Willkommen im DorfTV Studio auf der Kunst-Union Linz. Mein Name ist Fina Esslinger und ich spreche heute mit Margit Kreinecker über das Projekt Can't Stop. Margit Greinecker ist freischaffende Künstlerin, verwaltet das Egon Hoffmann Atelierhaus, engagiert sich für AFO, Merz und ist im Stadt- und Landeskulturbeirat. Seit ihrem Studium der Architektur arbeitet sie an der Schnittstelle zwischen Kunst und Architektur. Unter dem Titel Post-Corona-Screening hat DorfTV sechs Künstlerinnen eingeladen, zu sozialen Brennpunkten zu arbeiten, die vor allem durch Corona besonders sichtbar wurden. Unterschiedliche Aktionen im öffentlichen Raum fanden statt. Es ging darum, die blinden Flecken des lang andauernden Ausnahmezustandes in den öffentlichen Fokus zu richten. Margit Kreinecker verarbeitet in ihrer Aktion Can't Stop den Kunst- und Kultur-Lockdown. Hallo Margit, dass du da bist. Margit, vielleicht kannst du in ein paar Worten dein Projekt beschreiben. Das Projekt ist dieser Einladung gefolgt, dieser Post-Corona-Screening-Geschichte. Da waren wir aber eigentlich noch und sind immer noch mitten in dieser Corona-Phase. Dritte, vierte, vielleicht fünfte Welle. dritte, vierte, vielleicht fünfte Welle. Es ist so ein Ding, eine Pandemie, die über die Menschheit gewälzt wird und wo alle damit zurechtkommen müssen. Und bei diesen Überlegungen bin ich eben US-amerikanische Lyrikerin gestoßen, Maxine Kuhmin, die in einem Interview zu einer ähnlichen Sache mal Auskunft gegeben hat. Und sie sagt ihm dann so, you can't stop living and you can't stop having art if you've got to go on living. Und zwar antwortet sie auf die Frage, ob sie zu 9-11 jemals was geschrieben hat und sie bezieht sich dann auf ein Zitat von Theodor Adorno, das natürlich noch ein Stück heftiger ist. Theodor Adorno hat sich damals auf den Zweiten Weltkrieg bezogen, wo er gesagt hat, auf der Auschwitz, to write a poem is barbaric. Und ja, jetzt bei dieser Corona-Welle habe ich auch bei Arbeiten im Außenraum festgestellt, dass schon die Frage gestellt wird, ja, was macht ihr da, das kostet alles Geld und jetzt braucht man so viel Geld wie ein Corona. Ich habe mir immer gedacht, ohne Kunst, ohne etwas mit künstlerischen Mitteln zu sagen, wird es nicht gehen, geht es nie. Weil Kunst ist einfach ein Bestandteil unseres Lebens, weil es ja ein Mittel ist, etwas zu sagen. Und gut, also mit diesem Thema von euch, Post-Corona-Screening und dieser Auseinandersetzung mit der Maxine Kuhmin, bin ich dann auf diese Aussage gestoßen und habe gedacht, gut, die werde ich dort im öffentlichen Raum anbringen. Genau, da können wir gleich zu den formalen Überlegungen von dem Projekt kommen. Wie bist du das angegangen? Also wie hast du gedacht, am besten Sichtbarkeit im öffentlichen Raum zu verlangen? so ein langes Ding von Nord bis Süd. Ich würde es immer ein bisschen verteilen und nicht auf den Hotspots anbringen, sondern vielleicht außerhalb, wo weniger passiert, an Stellen, wo man es nicht erwartet. Ich finde es manchmal einfacher, Genehmigungen zu umgehen und deswegen war der Kreidespray-Mittel der Wahl, wo man halt mit Schablonen auf schnellem Wege Zitat fallen lassen kann und schon ist man wieder weg und geht zum nächsten Platz. Und mit der Zeit wird es dann wieder verwischt. Und ich hoffe, dass doch einige Menschen irritiert worden sind. Wir waren überall, wo waren wir überall? Bei den eben nicht Hotspots. Also Straße die erste, das war mal die Waldeckstraße bei den Gebäuden, die demnächst weggerissen werden. Ein sehr komischer Ort momentan, weil es so viele Leerstände gibt. Die ziehen Leerstände magisch an. Nicht überall eigentlich was machen in den Leerständen. Das sind immer die spannendsten Objekte, diese Leerstände. Und in dem Fall habe ich etwas vor den Lehrständen gemacht. Es ist so ein Ort, der sehr stark in den nächsten Jahren einer Veränderung ausgesetzt werden