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Erwin Riess liest aus dem Buch "Herr Groll im Schatten der Karawanken"

von narrenkastl / am 10.04.2012

Aufzeichnug der Publikumsfragen: http://www.dorftv.at/videos/open-space/3941

Herr Groll, der in einem Wiener Vorstadt-Heurigen als Lebensberater wirkt, und sein Gefährte, der Dozent aus dem Nobelbezirk Hietzing, ermitteln in Kärnten. Letzterer soll eine familiäre Angelegenheit klären, die in der Zeit ein Schatten auf den Lebenden; was vor sechzig, siebzig Jahren des Dritten Reichs wurzelt, Groll ist als Trauzeuge zur Hochzeit eines Freundes geladen.

Als Touristen getarnt, nehmen sie inmitten des alljährlichen Golf GTI-Treffens am Wörthersee die Ermittlungen auf, in der der SS-Freundeskreis rund um Odilo Globocnik und Udo Jürgens Vater, ein diskreter Historiker, eine slowenische Partisanin und ein späterer amerikanischer Präsident wichtige Rollen spielen.

Als Grolls Freund, der Bräutigam, nach dem Polterabend ums Leben kommt, ahnt Groll, dass die Schwie rigkeiten erst begonnen haben. Beim Getöteten findet er eine Liste, in der die Finanztransaktionen des Kärntner Geldadels detailliert verzeichnet sind. Groll gewinnt Einblick in die kriminellen Machenschaften einer Wirtschafts- Clique, die seit Generationen die Geschäfte des Landes führt. Nachdem auch der Bruder des Ermordeten, der Filialleiter einer Regionalbank, tot aufgefunden wird, befinden sich die beiden Ermittler in Lebensgefahr.

Eingebettet in einen steten Fluss teils skurriler, teils scharfsinniger Erörterungen der Welträtsel verwebt Erwin Riess in seinem vierten Groll-Roman Vergangenheit und Gegenwart Kärntens zu einer spannenden Kriminalerzählung.

„In diesem Landstrich vor den Karawanken liegt die Geschichte wie ein Schatten auf den Lebenden; was vor sechzig, siebzig Jahren geschehen war, setzte sich in der Zweiten Republik bis zur Gegenwart fort. Die Karawanken sind hoch und unnahbar, und nichts und niemand ist vergessen und niemand hat vergessen. Es ist, als ob das Land vergessen hat, wie man vergißt.“

„Witzig, skurril, wahrhaftig, ebenso spannend wie erhellend, also erstklassiger Lesestoff.“ (Buchkultur)

Erwin Riess, geboren 1957, aufgewachsen in Krems, Studium der Gesellschaftswissenschaften in Wien, seit 1994 freier Schriftsteller, Aktivist der autonomen Behindertenbewegung. Längere Arbeitsaufenthalte in Ungarn, Zypern und New York. 13 Theaterstücke, zuletzt: „Der Giovanni-Komplex". (Wiener Festwochen 2006), Hörspiele, Essays, regelmäßige Groll-Storys in verschiedenen Zeitschriften in Österreich und Deutschland.

Im Otto Müller Verlag erschienen: Der letzte Wunsch des Don Pasquale, der zweite Groll-Roman (2006), Herr Groll auf Reisen, Storys (2008), Herr Groll und der rote Strom (2010), Im Schatten der Karawanken (2012)

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