturm und wird eine hybride Veranstaltung, also man kann auch via Stream teilnehmen, aber man kann auch hinfahren und es gibt auch dann Developer, die konkret an Dingen arbeiten und wo wir verschiedene Aspekte einfach auch diskutieren, wie die nächsten Schritte gesetzt werden können. Und ja, meine Vision oder das, was mich antreibt, ist so, also ich glaube, wir können jetzt auch mit den überschaubaren Mitteln, die wir haben, was tun. Also eben dieses simple Konzept, dass wir einfach Metadaten austauschen und einfach tun. Also es gibt diese Grundidee zu sagen, ja, wir brauchen nicht irgendwen, der uns da jetzt eine zentrale Plattform hinstellt, weil es gibt so viele Infrastrukturen, die einen zivilgesellschaftlichen Kontext haben. Und wie wäre es, wenn wir uns einfach vernetzen und versuchen, ob wir daraus irgendwelche Netzwerkeffekte rausziehen können oder einfach auch nur, dass wir uns zusammenschließen und bestimmte Entwicklungen gemeinsam tragen. Also in der Open-Source-Entwicklung beispielsweise. Wir haben jetzt für diese Umwandlung in Transkripte eine Open-Source-Engine, die funktioniert mit deutschem Standarddeutsch, mit ö österreichischen Standarddeutsch leider nicht so gut. Gut, wir arbeiten jetzt seit über zwei Jahren daran, dass wir die Daten rankommen, dass wir ein österreichisches Modell trainieren, das wir dann Open Source stellen können. Es gibt am Markt auch noch kein, soweit ich weiß, noch immer nicht wirklich ein proprietäres Angebot. Und wir sehen jetzt genau, also im Prinzip haben wir es jetzt eigentlich. Also das wird eines der nächsten Schritte sein, dass wir da Finanzierung aufstellen. Und da geht es eigentlich auch darum, dass man sich in der Szene abspricht mit den Kolleginnen in Deutschland und sonst wo. Hey, wir bauen jetzt, oder wir entwickeln jetzt unser Hosting-Projekt weiter. Wir machen das Open-Source und da fehlt noch irgendwie dieser Slot. Wie wollt ihr das übernehmen? Es war jetzt auch wirklich so, dass gerade in Deutschland irgendwo ein Geld aufgetrieben worden ist und die haben gesagt, okay, das Projekt in Österreich mit Aura, das erscheint für uns auch zukunftsweisend. Wir investieren das da und hoffen, dass das jetzt bald fertig ist, damit wir es auch verwenden können. Das ist auch, glaube ich, was zum Beispiel die Kunsthunde auch tun kann. Ich glaube eh, dass mit dem, dass der Raum für DorfTV da ist, ist eh eine wichtige Maßnahme. Aber auch, was sich allein die öffentliche Hand in Wahrheit ausgibt an Beschaffungen, wenn man da akkordiert agiert und nicht nur als Stadt München quasi nur sie open sourced, sondern dass man insgesamt sagt, okay, wir kaufen nur noch solche Standards ein, wie das jetzt in Holland passiert ist, wo die quasi alle ohne das Gemeinsame mit Zoom einen Auftragsverarbeitungsvertrag verhandelt haben und Zoom sich dann doch bewegt hat. So funktioniert es einfach. Da kann schon viel gehen. Ja, ich muss einen Punkt machen. Vielen Dank. Wir sind am Ende der Sendezeit. Spannende Debatte, die sicherlich uns weiter beschäftigen wird. Ich darf das sagen, DorfTV ist Teil des Diskurses. Wir denken und beschäftigen uns auch damit. Wir werden auch Teil des Hackathons sein, werden das auch wahrscheinlich im Programm von DorfTV aufnehmen. Ja, vielen Dank auf jeden Fall, Manuela Nauvaux, Professorin für Critical Data hier in der Kunstuniversität Linz, sowie Alexander Barazitz, aus Wien gekommen, Jurist und Vorstand des CBA Cultural Broadcasting Archive. Ja, ich darf noch einen weiteren Buchtipp machen, nämlich für all diejenigen, die sich mit dem Thema noch ein bisschen intensiver beschäftigen wollen. Ich habe das hier vor mir liegen. Ich zeige das mal ganz kurz in die Kamera. Es gibt natürlich eine ganze Menge Literatur dazu. Dieses Buch hier erscheint mir aber besonders geeignet von Michael Seemann im Christoph-Links-Verlag in Berlin erschienen. Es trägt den Titel Die Macht der Plattformen, Politik in Zeiten der Internetgiganten. Da wird nochmal sehr genau auf den Punkt gebracht, was es eigentlich mit Plattformen auf sich hat, was sind Algorithmen, wie wirken sie auf unser Leben ein und dann geht es natürlich auch um allfällige Strategien, welche Schlüsse wir daraus ziehen können oder sollten. Ich kann das nur wärmstens empfehlen, natürlich auch nochmal das Buch von Alexander Parazit selbst, das halte ich auch nochmal in die Kamera. Ist auch online abrufbar über iRights Media. Ist dort auf jeden Fall ebenfalls zu erhalten. In diesem Sinne darf ich mich sehr herzlich bedanken für alle, die jetzt mit großem Interesse wieder dabei waren. Und darf wie immer schließen mit dem Ersuchen. Bleiben Sie dem Sende Ihres Vertrauens, nämlich DorfTV auch weiterhin gewogen. In diesem Sinne noch einen schönen Abend und auf Wiedersehen.