wird. Und generell schon ein Ort, der mich irritiert und der wahrscheinlich andere irritiert und der wahrscheinlich andere irritiert, wo man halt dann auch genau schaut. Es gehen dort, glaube ich, wenige Leute vorbei, aber die, die vorbeigehen, werden sehr wundern, was steht da. Das steht jetzt schon länger leer. Einige Jahre. Ja. Das war der erste Ort. Und dann, ich finde, dass in einer Stadt Brachen sehr wichtig sind, Flächen, die einfach keiner Nutzung zugeführt werden, wo keine Mietgaragen gebaut werden, wo die einfach nur leer sind, wo man sich nicht ganz auskennt, was dort passiert. Das ist dann entlang der Brauunion. Das war der zweite Ort. Da parken sich ja immer wieder Autos oder von der Stadt Linz Busse und so weiter. Das finde ich so ein spannender Ort, der halt nicht so zur Perfektion saniert worden ist, sondern wo halt die Zeit ein bisschen stehen geblieben ist. Ja, da hat man wirklich viel Leerfläche und dann diesen Blick auf die Föße und auf die Schienen und so. Wo waren wir dann? Am Lohn, nein, vorher, ja, am Lohnhölzl. Genau, in der Wimhölzlstraße, genau, ja, da finde ich es auch sehr interessant, da finde ich, da bei diesen, in der Wimhölzlstraße, bei diesem Platz, gibt es immer recht viele Leute, die ganz viel zu sagen haben, also ich habe durch den Streuen noch das Zitat drüber. Ja, ich möchte jetzt nichts sagen zum Wirtshaus. Nein, aber einen Hauch von Fremdfeindlichkeit spürt man dort immer. Das macht mich ein bisschen nervös. Und deswegen wollte ich dann das Thema Kunst und die Wichtigkeit von Kunst dort reinbringen. Es hat auch Diskussionen gegeben, angenehme Diskussionen, bis auf, ich glaube, irgendwer wollte, dass wir irgendwo runtergeschrieben werden. Irgendwer wollte. Und dann über die Fremdbergstraße, Irgendwann später, ja. Ich kann einen Kommentar vom Fenster kommen. Und dann über die Fremdbergstraße, wo wir eigentlich beim Minigolfplatz was machen, sind wir beim Stadion gelandet, weil Stadion, ich meine, das ist auch so ein, na gut, ich meine, Kunst am Bau, weiß ich nicht, wird dort jemals Kunst am Bau passieren? Schlecht wäre es nicht, weil wie viele Millionen Euro kostet das Stadion? Ich weiß es nicht mehr, aber es wäre ein sehr hoher Betrag. Das Stadion wird auf jeden Fall sehr teuer gebaut. Und die Frage ist, ob da Kunst am Bau stattfindet oder nicht. Es wird dort Kunst am Bau stattfinden. Sonst müssen wir etwas wiederholen. Aber das zeigt jetzt schon einmal, was, ein bisschen hört man jetzt schon raus, was die Kriterien für dich sind, wo du diese Kunst im öffentlichen Raum platzierst und vielleicht ist es ganz spannend, dass du dazu einfach etwas sagst, dass das einerseits natürlich diese Auseinandersetzung mit dem Kunst und Kultur Lockdown und was für zentrale, wie zentral Kunst und Kultur für unsere Gesellschaft ist, aber auf der anderen Seite auch das Arbeiten im öffentlichen Raum, wo es darum geht, dass du Orte aufsuchst, wo es auch um was geht oder so. Du beschäftigst dich viel mit, wie städtebaulich Linz organisiert ist und so weiter. wie städtebaulich Linz organisiert ist und so weiter. Es ist gleichzeitig dann auch noch eine zweite Kritikebene. Es ist einerseits eine Auseinandersetzung, das aufzuzeigen, wie wichtig das ist, aber auf der anderen Seite sind die Orte auch gewählt, aus einem gewissen Grund. Es sind schon so Orte, die am Umbruch sind, wo jemand bauen möchte. Ja, und wo dann die Frage ist, ist das jetzt für die Allgemeinheit oder nicht und wie sehr wird der Ort, was für einen Verwendungszweck unterzogen und so. Weil wenn es um Bauen geht, wie zum Beispiel, ich meine, wir sind am Weg auf den Minigolfplatz oder Restflächen. Die sind schon im Visier der Investoren und dann geht es wirklich sehr stark um teures Wohnen, besonderes Wohnen und nicht um leistbares Wohnen, also total unsozial. Ja, und vielleicht auch irgendwie, das war nämlich so die Anfangsthematik, was wir irgendwie hatten, wo wir über das Thema gesprochen haben, was ist jetzt das, was diesen Lockdown oder was kann man jetzt, nachdem wir, wir haben zwar noch nicht Post-Corona, aber de facto kann man von Post-Corona sprechen, weil man ja diese Erfahrungen oder Erlebnisse schon gehabt hat und dadurch diese ein wenig einordnen kann. Und ich glaube, da war bei dir ganz am Anfang viel mehr das Thema so, was ist mit dem öffentlichen Raum passiert und was ist auf einmal mit dieser, ich glaube, das war so der Anfangspunkt von der Überlegung zu dem Projekt insgesamt. Und da hast du schon gemeint, das habe ich ganz spannend gefunden, dass du eben meintest, dass es so spannend ist, wie sich dieser allgemeine Raum verändert. Also dass jetzt dann auf einmal Parkbänke abgesperrt werden, weil man sich dann nicht mehr hinsetzen sollte zur zweiten und so. Also diese soziale Veränderung. Im ersten oder zweiten Lockdown, wo Spielplätze in Wohnhöfen abgesperrt worden sind und so, also die totale Angst. Ja, wo Spielplätze insgesamt zugesperrt wurden. Also wo eigentlich wichtige Begegnungsräume weggesperrt werden und die Leute eingesperrt worden sind. Ich finde es wichtig, dass man sich ein bisschen distanziert, dass man jetzt nicht zu viel Partys feiert und so. Aber wenn man Spielplätze und so weiter weggesperrt, das ist auch die Frage. Da züchtet man die nächste Krankheit, Depression, wenn man Leute einsperrt ist, das ist auch die Frage. Da züchtet man die nächste Krankheit, Depression, wenn man Leute einsperrt. Und eigentlich auch spannend, was für Eingriffe in die allgemeine Architektur da stattgefunden haben. Und ich glaube, das ist schon immer voll das Thema von dir auch. Du versuchst dann in deine Arbeiten, das sind diese allgemeinen Plätze, die in so öffentlichen Sachen passieren oder eben so neue Situationen, wie dass da Absperrbänder sind und so, versuchst du dann oft auch aufzugreifen in deiner Arbeit. Mit oder ohne Corona wird genau wie in der Sohnmaßnahmen getroffen. Wie zum Beispiel, also es ist ganz ganz viele Absperrungen oder Parkplätze werden weggesperrt. Erstens gibt es viele Parkplätze, zweitens werden die dann weggesperrt. Das finde ich auch komisch, warum gibt es dann immer Schranken? Weil es ja egal ist, ob am Wochenende jemand was macht oder nicht, finde ich. Oder so mit Hunderttausenden von Schildern, also Schilder, Meere und Absperrbalken und auch Oberflächen, die gewählt werden. So reguliert man halt, ob sich jetzt Leute dort gerne aufhalten oder nicht. Oder wie die Dinge gebaut sind, dass es möglichst nichts alleine hat. Oder wenn es alleine hat, dann möglichst noch links und rechts so Balken, die man sich hinlegen kann auf der Bank. Oder die Materialwahl, die man einladen kann, um sich aufzuhalten oder nicht. die eben einladen kann, sich aufzuhalten oder nicht. So pragmatische, leicht zu reinigende Materialien, Niros da, Glan da und so Sachen, die eben so hart und glotzern. Das ist, glaube ich, das, was eben ganz spannend an diesem Post-Corona-Skinning war. Es sind Punkte, die ohne dies passieren und stattfinden und da sind, aber eben das Corona, das nur mehr so massiv aufzeigt. Und das natürlich durch sowas Schreiendes wie Absperrbänder oder so ganz offensichtlich. Aber ein Thema, mit dem du eigentlich vorher auch schon total viel befasst hast, mit dem wie wird der öffentliche Raum für die Allgemeinheit gestaltet, ist das dann auf einmal ganz offensichtlich, wie schwierig das dann ist, dieses soziale Zusammenlegen im öffentlichen Raum. Spannend sind auch die von Land zu Land, diese unterschiedlichen Do's und Don'ts im öffentlichen Raum. Dass man erlaubt ist. Aber vielleicht nochmal, was sind deine Kriterien, zu sagen, ich arbeite im öffentlichen Raum? Naja, im öffentlichen Raum trifft man auf mehr Menschen als im Museum. Ja, stimmt. Und das ist eigentlich der Hauptbeweggrund, dass dort Menschen damit konfrontiert werden, die nicht ins Museum gehen oder jeder Raum löst etwas anderes aus. Das macht einen Unterschied, ob du in einem kleinen Raum arbeitest oder in einem großen. Ich finde es auch interessant, mich mit Maßstäben auseinanderzusetzen, was vielleicht im Atelier ganz groß ausschaut, wirkt an dem Ort, wo ich es draußen mache, plötzlich viel zu klein, viel zu mickrig. wirkt an dem Ort, wo ich es draußen mache, plötzlich viel zu klein, viel zu mickrig. Und es gibt auch andere Diskussionen. Ja, weil jedes Mal muss ich mit jemandem darüber sprechen und die Fragen können angenehm oder unangenehm sein, aber es kann da jede Frage beantwortet werden und es trägt schon ein Verständnis bei. Die erzählen mir dann das, was sich gerade bewegt und ich versuche zu erklären, was mich bewegt. Und das ist halt auch eine Bereicherung. Und im Museum sind nicht oder in den Galerien sind nicht eher nur die Interessierten, Kunstinteressierten. Ja, also es ist mehr ein geschlossenes System. Also das ist wahrscheinlich auch das, wo du sagen kannst, das ist für die was, was im öffentlichen Raum dann wirksam ist, eigentlich, dass du dann mit den Leuten in Kontakt trittst. Und irritierende Momente hervorrufst durch die visuelle Darstellung. Und das ist schon am Anfang immer so. Bei dem Projekt, da waren halt auch die Kameraleute dabei oder warst du dabei im Hintergrund. Aber wenn man so ganz allein unterwegs ist, das ist scheinbar so, was wird heute passieren? Da geht es dann nur um die Intervention. Aber das ist ja so der Kick. Aber filmst du, wenn du andere Aktionen im öffentlichen Raum machst, manchmal nicht? Nicht immer. Manchmal steuert die Kamera wo auf, aber nicht immer. Okay, dann einfach nur für den Moment, oder ist es dann so, dass du dann wirklich was machst, also was machst im öffentlichen Raum, oder ist es nur so, dass du performancemäßig unterwegs bist? Nein, manchmal schon was machen und halt hinterlassen. Aber das dokumentierst du schon? Ja, aber nicht immer. Kommt drauf an. Nein, manchmal mit dem Handy halt und manchmal kommt drauf an. Manchmal will es einfach nur so fallen lassen und das war es. Genau, unterschiedlich. Aber es kommen immer Reaktionen eigentlich von den Umliegenden, die das beobachten. Weil das ist ein bisschen das, wie kann man sich diesen öffentlichen Raum dann auch tatsächlich aneignen und wie ist dein Verständnis dazu? Das ist schon noch die Frage, also wie das dann genau funktioniert. Das kommt. Eine Idee, wie könnt ihr damit weiterarbeiten, also wie könnte ich jetzt mit dem Thema weiterarbeiten. Darum habe ich halt diese Heftl da höher gekritzelt. Und dann, genau. Und manches mache ich halt im Atelier. Und das andere, genau, beschließe ich halt, dass ich draußen bin. Es muss nicht immer draußen sein im öffentlichen Raum, es kommt davon. Was ich glaube, dass du da so ein Agreement gekriegt hast von den Leuten, wenn sie das übersetzt haben und gesagt haben, was los ist, ist glaube ich schon auch eben, das ist glaube ich vor Corona vielleicht sogar weniger da gewesen, das Verständnis, als wieder danach, weil dann auf einmal alle klar waren, es ist ja jedes Konzert und jeder Kinofilm und alles ist Kunst und Kultur im Grunde und das Verständnis ist vielleicht auch davor gar nicht so da gewesen und auf einmal ist das viel bewusster, dass das so okay, da fällt wirklich was. Also ich glaube schon, dass das auch dazu beiträgt, dass man da viel mehr Verständnis dafür aufbringt und auf einmal die Wichtigkeit viel mehr erkennt, ohne dass einem das vorher so bewusst war, was eigentlich abgeht. Ja, schon. Da hat sich bestimmt was geändert. Also ich weiß nicht, wie lange das dann immer anhält, dass man dann ins Theater oder... Aber auch so Feiern oder so, mit so kulturellen Ritualen, da haben das auch alles abgesagt worden, das ist natürlich auch, also das geht ja dann, also Kultur geht ja über viel hinaus und dann auf einmal darf man seinen Fasching nicht mehr gestalten oder so, weil das sind ja auch alles Gestaltungswege. Genau. Das fehlt sicher. Die Leute werden ein bisschen komischer, weil sie dann, wenn man zu wenig andere trifft, dann reihen sich die Gedanken immer noch in derselben Spur. Also, nicht bei allen, aber das hat damit zu tun, dass diese Kunst- und Kulturerfolge dazu dienen, einen Austausch zu kreieren. Und wenn man draußen was macht, finde ich es sehr nett, dass Kinder oder Jugendliche nicht mehr gleich mitmachen wollen oder auch was machen wollen. Dann könnten sich die Erwachsenen auch noch viel öfter abschauen. Also instinktiv macht man eigentlich nur, will man einfach sofort mitgestalten. Aber formal kommt das eher aus so einem Kinderspiel, oder? Diese Kreidespray, weil das ja erlaubt ist, dass man Kinder Straßenkreiden verwenden kann. Jetzt hast du das formal, hast du dir gedacht, das muss rechtlich passen, wenn Kinder mit Kreide malen dürfen, dass du das auch darfst. Genau. Ja, genau. Ja, das, also, ja eben, generell denke ich mir das öfter, dass Erwachs das, also, ja eben, generell denke ich mir das öfter, dass Erwachsene, also diese vieles nicht so ernst sehen sollten und viel mehr ausprobieren oder sie viel mehr erlauben und keine Ahnung, auch im öffentlichen Raum so viel mehr riskieren. Weil man glaubt eigentlich immer, es ist alles verboten oder vieles riskieren. Weil man glaubt eigentlich immer, es ist alles verboten oder vieles verboten. Aber ich glaube, dass man trotzdem viel mehr machen könnte. Also du plädierst da mit deiner Arbeit damit, dass die Leute das Gefühl haben, sie können sich im öffentlichen Raum mehr selbst aneignen. Also es ist auf jeden Fall so, dass ich hatte schon das Gefühl, dass wo wir an den Orten, an denen wir waren, auf jeden Fall auch dadurch, dass das Zitat sehr groß ist, durchaus sehr Aufmerksamkeit erzeugt wurde. Und dann ist, glaube ich, eben der nächste Schritt, wie du sagst, man muss einfach in Kontakt treten und das einfach nochmal vermitteln. Und dann passiert schon was. Und ich muss sagen, es war sehr mutig von dir. Es war sehr heiß und sehr anstrengend. Das ist ja an einem Ort, der an sich schon besonders ist. Ich meine, es kommt auch immer auf die Sehnen drauf an. Wir betrachten diese Orte anders als andere Leute. Es kommt darauf an, wo man überhaupt den Fokus hinlegt. Und es kann eine mini-kleine Fuzi-Intervention was auslösen bei manchen, weil sie halt gerade draufstehen. Oder es kann was Riesengroßes, also es muss nicht immer riesengroß sein. Oder es gibt einmal mit der Bette Wilmerz haben, wo wir dieses Tap-und-Tast-Kino bei der, damals hat es einen Landesgalerie geheißen, bei den Figuren von Kasper vorgeschneit haben. Da hat es auch Reaktionen gegeben. Eine Frau hat gesagt, sie geht jetzt seit 10 Jahren jeden Tag durch den Park. Sie sieht diese Figuren nicht mehr. Erst mit dem Tap und Taske hat sie gesagt, was ist denn das? Was ist denn da los? Ja. Das kann irgendein kleiner Tupf sein. Und auf einmal fällt es auf, weil es vorher vom Sehen schon wieder ausgeschlossen wird. Manche sehen es, manche sehen es nicht. Es kommt auch darauf an, was für eine Routine man an einen Tag legt. Es ist auch ganz was anderes. Man nimmt einen fremden Ort ganz anders wahr, als wie man den Tag täglich sieht. Und da ist natürlich, dann trifft man mehr die anderen rein und so weiter, wenn man jetzt auf einmal eine Veränderung hervorruft. Spannend finde ich auch, also jetzt da im Zentrum von Linz, wo ich wirklich schon so viele Jahre immer unterwegs bin, wenn man dann Gäste hat und wenn man mit denen durch den Stadt geht, was die dann immer fragen, die haben vollen Fokus auf Kunst am Bau oder auf Details von Gebäuden. Was ist das und was hat das für eine Bedeutung? Im Gegensatz zu dem, wenn ich von A nach B gehe und immer schon das Ziel vor Augen habe und nicht das, was mich genau in dem Moment umgibt. Da versuche ich dann auch oft, mich in den touristischen Blick hineinzuversetzen, wenn ich Zeit habe, und einmal anders durch Linz zu gehen. Die Situation von Kunst- und Kulturschaffenden ist sehr vergleichbar mit dem, was ein Lockdown für andere Leute war, weil die meisten machen Homeoffice, müssen sich alles selber organisieren. Wie es finanziell immer ausschaut, weiß man nicht so genau. Und was halt natürlich weggefallen ist, ist, dass sie keine Präsentationsflächen gehabt haben und dass alles, was nach außen geht, dann gestanden ist. Aber die restlichen Teile ziemlich, also Künstler ziemlich Leben auch irgendwie haben zum Teil. die restlichen Teile ziemlich, also Künstler ziemlich so ein Leben auch irgendwie haben, zum Teil. Also sie haben jetzt riesige Studios mit, weiß ich nicht wie viele Angestellten, aber haben ja die wenigsten. Also insofern. Ja, an sich ist es bitter, wenn man auf eine Ausstellung hinarbeitet, das ist, also die Flyer sind gedruckt und so, das kann man wieder einstampfen, dann wird es verschoben oder fällt aus. Ja, das ist ärgerlich und auch mit Kosten verbunden. Aber es ist jetzt nicht, das bringt dann nicht um, würde ich mal sagen. Und alle Leute, die selbstständig arbeiten, haben halt das Problem, dass sie eben gewisse Unsicherheiten haben, dass sie funktionieren müssen, dass wenn sie nicht funktionieren, dann einmal der Laden steht. Kein Einkommen, nichts. Und man hat ja, glaube ich, ziemlich unterschätzt, was für eine große Branche das eigentlich ist. Weil das ist, ich glaube, das ist auch ein bisschen anders bewusst worden. Und auch mit was für Arbeitsverhältnisse die wieder, also jetzt von Lichttechniker und so weiter, die gerade in der Kultur alle tätig sind und eben immer so projektbezogen auf große Veranstaltungsgeschichten hinarbeiten. Und dann fällt das auf einmal weg und dann auf einmal merkt man, das ist eine Riesenindustrie, wo irrsinnig viele Leute beteiligt sind. Weil ich brauche ziemlich oft Firmen. Und da gibt es oft noch die Idee von Kunstschaffen, die irgendwie aus dem 19. Jahrhundert ist, wo irgendwer lockerflockig mit dem Pinsel herum tut und dann ausgedehnte Waldspaziergänge macht und dann wieder pinselt. So ist es halt nicht. An diesen ganzen Produktionen hängt ihr sehr nicht viel dran. Und ich glaube, das ist auch nochmal ganz anders bewusst worden, indem das alles stillgestanden ist. Und der Austausch ist schon wichtig. Wenn man sich immer so einsperren müsste, dann... Man braucht den Austausch ist schon wichtig. Also wenn man sich immer so einsperren müsste, dann braucht man den Austausch. Weil wenn ich zufällig Leute treffe, also man ist irgendwie herum, trifft Leute und plötzlich aus Versehen kreiert man schon wieder das nächste Abenteuer, künstlerische Abenteuer, Das ist halt dann auch weggefallen. Ja, und Austausch auch mit fremden Personen, nicht nur immer mit seinem eigenen Kreis. Genau. Ja gut, hast du noch ein abschließendes Wort? Willst du noch einen abschließenden Satz sagen? Sonst würde ich sagen, nein. N-Word, der ist da. Das kann man eh lesen. You can't stop living and you can't stop having art if you've got to go on living. Und das finde ich super, weil das ist jetzt quasi das Folgeprojekt. Das ist jetzt, wie man meint, sondern du hast jetzt auf diese Intonation wieder reagiert und hast jetzt dein eigenes Werk geschaffen. Das finde ich großartig. Aber mit deiner Vorlage. Das Foto noch aus der Backfabrik, wo du das so auf den Blog gezeichnet hast. Genau, aus dem Kritzel her. Ja, Magid, vielen herzlichen Dank, dass du im Studio warst bei uns. Danke auch. Ich sage danke fürs Zusehen und auf das, dass sich die Leute alle diese Post-Corona-Screening-Clips anschauen. Es haben einige Künstler und Künstlerinnen tolle Arbeiten gemacht im öffentlichen Raum. Und ja, schönen abend nachmittag